Von der Tierärztekammer  Niedersachsen und Schleswig Holstein als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt

Abendvortrag mit Thomas Baumann und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

Soziale Mechanismen in Hundegruppen

– Sender-Empfänger-Prinzipien in der Hund-Hund-Kommunikation
– Körpersprachliche „Argumente“ und ihre Bedeutung

Soziale Dynamik und Gruppenmechanismen

Dienstag, 25. April 2017 von 18 – 22 Uhr

Thomas Baumann: 

– Grundlagen Kommunikation/Interaktion
– Strategische Konzepte beim Erstkontakt
– Bedeutung von „Qualitäts-Kontrollen“
– Elemente der Körpersprache
– Ignoranz als Gefährlichkeitsmerkmal
– Bluffs, Shows und Schauspielerei
– Soziale Synergieeffekte
– Auswirkungen der Gruppendynamik
– Gruppenmanagement durch Zweibeiner
– Maulkorb als Kommunikations-Bremse?

Die Kernkompetenzen der sozialen Kommunikation unterliegen unter anderem der Fähigkeit, durch angepasstes Verhalten den jeweiligen Kooperationspartner „mental“ zu erreichen, ihn zu beeindrucken oder auch nur zufriedenzustellen.
Dabei werden die eigenen Bedürfnisse und Vorteile selbstverständlich nicht außer Acht gelassen. Um einen möglichst guten Eindruck bei einem „Gesprächspartner“ zu hinterlassen, muss kompetent(!) kommuniziert werden.
Hunde nutzen für eine möglichst erfolgreiche Kommunikation nahezu ausschließlich Elemente der Körpersprache. Soziale Gesten sind dabei übrigens angeboren, der gezielte Einsatz der Körpersprache hingegen muss erst noch im Umgang mit möglichst verschiedenen Hunden erlernt werden.
In der Interaktion mit Artgenossen zeigen uns Hunde sehr unterschiedliche sozia
le Intelligenz- und Kompetenzmerkmale. Diese Merkmale liegen in erster Linie den individuell erworbenen Erfahrungen zugrunde.
Wie auch bei uns Menschen ist immer wieder das „Kleingedruckte“ in der Körpersprache bei der Beurteilung von außen besonders aussagekräftig. Im Vortragsrahmen gilt zur Bewertung sozialer Synergieeffekte deshalb dem körpersprachlich nuancierten Verhalten eine besondere Beachtung.
Wann sind soziale Gesten tatsächlich „ehrlich“ gemeint und in welchen Fällen haben wir es mit schauspielerischen Darstellungen zu tun, die zum Ziel haben, das soziale Gegenüber in irgendeiner Form „hinters Licht“ zu führen?
Unsere Familienhunde sind überwiegend mit einer sehr hohen emotionalen Intelligenz ausgestattet. Dieser Umstand hinterlässt bei genauem Beobachten einer Hund-Hund-Kommunikation immer wieder beeindruckende Erlebnisse beim zweibeinigen Betrachter.
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Thomas Baumann:

– Grundlagen Kommunikation/Interaktion
– Strategische Konzepte beim Erstkontakt
– Bedeutung von „Qualitäts-Kontrollen“
– Elemente der Körpersprache
– Ignoranz als Gefährlichkeitsmerkmal
– Bluffs, Shows und Schauspielerei
– Soziale Synergieeffekte
– Auswirkungen der Gruppendynamik
– Gruppenmanagement durch Zweibeiner
– Maulkorb als Kommunikations-Bremse?

Die Kernkompetenzen der sozialen Kommunikation unterliegen unter anderem der Fähigkeit, durch angepasstes Verhalten den jeweiligen Kooperationspartner „mental“ zu erreichen, ihn zu beeindrucken oder auch nur zufriedenzustellen.
Dabei werden die eigenen Bedürfnisse und Vorteile selbstverständlich nicht außer Acht gelassen. Um einen möglichst guten Eindruck bei einem „Gesprächspartner“ zu hinterlassen, muss kompetent(!) kommuniziert werden.
Hunde nutzen für eine möglichst erfolgreiche Kommunikation nahezu ausschließlich Elemente der Körpersprache. Soziale Gesten sind dabei übrigens angeboren, der gezielte Einsatz der Körpersprache hingegen muss erst noch im Umgang mit möglichst verschiedenen Hunden erlernt werden.
In der Interaktion mit Artgenossen zeigen uns Hunde sehr unterschiedliche sozia
le Intelligenz- und Kompetenzmerkmale. Diese Merkmale liegen in erster Linie den individuell erworbenen Erfahrungen zugrunde.
Wie auch bei uns Menschen ist immer wieder das „Kleingedruckte“ in der Körpersprache bei der Beurteilung von außen besonders aussagekräftig. Im Vortragsrahmen gilt zur Bewertung sozialer Synergieeffekte deshalb dem körpersprachlich nuancierten Verhalten eine besondere Beachtung.
Wann sind soziale Gesten tatsächlich „ehrlich“ gemeint und in welchen Fällen haben wir es mit schauspielerischen Darstellungen zu tun, die zum Ziel haben, das soziale Gegenüber in irgendeiner Form „hinters Licht“ zu führen?
Unsere Familienhunde sind überwiegend mit einer sehr hohen emotionalen Intelligenz ausgestattet. Dieser Umstand hinterlässt bei genauem Beobachten einer Hund-Hund-Kommunikation immer wieder beeindruckende Erlebnisse beim zweibeinigen Betrachter.

Dr. Udo Ganslosser
Soziale Dynamik und Gruppenmechanismen

Die Entwicklung sozialer Beziehungen ist nur möglich wenn beide Beteiligten gewisse Grundinformationen übereinander haben.

Zuverlässig und schnell können diese Infos oft nurch durch erste Direktkontakte gewonnen werden, und dabei kann es auch mal lauter werden. Qualitätskontrolle umfaßt eben auch die aggressiveren Seiten des Sozialverhaltens.

Manche Vorinformationen sind aber auch sozusagen per Distanz, zB geruchlich oder akustisch einholbar. Und Chemie oder Physik eignen sich auch nicht so gut zum Schwindeln wie etwa rein optisches Aussehen.

Ganz besondere Bedingungen herrschen dann wenn mehrere Individuen einander gleichzeitig kennenlernen sollen.

Die Ergebnisse solcher Beobachtungen lassen bei vielen Tierarten eine Regelhaftigkeit erkennen, die als Kummer´sches Stufenmodell (nach dem Zürcher Verhaltensprofessor Hans Kummer) bezeichnet wird.

Referenten:

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und verständliche Weise überGruppenmechanismen beim Hund aus biologischer Sicht referieren.

Der Verhaltensexperte Thomas Baumann ist Autor mehrerer Fachbücher und seit vielen Jahren speialisiert im Umgang mit schwierigen Hunden. Seine leidenschaft gehört dabei analytischen Komplexen, die sich sowohl auf das Konfliktverhalten des Hundes, als auch auf die jeweilige Mensch-hund-beziehung beziehen. Zusammen mit seiner Frau Ina gründete Thomas Baaumann die Tierschutzorganisation Dogworld Stiftung