Von der Tierärztekammer  Schleswig Holstein als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt
Juni

Abendvortrag mit Normen Mrozinski in Düsseldorf

Wie Hunde heute lernen und was das für das Hundetraining bedeutet

Freitag, 1. Juni 2018 von 19 – 22 Uhr / Teilnahme 23,- €

Das die kognitiven Fähigkeiten unserer Hunde wesentlich komplexer sind, als lange angenommen, hat sich unter Hundehalter*innen und -trainer*innen längst rumgesprochen. Dank neuerer Studien wissen wir heute, dass Hunde Sach- und Beziehungsaspekte in Botschaften differenzieren können, dass sie in der Lage sind, Stimmungen nur anhand von Fotos zu erkennen und dass soziales Lernen in der Individualentwicklung von Hunden eine wesentlich größere Rolle spielt als noch vor wenigen Jahren vermutet.

Während die Forschung immer neue Erkenntnisse zu Tage fördert, ändert sich auf den Hundeplätzen jedoch nur wenig. In der Regel findet Hundetraining in Form von operanter Konditionierung statt – also auf Basis einer beinahe 100 Jahre alten Theorie, die das Gehirn als „Blackbox“ betrachtete und jedes Verhalten auf Reiz und Reaktion reduzierte.

Viele Hunde erkennen eine Trainingssituation auf Anhieb. Dem entsprechend zeigen sie in der Verhaltensanalyse ein verfälschtes Verhalten und passen sich situativ an. Sie durchschauen unsere Konditionierungsversuche und entwickeln entsprechende Strategien, diese zu umgehen.

Mit dem Ergebnis, dass viele Hundebesitzer*innen nur kurze oder temporäre Erfolge erzielen, wenn es darum geht, ein unerwünschtes Verhalten in den Griff zu bekommen.

Darum geht’s:

  • Zunächst werfen wir einen Blick in die „klassische“ Lerntheorie und besprechen anschliessend neuere Erkenntnisse, insbesondere

    Belohnungsprinzipien mit Blick auf Motivation und Leistung, sowie mögliche ungünstige Auswirkungen auf das Lernverhalten des Hundes.

    Auswirkungen des sozialen Lernens auf die Entwicklung von Hunden, insbesondere mit Blick auf Verhaltensbildung und Trainingsansätze.

  • Welche Trainingsbedingungen müssen erfüllt sein, um zu verhindern, dass der Hund durch die Übungssituation manipuliert wird? Welche Bedingungen begünstigen eine Gewöhnung an eine Vorgehensweise und wie kann dies verhindert werden?
    Verschiedene Trainingsmethoden und -techniken mit Blick auf die Umsetzbarkeit in der Lebensrealität von Kunden

 

Referent:
Normen Mrozinski ist als zertifizierter Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und als Dozent, Autor für Fachzeitschriften, Sachbuchautor („Hütehunde als Begleiter“ und „Aggressionsverhalten beim Hund“) und Blogger tätig und lebt in Norddeutschland.

Als passionierter Hobbyschäfer gilt seine besondere Vorliebe den Hüte- und Treibhunden. 
Als langjähriger Vorsitzender eines Tierschutzvereins setzt er sich zudem für beißvorfällig gewordene Hunde ein.