SEPTEMBER

Wochenendseminar mit Ina und Thomas Baumann in Willich/Düsseldorf

Von Harmonie bis Mobbing
Die Vielfalt der Hund-Hund-Beziehung

Fr. 21.9. Vortrag / Theorie 19 – 22 Uhr
Sa. 22.9. Praxisseminar von 10 -18 Uhr
So. 23.9. Praxisseminar von 10 –  16 Uhr

Teilnahme: Seminar passiv: 225,- incl. Vortrag / 
Seminar aktiv: 255,- incl. Vortrag

Inhalte:
• Grundlagen der Kommunikation / Interaktion
• Sender-Empfänger-Prinzipien
• Konfliktmanagement und „Streitkultur“ unter Hunden
• Mobbing erkennen, beobachten, beurteilen und verhindern
• „Anti-Mobbing“-Strategien und -Training
• Soziales Gruppenmanagement durch den Zweibeiner
• Kernmerkmale der „abhängigen Dominanz“
• konstruktive und destruktive Aggressionen in der Hundegruppe

Beschreibung:
Seit einigen Jahren „boomt“ die Mehrhundehaltung in Deutschland in bemerkenswerter Weise. Dabei wird das Zusammenleben des Menschen mit zwei oder mehr Hunden auch immer wieder auf die Probe gestellt. 

Die Zielstellung der Zweibeiner ist ja einvernehmlich eindeutig:
ALLE Beteiligten sollen möglichst glücklich und zufrieden zusammenleben.
Dort wo das gelingen kann, findet man in der Regel harmonisch ausgerichtete Lebensqualitäten bei Mensch und Hund. Doch in vielen Fällen gelingt es den Menschen nicht, die erhoffte Harmonie herzustellen.
Begibt man sich dann auf die Ursachensuche, wird man als Hundetrainer fast immer fündig. Dem Hundehalter allerdings bleiben diese Ursachen fast immer verborgen, denn er macht sich in den meisten Fällen zu wenig oder auch zu viele Gedanken darüber, wie ein solides soziales Management im Zusammenleben mit Hunden gelingen könnte.

Wer glaubt, Hunde sind einfach Tiere, die sich gefälligst einem durch Menschenhand errichteten Regelwerk zu unterziehen haben, denkt falsch.
Wer hingegen glaubt, dass Hunde Mitgeschöpfe sind, die ohne Konfliktorientierung und ohne Reibungspunkte mit anderen Artgenossen zusammenleben wollen und können, denkt auch falsch!
Richtiges und wegweisendes menschliches Denken und Handeln ist nur möglich, wenn man genauer weißt, wie unsere Hunde wirklich „ticken“.

Auf sozialer Ebene gibt es zwischen Menschen und Hunden eine enorme Übereinstimmung.
Menschen sind emotional vielseitig; sie sind freundlich, herzlich, wütend, traurig, egoistisch, in Teilen narzisstisch, empathisch und – je nach „Bedarf“ – ehrlich aber auch mal verlogen.
Hunde sind das alles auch!!!

Menschen streben nach Harmonie und seelischer Zufriedenheit; und beteiligen sich dennoch an Mobbing und anderen sozialen Gemeinheiten. Hunde auch!!!

Damit wird auch klar, dass in einer Mehrhundehaltung sogenannte „alte Zöpfe“ und damit ausschließliche Gedanken an Dominanz, Hierarchie und pauschalen Hausstandsregeln in den Hintergrund rücken müssen.
Stattdessen sollten Hunde vorrangig durch individuelle und bedürfnisgerechte Privilegien, Regeln, Gebote und Verbote in der Familie leben können. Hierarchische Sozialstrukturen und damit Dominanzbeziehungen unter den Hunden können sich dabei durchaus ergeben, müssen es aber nicht. Hunde haben im engeren Zusammenleben mit ihren Menschen Rechte und Plichten, die ihnen der Zweibeiner situativ vermitteln können muss.
Stimmt das Management des Menschen, stimmt auch – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die Harmonie in der Hundegruppe.


Teilnahme am Praxis-Seminar:
Eine aktive Teilnahme ist für (Mehr-)Hundehalter (mindestens 2, höchstens 5 Hunde) nach bestätigter Anmeldung möglich.
Bevorzugt werden dabei Hundegruppen, die im sozialen Zusammenleben Defizite gleich welcher Form aufweisen. Die Gruppen werden im Seminar analysiert und im Ergebnis erhalten die Zweibeiner Empfehlungen für einen Abbau der sozialen Defizite.
Da bestimmte Erkrankungen bei einem Hund eine Teilnahme am Seminar ausschließen muss, sollten bei einer Anmeldung evtl. vorliegende gesundheitliche Störungen angegeben werden.

Hinweis: Für eine Teilnahme am Seminar ist der Abendvortrag VERPFLICHTEND(!), da hierbei die theoretischen Grundlagen zum Fachseminar vermittelt werden.
Eine Teilnahme am Seminar ohne Abendvortrag ist deshalb NICHT(!) möglich!

 

Referent: Der Verhaltensexperte Thomas Baumann ist Autor mehrerer Fachbücher und seit vielen Jahren speialisiert im Umgang mit schwierigen Hunden. Seine Leidenschaft gehört dabei analytischen Komplexen, die sich sowohl auf das Konfliktverhalten des Hundes, als auch auf die jeweilige Mensch-Hund-Beziehung beziehen. Zusammen mit seiner Frau Ina gründete Thomas Baaumann die Tierschutzorganisation Dogworld Stiftung