AUGUST

Als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer bei den Tierärztekammern Niedersachsen und Schleswig Holstein anerkannt

3 Tage – Seminar mit Normen Mrozinski in Willich / Düsseldorf
28.8.2020 – Selbstschutz, Umgang und Sicherung von ängstlichen und aggressiven Hunden im öffentlichen Raum
29. / 30.8.2020 – HILFE – ER BEISST / Sicherer Umgang mit aggressiven (K)Hunden
Teilnahme f. 3 Tage: 285,- € incl. 19 % MwSt.

1. Tag
Selbstschutz, Umgang und Sicherung von ängstlichen und aggressiven Hunden im öffentlichen Raum
Fr., 28.8.2020 von 10 – 17 Uhr
halber Tag Theorie / halber Tag Praxis (praktische Arbeit in Gruppen / Hunde werden gestellt)

Egal, ob ein Hund entlaufen ist, ausgesetzt wurde oder gar seine Fortnahme ansteht. Solche Situationen stellen für Mensch und Hund immer ein Extrem dar. 
Dieser Tages-Workhop richtet sich nicht nur an professionell arbeitende Tierschützer*innen, sondern an alle, die beruflich mit Hunden im öffentlichen Raum konfrontiert sind – seien es Angestellte der Ordnungsbehörden, Polizeibeamte oder auch Zusteller.

  • Wie verhalte ich mich angesichts eines aggressiven Hunden und woran erkenne ich die entsprechende Verhaltenstendenz?
  • Wie verhalte ich ängstlichen Hunden und wie kann ich verhindern, dass sie flüchten?
  • Wie arbeite ich deeskalierend? 
  • Wann ist es hilfreich und sinnvoll, „Bestechungsmaterial“ einzusetzen?
  • Wie mache ich dem Hund ein freundliches Angebot?
  • Welche Hilfsmittel kann ich zur Sicherung einsetzen?
  • Insbesondere Arbeit mit Fangstange und Moxonleine
  • Arbeit mit Vollschutzanzug/ Schutzausrüstung 
  • Sicherung aus der Lebendfalle
  • Sicherung eines festhängenden Hundes
  • Sicherung über einen Beisskorb

 

2. + 3. Tag
HILFE – ER BEISST / 
Sicherer Umgang mit aggressiven (K)Hunden
Sa., So., 29./30.8.2020 – Sa von 10 – 18 Uhr, So von 10 – 16 Uhr
Aggressive Hunde gab es schon immer. Und auch die Tatsache, dass manche Hunde Menschen oder Artgenossen beissen, ist so alt wie die Hunde selber.
Die Gründe dafür sind vielfältig:
Für den einen Hund stellt das Anpöbeln anderer Hunde oder Menschen ein gemeinsames Happening mit seinem Menschen dar, der nächste sucht sein Heil im Angriff und hofft, dass das die beste Verteidigung ist und der Dritte verhält sich schlicht wie ein 16-jähriger in der Diskothek.
Für die Besitzer eines solchen Hundes stellt das Verhalten, auch wenn es normal ist, oft ein Riesenproblem dar.
Nicht nur die Sorge, dass der geliebte Vierbeiner jemanden etwas antun könnte und am Ende vielleicht mit Leinen- und Maulkorbzwang belegt werden könnte, auch die Blicke anderer Hundehalter und das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, machen einem das Leben nicht gerade leichter. Wenn es sogar zu einem Beißunfall gekommen ist, sehen wir uns mit Menschen konfrontiert, die hochemotional belastet sind.

Gerade in der Arbeit mit aggressiven Hunden und deren Besitzern ist Fingerspitzengefühl gefragt. Insbesondere dann, wenn es zu einem Beißunfall innerhalb der Familie gekommen ist, sehen wir uns mit Kunden konfrontiert, die hochemotional belastet sind.

Wie konnte es soweit kommen, was habe falsch gemacht? Oft stellt sich die Frage nach der Abgabe des Tieres oder gar danach, ob der Vierbeiner vielleicht besser eingeschläfert werden sollte. Auf der anderen Seite begegnen uns oft Verharmlosungen nach dem Motto “Der eigene Hund beißt nicht, er zwickt!”, vielerlei Begründungen und wie es dazu kommen konnte.

Doch nicht nur der emotionale Moment stellt uns vor Herausforderungen. Auch bei der eigentlichen Arbeit mit einem solchen Hund gilt es einiges zu beachten.

Mit Blick auf Aggression gegen Menschen beantworten wir folgende Fragen:

  • Wie schütze ich mich selber bei der Arbeit mit einem aggressiven Hund?
  • Wie erkläre dem Kunden die potentielle Gefährlichkeit seines Hundes und die damit verbundene Notwendigkeit, seinen Hund abzuzsichern?
  • Wie erkenne ich Verhaltensauslöser? Handelt es sich bei dem Verhalten tatsächlich um Aggression – und wenn ja um welche Form – oder finden andere Verhaltensmuster statt?
  • Welche Möglichkeiten kann ich dem Kunden – anhand seiner Lebensrealität – an die Hand geben?
  • Und zu guter Letzt? Bin ich selber in der Lage, mit einem Hund zu arbeiten, der aggressiv gegen Menschen ist?

Bei diesem Seminarr trainieren wir anhand von praxisnahen Beratungssituationen, die Hintergründe herauszufinden, die zu (reellen) Beißunfällen führten und erarbeiten Strategien, wie man die Betroffenen beraten kann.

Außerdem üben wir praktisch, wie man sich als Hundetrainer in der Beratung aber auch in der praktischen Arbeit mit aggressiven Hunden selber absichern kann und welche Möglichkeiten es gibt, im Falle einer Attacke durch den Hund handlungsfähig zu bleiben.

Referent:
Normen Mrozinski i
st als zertifizierter Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und als Dozent, Autor für Fachzeitschriften, Sachbuchautor („Hütehunde als Begleiter“ und „Aggressionsverhalten beim Hund“) und Blogger tätig und lebt in Norddeutschland.

Als passionierter Hobbyschäfer gilt seine besondere Vorliebe den Hüte- und Treibhunden.
Als langjähriger Vorsitzender eines Tierschutzvereins setzt er sich zudem für beißvorfällig gewordene Hunde ein.

 

 

 
ANMELDUNG:
bitte Thema / Referent angeben

zur Vermeidung von Spam:
Bitte beweisen Sie ein Mensch zu sein und wählen Sie den Schlüssel aus.