APRIL 2020 in Düsseldorf

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Angelika Lanzerath
   
Aggression aus  verhaltenstherapeutischer und biologischer Sicht
 
Sonntag, 26. April 2020 von 9.30 – 16.30 Uhr /
Teilnahme 95,- € (beide Tage zusammen Sa + So: 180,- €) jeweils incl. 19 % MwSt.
 
Aggression wir störend oft empfunden, derweil sie mit Krawall verbunden, dabei sind die (mindestens drei) Formen der Aggression wichtige biologische Regulationsmechanismen, die ein Zusammenleben von Organismen bei gleichzeitiger Sicherung der Überlebenschance des Individuums regeln. 
Konflikt und Kooperation sind zwei Seiten einer Medaille, beide schaffen im Sozialleben den optimalen Kompromiss und Interessenausgleich.
 
Udo Gansloßer wird in der Theorie und Angelika Lanzerath mit praktischen Beispielen und aus jahrzehntelanger trainerischer Erfahrung abwechselnd folgende Themen behandeln, jeweils im Wechselgesang und ohne exakte inhaltliche Aufteilung:
  • was ist Aggression im verhaltensbiologischen Sinne
  • Gründe aggressionsbedingter Verhaltensweisen in Bezug auf Gene und Aufzuchtbedingungen?
  • welche Bedeutung hat Aggression im kommunikativen Miteinander von Hunden
  • Was geht in einem Hund vor sich, der als gefährlich gilt und was sollte man beachten?
Formen der Aggression: 
  • Angstaggression:  Auswirkung von Kastration bei  Rüde/Hündin
  • Dominanzaggression? Gibt es sie wirklich? 
  • “ Beuteaggression“, ein oft benutzter Begriff, aber was bedeutet er?  Sind Sie auf Ihr schnitzel wütend??
  • Futteraggression 
  • Offensive und defensive Aggression 
  • Aggression im Haus / Auto / auf dem Spaziergang 
  • Aggression Menschen / Hunden gegenüber 
  • Aggression an der Leine /im Freilauf Autoaggression 
Die Befunde aus der neueren Aggressionsforschung lassen hormonelle und neuronale Steuerung, aber auch Erkrankungen mit aggressionsauslösenden Symptomen besser verstehen. Verhaltensbiologische Untersuchungen und Modellrechnungen zeigen den Zusammenhang zwischen Wert einer Beziehung und Eskalation, zwischen Risiko und De-Eskalation. Eine Betrachtung der Biologie der Aggression muss aber auch stammesgeschichtliche und individualgeschichtliche Befunde berücksichtigen. Nur so kann verstanden werden, warum manche Rassen, oder manche Individuen sich hier völlig anders verhalten als andere, und wie eventuell auch eine generelle Beeinflussung aggressionsproblematischer Tiere erfolgen kann.
 
 
Die Referenten: 
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.  
 

Angelika Lanzerath: lebt mit mehreren Kuvacz Hündinen zusammen, hat 2002 nach langer Zusammenarbeit mit Günther Bloch die Hunde-Farm „Eifel“ übernommen, Abteilung „Erziehung“. Seit 2016 führt sie ihre „Hundeschule Angelika Lanzerath“. Sie ist anerkannte Sachverständige (LHG NRW) und sieht sich als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund. Unzähligen Mensch-Hund-Teams vor allem mit verhaltensauffälligen Vierbeinern konnte sie schon Hilfestellung geben.  Sie ist Buchautorin und hält bundesweit Seminare und Vorträge zu Themen rund um den Hund.  

ANMELDUNG:
bitte Thema / Referent angeben

zur Vermeidung von Spam:
Bitte beweisen Sie ein Mensch zu sein und wählen Sie das Haus aus.