JUNI

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Adam Miklosi in Düsseldorf 

Der Effekt von Genen auf das Verhalten…. …..und was sonst noch Einfluß hat?!

Samstag, 6. Juni 2020 von 10 -17 Uhr / Teilnahme 95,- € / beide Tage (Sa und So zusammen) 180,- €

Dr. Adam Miklosi: Der Effekt von Genen auf das Verhalten
Es gibt kein Verhalten ohne Gene
Während diesem Tagesseminar werden Sie die Grundlagen der Genetik lernen. Ohne dieses Wissen kann man das Verhalten der Hunde nicht verstehen. Man spricht so viel über „vererbtes Verhalten“ oder sogar „instinktives Verhalten“ aber wenige wissen, was man unter diesen Begriffen wirklich verstehen sollte.
Die Gene aktivieren sich schon vor der Geburt, und bestimmen viele Verhaltensweisen. Sie bieten den Grund für die Domestikation und Selektion.

Wir probieren die grössten Fragen zu beantworten: 

  • Was ist vererbt und was ist erworben? 
  • Kann man überhaupt auf diese Fragen antworten? 

Ohne Genetik geht es sicher nicht, und ohne Genetik kann man auch nicht verstehen warum es so viele Rassen gibt, und warum die meisten Rassen trotzdem soviele Ähnlichkeiten zeigen.
Ohne genetisches Wissen sollte man überhaupt keine Hunde züchten dürfen, und wir werden (leider) auch sehen wohin das Mangel an genetisches Studium führte: Die meisten Rassenhunde leiden von hunderte genetisch bedingten Krankheiten, die sie nicht loβ werden können. 
Sollte man neue Rassen erstellen, oder irgendwie die jetzigen verbessern?
Die Gene haben einen starken Einfluss auf spezifische Verhaltensformen, wie z. B. Aggression. Kann man diese Effekte kontrollieren oder verhindern? Kann man für spezifische Verhaltensweisen in Hund selektieren? 

Dr. Udo Ganslosser: … und was sonst noch Einfluss hat
Neben der genetischen Veranlagung sind, gerade auch durch neuere Studien, eine Reihe weiterer Abhängigkeiten des zukünftigen Verhaltens bekannt geworden:

  • Wurfgröße und Wurfzusammensetzung können zukünftige Verhaltenseigenschaften ebenso beeinflussen wie Erfahrung und Temperament der Mutter, Kontakte zu Babysittern und zum Menschen, oder die Sinnesreize in der Umgebung.
  • Geschlechtsunterschiede im Verhalten, speziell im Spiel, sind zwar durch das genetisch vorgegebene Geschlechtshormonsystem vorbereitet, aber über die Wurfzusammensetzung wirken sie sich dann auch weiterhin als wichtige Steuerungsfaktoren aus. Und letztlich zeigen Rasseunterschiede im Auftreten und der Intensität von Spiel und Ernstverhalten dem zukünftigen Welpen auch wieder unterschiedliche Wege auf.
  • Der Vergleich des Embryologen Waddington, wonach die Jungtierentwicklung dem Verlauf einer Kugel ähnelt, die auf dem Gipfel eines Berges fallengelassen wird und durch unterschiedliche Wege zu Tal rollen kann, wird uns durch den Tag begleiten.

Genetik ist dabei eine der Talwände die den Weg steuern. Aber es gibt auch andere….

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