April

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf
Die Entwicklung des Gehirns über die Lebensspanne – und was das für die Praxis bedeutet
 
– wie Probleme im Erleben und Verhalten von Hunden entstehen
– wie Lernen auf neurobiologischer Ebene funktioniert und 
– wie man die Entwicklung des Gehirns bewusst und unbewusst beeinflusst
Samstag, 27. April 2019  von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Das Gehirn entwickelt sich aus der Interaktion von Genen und Umwelt. 
Dieser Prozess beginnt noch vor der Geburt und endet erst, wenn das Gehirn seine Aktivität im Tod vollständig eingestellt hat. 
Diese Entwicklung zu verstehen ermöglicht Hundehaltern und Trainern zu verstehen, wie Probleme im Erleben und Verhalten von Hunden entstehen, wie Lernen auf neurobiologischer Ebene funktioniert und wie man die Entwicklung des Gehirns bewusst und unbewusst beeinflusst. 
 
Dieser Prozess von Aufbauen, Umbauen und Degeneration bringt das individuelle Verhalten des Hundes in den einzelnen Lebensphasen hervor. 
Um Hundeverhalten besser zu verstehen, ist es daher hilfreich, mehr über die Entwicklung des Gehirns zu wissen.
 
– vor der Geburt
Das Seminar beginnt vor der Geburt des Hundes mit der Entstehung des
Gehirns aus der befruchteten Eizelle, 
seiner pränatalen Entwicklung und der Interaktion von Umwelt
(pränatale Erfahrungen, Gifte, Stress, u. a.) und Genetik in diesem Stadium. 
Indem wir betrachten, was in diesem Entwicklungsschritt schiefgehen kann,
wird verständlich, warum einige Welpen bereits mit Problemen zur Welt kommen. 
 
– Nach der Geburt beginnt der erste große Umbau des Gehirns. 
Umwelteinflüsse gewinnen jetzt an Bedeutung. 
Das Gehirn des Welpen durchlebt verschiedene Entwicklungsschübe und
sensible Phasen. 
Indem wir die Prozesse in dieser Phase betrachten, verstehen wir mehr darüber,
was Welpen brauchen und warum sie es brauchen.
 
– In der Pubertät erfährt das Gehirn erneut einen bedeutsamen Umbau.
Jetzt tritt die Persönlichkeit deutlich hervor, Empathie und Selbstkontrolle
gewinnen an Bedeutung. 
 
Wir betrachten das Gehirn beim Erwachsenwerden und verstehen dadurch,
was pubertierende Hunde leisten können (und was nicht) und welche Bedingungen
ihnen helfen, verlässliche Sozialpartner zu werden.
 
– das erwachsene Gehirn
Auch das erwachsene Gehirn bleibt plastisch, verändert sich, ermöglicht dadurch
lebenslanges Lernen auf kognitiver und emotionaler Ebene.
Zu wissen, wie das Gehirn lernt, ermöglicht uns zu verstehen, wie z. B. psychische und
Verhaltensstörungen entstehen und unter welchen Bedingungen sich Erleben und Verhalten verändern kann.
 
Im Alter nehmen die degenerativen Prozesse zu. 
Erkrankungen wie Demenz können auftreten.
Aber auch alte Hunde können lernen und sich verändern.
 
Indem wir die Entwicklung des Gehirns über die gesamte Lebensspanne betrachten, werden Zusammenhänge deutlich, die bei der Betrachtung nur einzelner Lebensphasen verloren gehen. 
 
Nach dem Seminar haben die Teilnehmer einen ganzheitlicheren Blick auf ihren Hund und können ihre Erziehungs- und Trainingsmaßnahmen auf seine neurobiologische Struktur und deren Bedürfnisse abstimmen. 
 
Das Seminar richtet sich an Hundehalter und Hundetrainer. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.
 
 
Referent:
Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
ANMELDUNG:
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