APRIL

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf

Neuropsychologische Erkenntnisse helfen beim Lernen

– verschiedene Arten von Gedächtnisspeichern
– wie kann man Trainingsmethoden darauf abstimmen 
– operante, klassische Konditionierung, Beobachtungslernen
– Funktionsweise der Gedächtnisse

Sonntag, 27. April 2019 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €

 

Was haben Familienhunde, Jagdhunde, Drogensuchhunde, Schutzhunde, Mantrailer, Dogdancer und Agilityfans gemeinsam? Erziehung und Ausbildung von Hunden funktioniert, weil Hunde lernen können, und auch Hundehalter lernen ständig dazu. 

– Einige lernen schneller, andere langsamer, einige wirken unbelehrbar. 

– Kann man da was machen?

Hunde und Menschen haben nicht nur ein einziges Gedächtnis, sondern viele verschiedene Gedächtnisspeicher. Jeder Speichertyp funktioniert anders, weil unterschiedliche Strukturen im Gehirn an der Speicherung von Informationen beteiligt sind. Wenn Hunde oder Kunden etwas lernen, ist es wichtig, daß der Hundetrainer oder –halter weiß, mit welchem Gedächtnis er es gerade zu tun hat, damit er seine Trainingsmethoden darauf abstimmen kann. 
Dann findet sich auch eine Lösung, wenn Trainer, Hund und Halter nicht mehr weiterkommen.

Das Seminar beginnt zur Orientierung mit einer kurzen Führung durch das komplexe Organ Gehirn. Nach kurzer Zeit kann jeder Teilnehmer die wichtigsten Landmarken aufzählen und findet sich allein zurecht.

Dann nähern wir uns auf leicht verständliche Art gemeinsam der grundlegenden Funktionsweise des Gehirns.

– Wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Arten von Gedächtnisspeichern.

– Dabei wagen wir uns weit über operante und klassische Konditionierung sowie das Beobachtungslernen hinaus. 

– Dann leiten wir wichtige Schlussfolgerungen für das Hunde- und Haltertraining aus der Funktionsweise der Gedächtnisse ab. 

Dabei wird schnell klar, dass kleine Veränderungen große Wirkung haben können. 

Anschließend ist jeder Teilnehmer in der Lage, sich selbst eine kritische Meinung zu den Lehrmethoden zu bilden, mit denen Hunde und Halter in Erziehung, Ausbildung und Beschäftigung konfrontiert werden. Hundehalter und Ausbilder wissen, wann und auf welche Weise sie am besten das gerade aktive Gedächtnis ihres Hundes ansprechen, und Hundetrainer entwickeln viele kreative Ideen, mit denen sie auch ihren menschlichen Kunden das Lernen leicht machen.

Referent:
Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
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