MAI

Tagesseminar mit Robert Mehl, Psychologe und Sophie Strodtbeck, Tierärztin in Düsseldorf

Die Entwicklung des Hundes über das Hundeleben – und was das für die Praxis bedeutet

Vom Welpen zum Senior aus verhaltensmedizinischer und neuropsychologischer Sicht  

Sonntag, 24. Mai 2020 von 10 bis 17 Uhr / Teilnahme 95,- €

Das Gehirn entwickelt sich aus der Interaktion von Genen und Umwelt. Dieser Prozess beginnt noch vor der Geburt und endet erst, wenn das Gehirn seine Aktivität im Tod vollständig eingestellt hat. Diese Entwicklung zu verstehen ermöglicht Hundehaltern und Trainern zu verstehen, wie Probleme im Erleben und Verhalten von Hunden entstehen, und wie man die Entwicklung des Gehirns bewusst und unbewusst beeinflusst.

Um Hundeverhalten besser zu verstehen, ist es hilfreich, mehr über die Entwicklung des Hundes und seines Gehirns zu wissen.

Aber auch körperlich und hormonell passiert vom Welpen bis zum Senior allerhand, und das beim Hund aufgrund der insgesamt kürzeren Lebensspanne in rasantem Tempo! 

  • Das Seminar beginnt vor der Geburt des Hundes mit der Entstehung des Gehirns aus der befruchteten Eizelle, seiner pränatalen Entwicklung und der Interaktion von Umwelt (pränatale Erfahrungen, Gifte, Stress, u. a.) und Genetik in diesem Stadium. Indem wir betrachten, was in diesem Entwicklungsschritt schiefgehen kann, wird verständlich, warum einige Welpen bereits mit Problemen zur Welt kommen. 
  • Nach der Geburt beginnt der erste große Umbau des Gehirns. Umwelteinflüsse gewinnen jetzt an Bedeutung.
    Das Gehirn des Welpen durchlebt verschiedene Entwicklungsschübe und sensible Phasen. Indem wir die Prozesse in dieser Phase betrachten, verstehen wir mehr darüber, was Welpen brauchen und warum sie es brauchen.
  • In der Pubertät erfährt das Gehirn erneut einen bedeutsamen Umbau.
    Jetzt tritt die Persönlichkeit deutlich hervor, Empathie und Selbstkontrolle gewinnen an Bedeutung, aber auch die Sexualhormone spielen eine wichtige Rolle.
    Wir betrachten das Gehirn und das Hormonsystem beim Erwachsenwerden und verstehen dadurch, was pubertierende Hunde leisten können (und was nicht) und welche Bedingungen ihnen helfen, verlässliche Sozialpartner zu werden.
    Außerdem schauen wir uns die körperlichen Veränderungen in der Pubertät an und besprechen, was in dieser Entwicklungsphase die wichtigsten Lerninhalte sind.
  • Auch das erwachsene Gehirn bleibt plastisch, verändert sich, ermöglicht dadurch lebenslanges Lernen auf kognitiver und emotionaler Ebene.
    Zu wissen, wie das Gehirn lernt, ermöglicht uns zu verstehen, wie z. B. psychische und Verhaltensstörungen entstehen und unter welchen Bedingungen sich Erleben und Verhalten verändern kann.
  • Im Alter nehmen die degenerativen Prozesse zu, was auch zu körperlichen Gebrechen führt. Erkrankungen wie Demenz können auftreten. Aber auch alte Hunde können lernen und sich verändern.
    – Was kann man tun?
    – Welche Beschäftigungen sind sinnvoll, um der Demenz entgegen zu wirken?
    – Welchen Einfluss hat die Fütterung?
    – Wie kann man die körperliche Gesundheit des Hundes positiv beeinflussen?

Indem wir die Entwicklung des Hundes über die gesamte Lebensspanne betrachten, werden Zusammenhänge deutlich, die bei der Betrachtung nur einzelner Lebensphasen verloren gehen. Nach dem Seminar haben die Teilnehmer einen ganzheitlicheren Blick auf ihren Hund und können ihre Erziehungs- und Trainingsmaßnahmen auf seine Entwicklung, seine neurobiologische Struktur und deren Bedürfnisse abstimmen.

 

 

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