OKTOBER

Wochenendseminar mit Dr. Claudia Fugazza und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

Soziales Lernen bei Hunden –

Wahrnehmung und Verarbeitung in Gehirn und Sinnesorganen – die Entschlüsselung und Bewertung sozialer Informationen

28.10. 2017 von 10 – 17 Uhr und 29.10. von 10 bis 16 Uhr / Teilnahme 180,- € incl. 19 % MwSt.

Soziales Lernen bedeutet, sich neue Verhaltensweisen durch Beobachtung anderer anzueignen.
Neue ethologische Studien des Lehrstuhls für Ethologie an der Eötvös Loránd Universität in Budapest deckten die sozial-kognitiven Fähigkeiten von Hunden auf und bewiesen, dass die sozialen Fähigkeiten der Hunde so weit entwickelt sind, dass Hunde neue Tricks erlernen können, indem sie Menschen einfach nachahmen.
„Do as I do“ (Mach‘s mir nach) ist eine neue Trainingsmethode, die auf den sozialen Fähigkeiten des Hundes basiert, besonders auf seiner Fähigkeit nachzuahmen. Mit dieser Methode werden Hunde neue Verhaltensweisen durch Beobachten und Imitieren ihrer Besitzer lernen.

Die Studie, die unter Leitung vom Dr. Ádám Miklósi durchgeführt wurde, ist schon seit mehreren Jahren weit bekannt.
Claudia Fugazza ist wohl die erste Hundetrainerin und Forscherin der Hunde-Ethologie, die diese Forschungsergebnisse in eine Trainingsmethode entwickelt hat. Claudia Fugazza spricht engl. und wird von Dr. Ganslosser übersetzt.
Hundehalter und Trainer können die Methode: “Do as I do” erlernen und neue Talente und Fähigkeiten in ihrem Hund entdecken,

– Soziales Lernen: Definition, kurze geschichtl. Übersicht
– Soziales Lernen bei Hunden: Was man bisher bei Hunden gefunden hat
– Imitation bei Hunden
– Was mit dem „Do as I Do“-system über kognitive Fähigkeiten bei Hunden herausgefunden wurde
– Wie man die „Do as I Do“ Methode zur Ausbildung von Hunden verwenden kann

Die Funktion einer Gruppe, oder anderen sozialen Zusammenschlüsse, ist unter anderem auch in der Wirkung als Informationszentrum zu sehen. Gegenseitige Weitergabe von Informationen zB. über Nahrung, Feinde, oder sonstige wichtige Umweltfaktoren gehört zu den wichtigsten evolutiven Vorteilen des Gruppenlebens.

Jedoch müssen hierfür auch wichtige kognitive Mechanismen entwickelt werden. Zum einen ist die Entschlüsselung der vom Sozialpartner gelieferten Information wichtig, man muß dessen Hinweise richtig deuten können, aber auch Falschinformationen entlarven. Die Frage fälschungssicherer Signale kann durchaus zu einem Wettrüsten zwischen Sender und Empfänger führen.

Zur Entschlüsselung und Bewertung sozialer Informationen gehört also auch ein komplexer Wahrnehmungs- und Verarbeitungsapparat in Gehirn und Sinnessystem, sowie einschlägige Kapazitäten zur Bewertung.

Evolutiv und ökologisch also ein sehr spannendes Thema.

PRAXISTEIL: Der Praxisteil dient nur zu Demonstrationszwecken, es ist kein Praxisseminar im herkömmlichen Sinne.
Für den Praxisteil brauchen wir 1-2 Hunde, die das Do as I do bereits beherrschen und demonstrieren können und 1-2 Anfänger Hunde.
Die Anfänger Hunde sollten in der Lage sein 3 verbale (keine Zeigegesten) Kommandos umzusetzen UND sollte auf jeden Fall das Kommando „sitz und bleib“ beherrschen. Das ist eine fundamentale Grundlage, um mit „Do as I Do“ zu beginnen.
Das Ziel dieses Seminars ist nicht das persönliche Hundetraining, sondern die „Do as I Do“ Methode allen Teilnehmern zu zeigen. Deshalb, wenn ein Hund nicht die genannten Anforderungen erfüllt, kann er nicht am praktischen Teil teilnehmen. Claudia Fugazzas Mitarbeiterin Sara Tagliati, professionelle Hundetrainerin, wird die Videos der Hunde ansehen und evtl.Tips für ein weiteres Training geben. Wir haben festgestellt, dass durch diese Vorgehensweise alle Teilnehmer möglichst umfangreiche Kenntnisse im Rahmen eines Wochenendseminars bekommen.

Referenten: Claudia Fugazza spricht engl. und wird von Dr. Ganslosser übersetzt

Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und verständliche Weise über die kognitiven Fähigkeiten des Hundes aus biologischer Sicht referieren.

Dr. Claudia Fugazza , Wissenschaftlerin im Department of Ethology in Eötvös Loránd University (Budapest). Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen die cognitiven Fähigkeiten von Hunden. Sie entwickelte eine Trainingsmethode: „Do as I Do“ (benannt nach Hayes & Hayes 1952 und Topál et al. 2006), die darauf beruht dass Hunde nachahmen können und nutzt diese Tatsache als Basis ihrer momentanen Studien um über die Cognition von Hunden zu forschen.
Weil es sich als so erfolgreich herausstellte, breitete sich diese Methode auch auf den Bereich der Hundeerziehung aus und führte dazu, dass sie Teile ihrer Forschung auf die Effektivität diesbezüglich fokussiert.
Sie promovierte in der Ethology at Eötvös Loránd University (Budapest) indem sie über soziales Lernen und Nachahmungsfähigkeit von Hunden erforschte.
Sie erhielt ihren B.Sc. über die Aufzucht und Erziehung von Hunden (TACREC), den Master in Verhaltensbiologie von Haustieren und einen Master in Hundeerziehung an der Universität von Pisa (Italy)
Sie publizierte ein Buch über das soziale Lernen beim Hundetraining, Fugazza C. 2011  “DO AS I DO Using Social Learning to Train Dogs” – Ed. Haqihana (Milano) übersetzt in 5 Sprachen und als DVD, Fugazza C. 2013 “Do as I Do oder mach es mir nach. Eine neue Trainingsmethode basierend auf sozialem Lernen” Ed. Tawzerdog (USA)
Dozentin bei etlichen Seminaren über das soziale Lernen bei Hunden und die Anwendung im Hundetraining und hält Vorträge in etlichen Ländern in Europa und den USA. Sie arbeitet als Hundetrainerin in der Happy Dog Schule (Como – Italien) spezialisiert auf Verhaltensprobleme.

April 2018

Tagesseminar mit Robert Mehl  in Düsseldorf

Impulsiv und unberechenbar? – 
Die neurobiologischen Grundlagen der Impulskontrolle

Samstag, 7. April 2018 von 10 – 17 Uhr, Teilnahme 95,- €

Hunde, die für ihre Halter unberechenbar sind, bleiben häufig an der Leine oder können beim Spaziergang oder im Haus kaum aus den Augen gelassen werden. Oft haben Halter und Hundetrainer gemeinsam schon vieles probiert, was normalerweise – bei anderen Hunden – funktioniert. Irgendwann stellt sich auf beiden Seiten tiefe Frustration und das Gefühl von Überforderung ein.
Hat man als Halter etwas falsch gemacht?
Hat man als Hundetrainer etwas übersehen?

Häufig stecken Probleme mit der Impulskontrolle hinter dem unberechenbaren Verhalten. Dabei können sich viele Symptome entwickeln:
Aggressives Verhalten, unkontrollierte Flucht, kaum steuerbares Jagdverhalten, suchtartiges Verhalten, Hyperaktivität und Konzentrationsprobleme sind nur einige Beispiele.
Wie ist es so weit gekommen und was kann man noch tun?

In diesem Seminar suchen wir mithilfe neurowissenschaftlicher Erkenntnisse nach Antworten.

  • Wie entsteht ein Handlungsimpuls im Gehirn und wie wird er zur Handlung?
  • Woher kommt die Motivation, sich auf eine bestimmte Art zu verhalten?
  • Wie kontrollieren Säugetiere ihre Impulse?
  • Warum klappt das bei manchen Hunden besser und bei anderen scheinbar gar nicht?
  • Welchen Einfluß haben die Entwicklungsbedingungen und die Lernumgebung, in denen der Hund aufwächst?
  • Welchen Einfluß hat die Erziehung durch den Halter?
  • Welche psychischen und neuropsychologischen Erkrankungen wirken sich negativ auf die Impulskontrolle aus?

Ausgehend von der humanpsychologischen Perspektive zur Behandlung von Problemen mit der Impulskontrolle suchen wir nach übertragbaren Ansätzen zum Umgang mit unberechenbaren Hunden und nach Präventionsmöglichkeiten.

  • Wie fördert man Impulskontrolle beim sich entwickelnden Gehirn?
  • Welche Therapieansätze gibt es, um das erwachsene Gehirn im Bereich der Impulskontrolle zu trainieren?
  • Welchen Erfolg hat Strafe bei Impulskontrollstörungen? Welche Alternativen gibt es, um Hemmung und Impulskontrolle zu fördern?
  • Was für Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich an?
  • Welche Rahmenbedingungen braucht jemand, der sich selbst nicht gut im Griff hat?

Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer auf dieser Grundlage eigene Ideen zum Umgang mit unberechenbaren Hunden entwickeln und vorhandene Ansätze kritisch bewerten können.

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für die neurobiologischen Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung von Problemen mit der Impulskontrolle interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht bearbeitet. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Referent:
Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

April 2018

Tagesseminar mit Robert Mehl  in Düsseldorf

TRENNUNGSANGST – Hund allein zu Haus

 

Sonntag, 8. April 2018 von 10 – 17 Uhr, Teilnahme 95,- €
Schreien, Bellen, Pinkeln, Wutanfälle, Terror. Einige Hunde drehen durch, wenn ihre Menschen sie allein lassen. 
Manchmal darf man das Haus nicht ohne sie verlassen, manchmal nicht einmal den Raum. 
Nicht nur Hunde haben Trennungsangst, auch aus der Humanpsychologie kennen wir dieses Phänomen bei Kindern. Daher betrachten wir dieses Problem bei Hunden aus humanpsychologischer Perspektive.
Zunächst sprechen wir über die entwicklungspsychologischen Grundlagen, insbesondere die Bedeutung der Bindung und frühen Beziehungserfahrungen. 
Aus den oft dramatischen Unmutsäußerungen des Hundes entwickeln sich ungünstige Verhaltensmuster der Menschen, die mit den Ängsten des Hundes überfordert sind und das Problem unabsichtlich verstärken können. 
Trennungsangst kann von weiteren Angststörungen begleitet werden, aber auch psychosomatische Erkrankungen sind nicht ungewöhnlich (körperliche Beschwerden ohne körperlich auffindbare Ursache; 
häufig Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, stressbedingte Erkrankungen). 
Neben Ängsten können auch geringe Frustrationstoleranz oder Auffälligkeiten in der Persönlichkeit verantwortlich für das auffällige Verhalten des Hundes sein. Ob Frust oder Angst die Ursache ist, bedarf einer sorgfältigen Abklärung. 
Daher sprechen wir über das diagnostische Vorgehen, ehe wir uns zuletzt intensiv den Trainings- und Therapiemöglichkeiten bei Trennungsangst zuwenden.
Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung und Behandlung von Trennungsangst interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, so dass die Teilnehmer erste eigene Ideen für Trainingsansätze entwickeln und die Qualität vorhandener Trainingsansätze kritisch beurteilen können. Einige konkrete Fälle der Teilnehmer werden besprochen, mit Hunden wird jedoch nicht gearbeitet. Das Seminar enthält keine praktischen (verhaltens-) therapeutischen Arbeiten und ersetzt keine (Verhaltens-) Therapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

 

Referent:
Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

Mai 2018

Wochenendseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Adam Miklosi in Düsseldorf

Wie Hunde Problemen lösen: 

– Verhalten und Kognition

– soziale Intelligenz, Spielkommunikation, Stimmungsübertragung  

5./ 6. Mai 2018  – 5. Mai  10 – 17 Uhr / 6. Mai 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 190,- € incl. 19 % MwSt

Dr. Adam Miklosi: Wie Hunde Probleme lösen: Verhalten und Kognition / neueste Forschungsergebnisse
Denken – oder lateinisch „Kognition“ ist ein umstrittenes Konzept in der Verhaltensbiologie.
Das Problem ist noch komplizierter im Falle des Hundes, denn häufig berichtete man ohne wissenschaftliche Beweise über „sprechende“, „lesende“ oder „zählende“ Hunde.
In den meisten Fällen konnte man aber diese Fähigkeiten nach gründlichen Untersuchungen nicht mehr dem Hund zuschreiben.

In diesem Seminar werden wir über die modernen Forschungsergebnisse von den letzten Jahren sprechen, wobei sich herausstellt, dass die Hunde während der Interaktion mit der Umwelt komplexe Denkprozesse zeigen.

Es ist oft sinnvoll, dass man zwischen der
– physischen (ökologische) und der
– sozialen Umwelt unterscheidet.
Wir könnten annehmen, dass Hunde den Wölfe ähnlich kognitive Leistung zeigen sind, wenn es um ihre Problemlösungsfähigkeiten in physischer (ökologische) Umwelt geht. Doch im Verhältnis zur sozialen Umwelt können große Unterschiede auftreten.

Es wird veranschaulicht, wie Hunde im Raum sich orientieren und Objekte geistig repräsentieren und wie sie unterschiedliche physikalische Probleme lösen.
Wir werden auch probieren solche Konzepte, wie z. B. Selbsterkennung oder Wunschvorstellungen zu objektivieren und zeigen, wie man solche Fähigkeiten bei Hunden erforschen kann.

Dr. Udo Ganslosser:  soziale Intelligenz, Spielkommunikation, Stimmungsübertragung
Auch im Bereich des sozialen Zusammenlebens spielen kognitive Prozesse eine Rolle.
Kognition wird ja im allgemeinen so definiert daß ein Lebewesen im Gehirn eine sog. innere Repräsentation verschiedener Situationen, Sozialpartner oder Gebiete haben, und zwischen diesen durch „rein geistige Leistung“, also gewissermaßen gedanklich Verknüpfungen herstellen kann.
Im sozialen Bereich gehören dazu, in Bezug auf Hundeartige, beispielsweise
– die Kommunikation über Spielabsichten („alles nur Spiel“)
– die Erkenntnis der Glaub(un)würdigkeit („Wer einmal lügt dem glaubt man, aber irgendwann eben nicht mehr“)
– Stimmungseinschätzung („dem gehts gerade dreckig, um den muß ich mich kümmern…“) uvam.

zu diesen sozialen Erkenntnisfähigkeiten werden wir Beispiele aus neueren und klassischen Studien vergleichen

REFERENTEN:
Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
Er wird auf spannende und verständliche Weise über die soziale Intelligenz, Spielkommunikation und Stimmungsübertragung beim Hund aus biologischer Sicht referieren.

Dr. Adam Miklosi, – spricht sehr gut deutsch – wird in unterhaltsamer Form ausführlich über Verhalten und Kognition referieren und darüber, wie Hunde Probleme lösen. “Budapest ist seit Jahren eine Metropole der Verhaltensforschung an Hunden. Unter dem Forschungsleiter Dr. Adam Miklosi wurde an der Budapester Eötvös Universität die weltweit größte Arbeitsgruppe zur Erforschung der Beziehung Hund und Mensch aufgebaut. Im Unterschied zu früheren Forschungen werden die Versuchtiere hier systematisch gemeinsam mit ihren Bezugspersonen getestet. Denn wenn es um soziale Intelligenz geht, muss man beide Partner im Blick haben.
Jedes Tier passt sich seiner natürlichen Umgebung an. Und die natürliche Umgebung des Hundes ist heute die des Menschen. Daher entwickelt er in gewisser Weise menschliche Intelligenz.
Neuen Studien zufolge schlägt der Vierbeiner bei einigen Aufgaben sogar Schimpansen oder Gorillas – etwa bei der richtigen Deutung komplexer menschlicher Gesten.”