2019

Bei der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer beantragt

Tagesseminar mit Dr. Juliane Kaminski und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

Der soziale Hund / Ökologie und Evolution des sozialen Systems der Caniden 

Samstag, 6. April 2019 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- € (Beide Tage 6. und 7. April 180,- €)

In den letzen Jahren hat die Forschung rund um den Hund rapide zugenommen. Der Hund ist zu einem Lieblingsobject der Verhaltensforschung geworden. Bei den vielen neuen Erkenntnissen ist es daher manchmal eine Herausforderung noch den Ueberblick zu behalten. Dieses Seminar versucht einen Ueberblick zu geben ueber die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft.

 

Dr Juliane Kaminski:  Der soziale Hund: 

  • Neuste Erkenntnisse darueber wie Hunde ihr soziales Umfeld verstehen.
  • Sind Hunde empathisch?
  • Verstehen Hunde was andere sehen oder wissen?
  • Arbeiten Hunde zusammen um ein Problem zu loesen?
  • Haben Hunde die Motivation anderen (Hunden oder Menschen) zu helfen?

 

Dr Ganslosser:  Ökologie und Evolution des sozialen Systems der Caniden 

  • Zusammenhänge zwischen Jungtierentwicklung, Beutegröße, Konkurrenz und Reviergröße mit der Grupppenstruktur und den sozialen Mechanismen
  • Körpergröße, Welpenzahl und Geburtsgewicht
  • warum Füchse mehr Weibchen, Wölfe mehr Rüden tolerieren
  • Und dann war da noch das Gehirn….

 

REFERENTEN:  

Dr. Juliane Kaminski ist Senior Lecturer an der University of Portsmouth, Zentrum für evolutionäre und vergleichende Psychologie. Zuvor war sie unter anderem am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und am Churchill College der University of Cambridge wissenschaftlich tätig. In der Hundeforschung ist sie seit etwa 15 Jahren aktiv, wobei ihr besonderes Interesse den kognitiven Fähigkeiten des Haushundes vor allem im Vergleich zu anderen Arten wie Schimpansen oder Wölfen gehört. Juliane Kaminski spricht sehr gut Deutsch und Englisch.

Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.

Tagesseminar mit Dr. Juliane Kaminski und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

Der kommunikative Hund / Wichtige (und zT neue) Erkenntnisse zur Sinnesökologie der Hundeartigen 

Sonntag, 7. April 2019 von 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 95,- €  (Beide Tage 6. und 7. April 180,- €)

In den letzen Jahren hat die Forschung rund um den Hund rapide zugenommen. Der Hund ist zu einem Lieblingsobject der Verhaltensforschung geworden. Bei den vielen neuen Erkenntnissen ist es daher manchmal eine Herausforderung noch den Ueberblick zu behalten. Dieses Seminar versucht einen Ueberblick zu geben ueber die neusten Erkenntnisse aus der Wissenschaft.

Dr. Juliane Kaminski: Der kommunikative Hund: 

  • Neuste Erkenntnisse aus dem Bereich der Hund-Mensch Kommunikation
  • Verstehen Hunde uns?
  • Verstehe Hunde was wir sagen?
  • Was zeigen neuere Untersuchungen zur Mimik des Hundes?

Dr. Udo Ganslosser: Wichtige (und zT neue) Erkenntnisse zur Sinnesökologie der Hundeartigen 

  • keine Kommunikation ohne Sinnesorgane.  Oder: Springt der Fuchs im Schnee nach Norden??
  • Was können wir in unserer Kommunikation mit dem Hund von den innerartlichen Abläufen lernen?
  • wie signalisieren Caniden untereinander in Kooperation und Konflikt?

REFERENTEN:

Dr. Juliane Kaminski ist Senior Lecturer an der University of Portsmouth, Zentrum für evolutionäre und vergleichende Psychologie. Zuvor war sie unter anderem am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und am Churchill College der University of Cambridge wissenschaftlich tätig. In der Hundeforschung ist sie seit etwa 15 Jahren aktiv, wobei ihr besonderes Interesse den kognitiven Fähigkeiten des Haushundes vor allem im Vergleich zu anderen Arten wie Schimpansen oder Wölfen gehört. Juliane Kaminski spricht sehr gut Deutsch und Englisch.

Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.

APRIL

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf
Die Entwicklung des Gehirns über die Lebensspanne – und was das für die Praxis bedeutet
 
  • wie Probleme im Erleben und Verhalten von Hunden entstehen
  • wie Lernen auf neurobiologischer Ebene funktioniert und 
  • wie man die Entwicklung des Gehirns bewusst und unbewusst beeinflusst
Samstag, 27. April 2019  von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Das Gehirn entwickelt sich aus der Interaktion von Genen und Umwelt. 
Dieser Prozess beginnt noch vor der Geburt und endet erst, wenn das Gehirn seine Aktivität im Tod vollständig eingestellt hat. 
Diese Entwicklung zu verstehen ermöglicht Hundehaltern und Trainern zu verstehen, wie Probleme im Erleben und Verhalten von Hunden entstehen, wie Lernen auf neurobiologischer Ebene funktioniert und wie man die Entwicklung des Gehirns bewusst und unbewusst beeinflusst. 
 
Dieser Prozess von Aufbauen, Umbauen und Degeneration bringt das individuelle Verhalten des Hundes in den einzelnen Lebensphasen hervor. 
Um Hundeverhalten besser zu verstehen, ist es daher hilfreich, mehr über die Entwicklung des Gehirns zu wissen.
 
– vor der Geburt
Das Seminar beginnt vor der Geburt des Hundes mit der Entstehung des
Gehirns aus der befruchteten Eizelle, 
seiner pränatalen Entwicklung und der Interaktion von Umwelt
(pränatale Erfahrungen, Gifte, Stress, u. a.) und Genetik in diesem Stadium. 
Indem wir betrachten, was in diesem Entwicklungsschritt schiefgehen kann,
wird verständlich, warum einige Welpen bereits mit Problemen zur Welt kommen. 
 
– Nach der Geburt beginnt der erste große Umbau des Gehirns. 
Umwelteinflüsse gewinnen jetzt an Bedeutung. 
Das Gehirn des Welpen durchlebt verschiedene Entwicklungsschübe und
sensible Phasen. 
Indem wir die Prozesse in dieser Phase betrachten, verstehen wir mehr darüber,
was Welpen brauchen und warum sie es brauchen.
 
– In der Pubertät erfährt das Gehirn erneut einen bedeutsamen Umbau.
Jetzt tritt die Persönlichkeit deutlich hervor, Empathie und Selbstkontrolle
gewinnen an Bedeutung. 
 
Wir betrachten das Gehirn beim Erwachsenwerden und verstehen dadurch,
was pubertierende Hunde leisten können (und was nicht) und welche Bedingungen
ihnen helfen, verlässliche Sozialpartner zu werden.
 
– das erwachsene Gehirn
Auch das erwachsene Gehirn bleibt plastisch, verändert sich, ermöglicht dadurch
lebenslanges Lernen auf kognitiver und emotionaler Ebene.
Zu wissen, wie das Gehirn lernt, ermöglicht uns zu verstehen, wie z. B. psychische und
Verhaltensstörungen entstehen und unter welchen Bedingungen sich Erleben und Verhalten verändern kann.
 
Im Alter nehmen die degenerativen Prozesse zu. 
Erkrankungen wie Demenz können auftreten.
Aber auch alte Hunde können lernen und sich verändern.
 
Indem wir die Entwicklung des Gehirns über die gesamte Lebensspanne betrachten, werden Zusammenhänge deutlich, die bei der Betrachtung nur einzelner Lebensphasen verloren gehen. 
 
Nach dem Seminar haben die Teilnehmer einen ganzheitlicheren Blick auf ihren Hund und können ihre Erziehungs- und Trainingsmaßnahmen auf seine neurobiologische Struktur und deren Bedürfnisse abstimmen. 
 
Das Seminar richtet sich an Hundehalter und Hundetrainer. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.
 
 

 

Referent:

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von  dogumen zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf

Neuropsychologische Erkenntnisse helfen beim Lernen

  • verschiedene Arten von Gedächtnisspeichern
  • wie kann man Trainingsmethoden darauf abstimmen 
  • operante, klassische Konditionierung, Beobachtungslernen
  • Funktionsweise der Gedächtnisse
Sonntag, 28. April 2019 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €

Was haben Familienhunde, Jagdhunde, Drogensuchhunde, Schutzhunde, Mantrailer, Dogdancer und Agilityfans gemeinsam? Erziehung und Ausbildung von Hunden funktioniert, weil Hunde lernen können, und auch Hundehalter lernen ständig dazu. 

  • Einige lernen schneller, andere langsamer, einige wirken unbelehrbar. 
  • Kann man da was machen?
  • Hunde und Menschen haben nicht nur ein einziges Gedächtnis, sondern viele verschiedene Gedächtnisspeicher. 

Jeder Speichertyp funktioniert anders, weil unterschiedliche Strukturen im Gehirn an der Speicherung von Informationen beteiligt sind. Wenn Hunde oder Kunden etwas lernen, ist es wichtig, daß der Hundetrainer oder –halter weiß, mit welchem Gedächtnis er es gerade zu tun hat, damit er seine Trainingsmethoden darauf abstimmen kann. 

Dann findet sich auch eine Lösung, wenn Trainer, Hund und Halter nicht mehr weiterkommen.

Das Seminar beginnt zur Orientierung mit einer kurzen Führung durch das komplexe Organ Gehirn. Nach kurzer Zeit kann jeder Teilnehmer die wichtigsten Landmarken aufzählen und findet sich allein zurecht. 

Dann nähern wir uns auf leicht verständliche Art gemeinsam der grundlegenden Funktionsweise des Gehirns. 

  • Wir beschäftigen uns mit den verschiedenen Arten von Gedächtnisspeichern. 
  • Dabei wagen wir uns weit über operante und klassische Konditionierung sowie das Beobachtungslernen hinaus. 
  • Dann leiten wir wichtige Schlussfolgerungen für das Hunde- und Haltertraining aus der Funktionsweise der Gedächtnisse ab.

Dabei wird schnell klar, dass kleine Veränderungen große Wirkung haben können. 

Anschließend ist jeder Teilnehmer in der Lage, sich selbst eine kritische Meinung zu den Lehrmethoden zu bilden, mit denen Hunde und Halter in Erziehung, Ausbildung und Beschäftigung konfrontiert werden. Hundehalter und Ausbilder wissen, wann und auf welche Weise sie am besten das gerade aktive Gedächtnis ihres Hundes ansprechen, und Hundetrainer entwickeln viele kreative Ideen, mit denen sie auch ihren menschlichen Kunden das Lernen leicht machen.

 

Referent:

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von  dogumen zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

MAI

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Kate Kitchenham in Düsseldorf
 

HUNDEFORSCHUNG AKTUELL

  • Lernen & Intelligenz
  • Studien aus dem Innern des Kopfes
  • Domestikation
  • Lebensgeschichte des Hundes
  • Held Hund
 
Samstag, 25. Mai 2019 von 10 – 17 Uhr
Teilnahme: 95,- € incl. 19 % MwSt.
 
 
In diesem Theorieseminar bekommen wir Einblicke in Studien aus aktuellen Forschungen, teilweise angereichert mit Foto- und Filmmaterial, das freundlicherweise von den Forschern zur Verfügung gestellt wurde. Im Frühjahr 2019 erscheint das dritte Buch des beliebten Duos Udo Gansloßer & Kate Kitchenham: darin haben der Zoologe/Verhaltensbiologe und die Wissenschaftsjournalistin aktuelle Forschungen aus den letzten fünf Jahren zusammengetragen.
 
Udo Gansloßer widmet sich dabei den Schwerpunktthemen:
 
Lebensgeschichte
  • Warum sind dicke Hunde depressiv, 
  • kleine und gehorsame langlebiger
  • was können wir von alten Hunden für die menschliche Seniorenforschung lernen
  • warum schützt Alter nicht vor Liebe, aber Liebe vor dem Altern?
 
Held Hund
  • wie können Bordercollies gegen Uferverschmutzung großer Seen helfen?
  • wie können Bärenhunde zum Vergrämen großer Beutegreifer eingesetzt werden? 
  • was haben Wölfe mit dem Chernobylproblem zu tun? 
  • welcher Rhythmus ist besser für Schul- und Therapiehunde – Kleckern oder Klotzen?? 
  • Stört der Hubschrauber den Lawinenhund? 
 
 
Kate Kitchenham bearbeitet diese Inhalte vor:
 
Lernen & Intelligenz
 
Studien aus dem Innern des Kopfes: 
  • was verraten Magnetresonanztomographen über die Erlebniswelt der Hunde? 
  • was wissen wir über Problemkompetenz, Gedächtnis & Erinnerung, Gesichter und Emotionserkennung bei Hunden?
  • welchen habt Einfluss die Persönlichkeit des Menschen und die Trainingsmethode womöglich auf die Persönlichkeitsentwicklung des Hundes?
 
Domestikation
neue Studien aus der Verhaltensforschung, Archäozoologie und Genetik versorgen uns mit neuen Ideen, wie die Entstehungsgeschichte des Hundes und der Beginn der Mensch-Hund-Beziehung abgelaufen sein könnte.
 
 

Referenten:

Kate Kitchenham  studierte Kulturanthropologie und Zoologie, schreibt seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin regelmäßig für ausgezeichnete Zeitschriften wie DOGS und verfasste sieben Fachbücher über Hunde. Ihre über die Jahre gewachsenes Hundewissen macht die Hamburgerin zur Moderatorin („Der Haustiercheck“) und häufig in Sendungen eingeladenen TV-Expertin. Neben TV, Schreiberei und den Vorträgen und Seminaren in Deutschland und der Schweiz bietet sie in Lüneburg ein individuelles Coaching für Hunde-Menschen-Teams an.

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und verständliche Weise über die Neurobiologie des Lernens beim Hund aus biologischer Sicht referieren.

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Martin Fischer in Düsseldorf

Anatomie und Physiologie des Hundes –
eine faszinierende Reise durch den ganzen Hund, Organe und ihre Funktionen werden aus zoologischer, evolutiver und Verhaltenssicht besprochen

So. 26. Mai 2019 von 9.30 bis 16.30 Uhr / Teilnahme 95,- € incl. 19 % MwSt.

Verhalten, Physiologie und Anatomie bilden eine Einheit, deren Zusammenspiel entschlüsselt werden muss, um Organismen und in unserem Falle Hunde immer besser zu verstehen.

Die Anatomie des Bewegungsapparates und seine physiologische Leistungsfähigkeit machte den Wolf zu einem der ausdauerndsten Läufer mit einem spezifischen Jagdverhalten. Auch bei domestizierten Wölfen also Hunden bestimmt dies noch immer den Bedarf an Auslauf, an Lauf- oder Sprintmöglichkeiten u.ä..

Die langjährigen Studien zur Fortbewegung verschiedener Hunderassen und zu deren funktioneller Anatomie werden den Zuhörern so vorgestellt, dass scheinbar komplexe Sachverhalte verstanden werden.

In den letzten Jahren forschten Dr. Fischer und sein Team nicht mehr nur am Bewegungsapparat des Hundes, sondern auch an 

  • Schädel
  • Schädelform
  • Bezahnung
  • Bindegewebe / Faszien.
  • seit 2017 neue Erkenntnisse zu Kreuzbandrissen verschiedener Hunderassen
  • eine Doktorarbeit zum Thema Agility brachte ebenfalls neue Erkenntnisse 

Zusammen mit den Erkenntnissen zum Verhalten besonders auch dessen hormoneller Grundlagen, wie sie von Udo Gansloßer in vielen Studien erarbeitet werden, und im Dialog der beiden Wissenschaftler entsteht ein neues Verständnis des Hundes.

Referenten: 

Prof. Dr. Martin S. Fischer, Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie mit Phyletischem Museum, Friedrich- Schiller-Universität Jena

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.  

Juli

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Gerd Leder in Düsseldorf
 
AUSLASTUNG / BESCHÄFTIGUNG / NICHTSTUN
Auslastung, ein Allheilmittel bei unterschiedlichem Fehlverhalten des Hundes oder wer schläft, sündigt nicht…..
 
Samstag, 6. Juli 2019 von 9.30 – 16.30 Uhr
Teilnahme 95,- €
 
 
Gerd Leder:
 
Ihr Hund muss mehr ausgelastet werden – Kennen Sie diesen Satz aus Hundetrainermund? 

Auslastung wird gerne und oft als eine Art Allheilmittel bei unterschiedlichem Fehlverhalten des Hundes angepriesen. 
 
Wir schauen uns Fragen an wie z.B.:
  • Stimmt das überhaupt? 
  • Was ist sinnvolle Auslastung eigentlich? 
  • Welche Rolle spielt die Rasse dabei? 
  • Braucht ein Jack Russel Terrier die gleiche Auslastung wie eine Bordeaux-Dogge? 
  • Müssen wir unsere Hunde wirklich bespassen? 
  • Sollen Hunde in ihren genetisch disponierten Anlagen ausgelastet werden? 
  • Welche Rolle spielt die geistige Auslastung eines Hundes? 
  • Bei welchen Rassen kann sie sinnvoll eingesetzt werden? 
 
Diesen und anderen spannenden Fragen geht der Rassespezialist und Hundetrainer Gerd Leder an diesem Tag auf den Grund.
 
 
 
Dr. Udo Ganslosser:

Eigentlich ist schon der Begriff Auslastung gefährlich, weil meist dadurch der falsche Weg, zum Höher/Schneller/Weiter und damit in Richtung Sucht und Hyperaktivität eingeschlagen wird. 

 

Hund sein bedeutet genüßliches Nichtstun, unterbrochen von wenigen, dann aber sinnvollen Tätigkeiten.
  • selbstverschaffte Erfolgserlebnisse führen zu mehr Sicherheit, 
  • schon die Anwesenheit des Halters verbessert die Bindungsqualität 
  • wer gut gemachte Kopfarbeit erfolgreich löst, hat weniger Geräuschangst.
  • Und wer schläft sündigt nicht – auch als Hund!

Wie schafft man diese Balance, und was können wir dazu aus Neurobiologie, Ökologie und Verhaltensforschung lernen??
 
 
Dieses Seminar richtet sich an Hundeberufler und interessierte Hundehalter
REFERENTEN:
 
Dr. Udo Gansloßer,Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
 
Gerd Leder, gehörte nach seinem Studium der Geografie zum Mitarbeiterstamm von Dr. Erik Zimen und gilt als ausgewiesener Experte hinsichtlich der Entstehung und Verbreitung unserer Haushundrassen und ihren Ursprüngen.
Seit 2009 ist er zertifizierter Hundetrainer, er hält Vorträge und Seminare und betreibt seit 2000 eine Hundeschule. Nicht nur seine offene und unkomplizierte Art, sondern auch sein großer Wissensschatz, den  an die ZuhörerInnen weiter gibt, machen die Veranstaltungen mit ihm zu einem Erlebnis.
Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Gerd Leder in Düsseldorf
 
WELCHER HUND FÜR WEN? 
Auswahlkriterien aus Sicht eines Verhaltensbiologen und eines Hunderasse-Experten/Hundetrainers  
  • Welpe oder erwachsener Hund?
  • Designerdog, Jagdhund, Hütehund, Retriever, etc?
  • Tierheim / Ausland / Hobbyzucht / Züchter?
  • Was ist denn wirklich wichtig bei der Wahl des Hundes und was muss ich bei der Erziehung beachten?
 
Sonntag, 7.Juli 2019 von 9.30 – 16.30 Uhr
Teilnahme 95,- €
 
 
PD Dr Udo Ganslosser wird die Thematik jeweils aus den Blickwinkeln eines Verhaltensbiologen einleiten, und mit wissenschaftlich gestützten Daten zur Genetik, Verhaltensstudien und -statistiken, Physiologie und Stoffwechsel, Sinnesphysiologie ergänzen
 
Gerd Leder wird dann aus der Sicht eines Hunderassenexperten und des erfahrenen Praktikers anwendungsbezogene Aspekte besprechen. 
 
Folgende Themen sollen behandelt werden
 
Soll ich mir einen Designerdog wie z.b. Labradoodle, Goldendoodle, Pudel-Mops, Wäller u.v.m oder vielleicht doch einen Jagdhund (Weimeraner und Co.) oder etwa einen Hütehund (Bordercollie und Co.), oder gar eine, als Familienhund beschriebene, Retrieverart, oder einen Herdenschutzhund oder einen Hund aus dem Tierheim / Ausland / Hobbyzucht / Listenhund, oder, oder, oder holen? 
 
  • Soll es ein Welpe oder ein erwachsener Hund sein? 
  • Ist der Hund aus Ungarn wirklich ein Goldenretriever Mix oder vielleicht doch ein reinrassiger ein Kuvasz? 
  • Ist der Straßenhund aus Griechenland wirklich ein Aussie-Mix? 
  • Wie ist das denn, wenn der überbeschäftigte Hund auf einmal nicht mehr beschäftigt wird. 
  • Oder der Hund der Beschäftigung/Auslastung möchte nichts in dieser Richtung bekommt?
 
Um diese Fragen geht es:
 
  • Welcher Hund passt denn zu mir/uns?
  • Welche Kriterien soll denn der Familienhund erfüllen? / Gibt es die Rasse Familienhund eigentlich?
  • Warum machen die einen Hunde Probleme, die anderen nicht und warum klappt es mit DEM HUND beim Nachbarn und bei mir/uns nicht?
  • Gibt es den gefährlichen/ ungefährlichen Hund?
  • Was ist denn wirklich wichtig bei der Wahl des Hundes?
  • Was muss ich denn bei der Erziehung beachten?
  • welche Auswahlkriterien?: Showlinie/Leistungszucht/Hobbyzucht/Straßenhund/Tötungsstation/Tierheim?
Warum es oft besser ist die Finger vom Hund seiner Wahl zu lassen wird vom Hunderassenexperten Gerd Leder und dem Verhaltensbiologen kritisch, fachlich und mit einer Portion Ironie dargelegt
 
 
 
REFERENTEN:
 
Dr. Udo Gansloßer,  Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
 
Gerd Leder, gehörte nach seinem Studium der Geografie zum Mitarbeiterstamm von Dr. Erik Zimen und gilt als ausgewiesener Experte hinsichtlich der Entstehung und Verbreitung unserer Haushundrassen und ihren Ursprüngen.
Seit 2009 ist er zertifizierter Hundetrainer, er hält Vorträge und Seminare und betreibt seit 2000 eine Hundeschule. Nicht nur seine offene und unkomplizierte Art, sondern auch sein großer Wissensschatz, den  an die ZuhörerInnen weiter gibt, machen die Veranstaltungen mit ihm zu einem Erlebnis.

September

Tagesseminar mit Dr. Irene Sommerfeld Stur und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf
 
Die 13 Sünden der modernen Rassehundezucht / RASSETYPISCHES VERHALTEN
Samstag, 14. September 2019 von 10 – 17 Uhr
Teilnahme 95,- €

 Dr. Irene Sommerfeld Stur: Die 13 Sünden der modernen Rassehundezucht

  • Warum überhaupt ein Rassehund – wäre der Mischling die bessere Lösung?
  • Was ist von den Doodles zu halten
  • Woher kommen die Probleme der Rassehundezucht?
  • Was ist denn so schlimm an Inzucht?
  • Warum gibt es immer mehr und mehr  Erbkrankheiten?
  • Was heißt denn Qualzucht – Möpse sind doch niedliche Plaudertaschen – oder?
  • Was könnte man gegen das Dilemma der Rassehundezucht tun?
  • Wo kann man einen Hund kaufen – Züchter (Verbandszüchter versus Hinterhofzüchter) –  Inserate – Kofferraum-/Wühltischwelpen – Tierschutz
  • Die Bedeutung einer guten „Kinderstube“
  • Woran erkennt man einen guten Züchter
  • Welche Fragen sollte man einem Züchter seiner Wahl stellen

 

Dr. Udo Ganslosser:  RASSETYPISCHES VERHALTEN

Gibt es überhaupt rassetypisches Verhalten? Und wenn ja, welches?

Wie könnten rassetypische Verhaltensbereiche aussehen

  • zB Persönlichkeit und Streßbelasbarkeit
  • Hormonsysteme
  • Lernverhalten
  • Selbständigkeit vs. Kooperationsbereitschaft
  • Veränderung von Reizschwellen….und wie könnte/kann man sie feststellen?

 

REFERENTEN:  
Dr. med. vet. Irene Sommerfeld Stur, Veterinärmedizinischen Universität Wien; 
Arbeitsbereiche u.a.: Kynologische Genetik: Populationsgenetische Studien in Hundepopulationen / 
Bekämpfung von Erbfehlern / Epidemiologische Aspekte von züchterischen Screening Verfahren / Beratung von Züchtern, Zuchtverbänden und Gesetzgebern.
Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
Tagesseminar mit Dr. Irene Sommerfeld Stur und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf
 
GENETIK UND VERHALTEN / GEFÄHRLICHE RASSEN – GEFÄHRLICHE HUNDE
Sonntag, 15. September 2019 von 9.30 – 16.30 Uhr
Teilnahme 95,- €
 
Dr. Udo Ganslosser : GENETIK DES VERHALTENS
  •  Genetik des Verhaltens allgemein – wenns keine Gene für Verhalten gibt, was dann?
  • Was ist Aggression, was Jagdverhalten, und warum kann ein Hund sonst noch unfreundlich sein?
  • Beispiele rassebezogenener Gesetze und Verordnungen in anderen Ländern, und deren Effektivität
  • Das Phänomen der Akkulturation (=Gewöhnung) liegt an der Basis rassistischer Ausgrenzung  ggb Hunden wie Menschen
  • Möglichkeiten der Erforschung rassetypischen Verhaltens
     
 
 
 Dr. Irene Sommerfeld Stur:  Gefährliche Rassen – gefährliche Hunde 
  •  Evolution und Domestikation – Rasseentstehung – Rasseentwicklung – Entwicklung rassetypischer Verhaltensweisen
  • Grundlagen der Hypothese der Gefährlichkeit auf Grund der Rassezugehörigkeit –  häufige Fehler bei der Interpretation von Studienergebnissen
  • Was macht einen Hund  gefährlich – rassebezogene  und rasseunabhängige Faktoren
  • Was gibt es für Möglichkeiten Menschen vor Hunden zu schützen

    REFERENTEN:  
    Dr. med. vet. Irene Sommerfeld Stur, Veterinärmedizinischen Universität Wien; 
    Arbeitsbereiche u.a.: Kynologische Genetik: Populationsgenetische Studien in Hundepopulationen / 
    Bekämpfung von Erbfehlern / Epidemiologische Aspekte von züchterischen Screening Verfahren / Beratung von Züchtern, Zuchtverbänden und Gesetzgebern.
    Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.

September

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf

DAS WESEN DES HUNDES – Über die Interaktion von Geist und Materie

Samstag, 28. September 2019 von 9.30 – 16.30 Uhr

Teilnahme 95,- €

Menschen und Hunde sind materielle Wesen, die mit einer materiellen Welt interagieren.

Lange Zeit hat sich die Biologie beim Hund auf die Betrachtung dieser materiellen Ebene beschränkt und sich wenig für das Erleben der Hunde interessiert, während die Psychologie sich als eigene Wissenschaft mit den geistigen und seelischen Vorgängen des Menschen befasst hat.

In diesem Seminar übertragen wir die Erkenntnisse der Psychologie vom Menschen auf das Erleben unserer Hunde und verbinden dies mit den Erkenntnissen der Biologie über Gene, Gehirn und Verhalten.

 

Dabei wenden wir uns den großen Fragen des Lebens zu:

  • Wie bringt Materie den Geist und Bewusstsein hervor?
  • Wie entsteht aus den Genen das Wesen und die Persönlichkeit unserer Hunde?
  • Wie steuern Gene unsere Umwelt und unsere Beziehungen?
  • Wie verändert Erfahrung das Gehirn?
  • Wie steuert Erfahrung die Genaktivität?
  • Können Erfahrungen genetisch weitergegeben werden an die nächste Generation?

Bei der Suche nach Antworten bewegen wir uns im Grenzbereich der Wissenschaft. Manche Antworten bleiben wir schuldig, manches wird verständlich beantwortet, doch am Ende des Seminars betrachten wir Menschen und Hunde auf eine ganzheitlichere Weise als materielle und geistige Wesen, die als Tierarten mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen.

Ziel des Seminars ist es, dass wir ein Verständnis des geheimnisvollen Wechselspiels entwickeln, wie der Geist die Materie beeinflusst und die Materie den Geist. 

 

Referent:

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von  dogumen zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf 

 

Neurobiologische Grundlagen:
Was ist Persönlichkeit, wie entsteht sie , wodurch wird sie geprägt und wie wirkt sie sich auf die Beziehungsgestaltung aus?
  • wie erzeugt das Gehirn eine Persönlichkeit und welche Schaltstellen arbeiten dafür zusammen?
  • der Einfluß von Erziehung und Umwelterfahrungen auf die Persönlichkeitsentwicklung 
  • anhand welcher Kriterien können die Teilnehmer die Persönlichkeiten ihrer Hunde und ihre eigene einschätzen? 
  • welche Entwicklungschancen und Konflikte im Alltag sind bei bestimmten Kombinationen (z. B. phlegmatischer Hund und temperamentvoller Halter) zu erwarten?
  • Führungsstile – nicht jeder Stil passt zum Halter und nicht jeder Stil passt zum eigenen Hund. z. B. lernen introvertierte (eine Persönlichkeitseigenschaft) Menschen und Hunde besser und schneller aus Bestrafung, während extravertierte (das Gegenteil) besser aus Belohnung lernen
  • wie entwickelt sich aus einem Persönlichkeitsstil eine Persönlichkeitsstörung 
Sonntag, 29. September 2019 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
Hunde sind Persönlichkeiten. 
Ihre Halter auch.
  • Aber was ist Persönlichkeit? 
  • Wie entsteht sie und wodurch wird sie geformt?
  • Was muss ich als Halter oder Trainer eines Hundes im Umgang mit seiner Persönlichkeit beachten? 
  • Wie wirken sich die Persönlichkeiten von Hund und Halter auf die Beziehungsgestaltung und auf konkrete Alltagsprobleme aus?
Im Seminar beantworten wir diese Fragen aus Sicht der Humanpsychologie. Wir betrachten zunächst auch für unsere Hunde brauchbare Modelle aus der Persönlichkeitspsychologie zur Beschreibung des abstrakten Begriffs „Persönlichkeit“ und sprechen über die verschiedenen Möglichkeiten, die Persönlichkeit eines Individuums anhand von standardisierten Tests zu beschreiben.
Dann machen wir einen Rundgang durch die Gehirne von Hund und Mensch und klären aus neurobiologischer Sicht, wie das Gehirn eine Persönlichkeit erzeugt und welche Schaltstellen dafür zusammenarbeiten. Dabei wird auch der Einfluß von Erziehung und Umwelterfahrungen auf die Persönlichkeitsentwicklung hervorgehoben.

 

Schließlich widmen wir uns der Frage, wie sich die Interaktion der Persönlichkeiten von Hund und Halter auf die Beziehungsgestaltung zwischen ihnen auswirkt. Dabei geht es nicht darum, bestimmte Kombinationen auszuschließen (z. B. phlegmatischer Hund und temperamentvoller Halter) oder dogmatisch festzulegen, welche Persönlichkeit sich mit welcher anderen am besten ergänzt. Stattdessen sprechen wir darüber, welche Entwicklungschancen und Konflikte im Alltag bei bestimmten Kombinationen zu erwarten sind und wie man als Halter gelassener damit umgehen kann. 

 

Daraus ergibt sich dann nicht zuletzt die Diskussion verschiedener Führungsstile, denn nicht jeder Stil passt zum Halter und nicht jeder Stil passt zum eigenen Hund. Z. B. lernen introvertierte (eine Persönlichkeitseigenschaft) Menschen und Hunde besser und schneller aus Bestrafung, während extravertierte (das Gegenteil) besser aus Belohnung lernen, dazu gibt es diverse Studien. Um dies zu verstehen, spreche ich auch darüber, wie das Gehirn Persönlichkeit überhaupt erzeugt. 

 

Zuletzt betrachten wir, wie sich aus einem Persönlichkeitsstil eine Persönlichkeitsstörung entwickelt und ob Hunde davon ebenfalls betroffen sein können. Wir diskutieren, welche Schwierigkeiten dies in der Beziehungsgestaltung mit sich bringt und ob und unter welchen Umständen es sinnvoll ist, eine Therapie in Erwägung zu ziehen. 

 

Ziel des Seminars ist es, eine Vorstellung davon zu bekommen, anhand welcher Kriterien die Teilnehmer die Persönlichkeiten ihrer Hunde und ihre eigene einschätzen können, und welche Konflikte und persönlichen Entwicklungschancen sich aus ihrer einzigartigen Kombination ergeben können. Anhand dessen können die Teilnehmer dann die verschiedenen Ansätze im Hundetraining kritisch einschätzen und den Führungsstil wählen, der am besten zu ihnen und ihrem Hund passt.

 

Wenn ich z. B. temperamentvoll bin und mein Hund eher phlegmatisch, kann ich ausrasten, wenn er trödelt, oder lernen, Geduld zu haben und meine Energien im Interesse meiner Sozialpartner zu zügeln. Mein Hund kann sich genervt und unter Druck gesetzt fühlen von meiner sprunghaften Art und in den Widerstand gehen bzw. nervöser und hektischer werden, oder es schätzen, dass ich eine gesunde Dosis Lebensfreude und Aktivität in sein Leben bringe, je nachdem, wie einfühlsam und achtsam ich mit unserer Beziehung umgehe. 

 

Die Interaktion mit unseren Hunden beinhaltet so immer auch die Aufforderung, sich (als Persönlichkeit) zu entwickeln, zu entfalten und ggf. auch zu mäßigen.
Das Seminar richtet sich an Hundehalter und Hundetrainer. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.
Referent:
Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als ?Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den ?Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ (?dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt ?Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von ?dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Wochenend Theorie – Seminar mit Normen Mrozinski und Carola Mai, Psychologin in  Düsseldorf
Was es mit dem Menschen macht – Hundetraining mit ängstlichen Menschen
Sa., / So., 12. / 13. Oktober 2019  / von 10 – 17 Uhr

Teilnahme 230,- € incl. 19 % MwSt.
„Nachdem Balou mich gebissen hatte, war nichts mehr wie zuvor. 
Eigentlich selbstverständliche Dinge wie Bürsten oder einfach nur Anleinen wurden plötzlich zur kaum zu bewältigenden Herausforderung.“ Eine Kundin
Kaum etwas stellt Hundetrainerinnen vor eine so schwierige Aufgabe wie die Beratung von Menschen, die unter Ängsten in Verbindung mit ihrem Vierbeiner leiden.
Sei es, weil sich der Hund ihnen oder anderen Menschen gegenüber aggressiv verhält, selber Opfer eines Beissvorfalls geworden ist oder der Mensch aus anderen Gründen Angst vor oder um sein Tier hat.
Carola Mai ist Psychologin und auf die Arbeit mit Menschen spezialisiert, die Traumata erlitten haben oder unter Angststörungen leiden. 
Im Rahmen dieses Wochenend-Seminars erklärt Carola Euch, wie Ängste und Angststörungen entstehen und was sie mit den Menschen machen, die unter ihnen leiden.
  • wie wirken sich Angst auf das Denken, Handeln und Erleben aus?
  • warum können die Betroffenen auch in Bereichen handlungsunfähig sein, die mit dem eigentlichen Erlebnis zunächst in keinem Zusammenhang stehen?
Sie berichtet aus der Praxis ihrer Arbeit, gibt Hinweise für die Beratung ängstlicher Menschen und auch die Auseinandersetzung mit unseren eigenen Ängsten wird thematisiert.
Normen Mrozinskiist Hundetrainer und auf die Arbeit mit aggressiven Hunden spezialisiert, die beissvorfällig geworden sind.  Normen greift die gewonnenen Erkenntnisse auf und überträgt diese in die praktische Arbeit mit aggressiven Hunden. 
Er berichtet darüber, wie sich das Verhalten von Hunden dem des Menschen anpasst und was das für die Mensch-Hund-Beziehung und das Training mit solchen Hunden und ihren Menschen bedeutet.
Ziel dieser Fortbildung für Hundetrainer*innen, Tierpfleger*innen und Tierärzt*innen ist es, das notwendige Wissen zu vermitteln, um empathisch und dennoch mit der notwendigen professionellen Distanz schwierige Mensch-Hund-Konstellationen zu beraten: 

Referenten:

 

Carola Mai, Erzieherin und Psychologin, aktuell kurz vor Abschluss der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin. Hundebesitzerin seit 4 Jahren.
Aufgrund von Aggressionsproblemen bei ihrem Hund Ted suchte sie diverse Hundetrainer auf und lernte dabei Normen Mrozinski kennen und schätzen. Bei der gemeinsamen Arbeit entwickelte sich die Idee zu einer Zusammenarbeit. Aufgrund ihrer Erfahrung mit ihrem Hund wurde sie, wie andere Hundebesitzer*innen immer wieder mit Gefühlen wie Angst, Scham, Wut und eigenen Aggressionen konfrontiert. 
Beruflich liegt ihr Schwerpunkt aktuell im Bereich der Arbeit mit traumatisierten Menschen im Einzel- und Gruppensetting, sie hat Berufserfahrung in den Arbeitsfeldern berufliche Rehabilitation, Psychiatrie, Familienhilfe und Familientherapie, Erziehungsberatung und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. 

Normen Mrozinski ist als zertifizierter Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und als Dozent, Autor für Fachzeitschriften, Sachbuchautor („Hütehunde als Begleiter“ und „Aggressionsverhalten beim Hund“) und Blogger tätig und lebt in Norddeutschland.
Als passionierter Hobbyschäfer gilt seine besondere Vorliebe den Hüte- und Treibhunden. 
Als langjähriger Vorsitzender eines Tierschutzvereins setzt er sich zudem für beißvorfällig gewordene Hunde ein.


HINWEIS:
bei der Tierärztekammer Schleswig Holstein als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer beantragt

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Von der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt