alle Theorieseminare werden von der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt

MÄRZ 2018

Tagesseminar mit Kate Kitchenham und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

 DER SOZIALE HUND

Samstag, 10. März 2018 von 10 bis 17 Uhr / Teilnahme 95,- €

Der Hund führt eine Doppelexistenz: einerseits ist er Familienmitglied im Menschenhaushalt, andererseits spielen für ihn die Beziehungen zu anderen Hunden der Umgebung und die Pflege von Freundschaften zu guten Kumpels immer noch eine große Rolle.

  • Wie gelingt ihm der Spagat zwischen den Welten?
  • Was haben neueste Forschungen herausgefunden zur besonderen Mensch-Hund Beziehung?
  • Wie wichtig ist dem Hund die Beziehung zu Artgenossen?
  • Und wie kommt eigentlich die Mehrheit der Hunde ohne den Menschen aus – immerhin leben 85 Prozent der Welthundepopulation nicht auf dem Sofa, sondern auf der Straße.

Spannende Erkenntnisse zum Sozialverhalten des Hundes.

1. Sozialverhalten mit Hunden 

  • Soziale Organisation: Studien an freilebenden Hundegruppen, Kommunizieren: Bellen und Knurren
  • Spielen mit anderen Hunden – neue Studien, Erkenntnisse

2. Sozialverhalten mit Menschen 

  • Spielen mit Menschen
  • Was Hunde über Menschen wissen  und was Menschen über Hunde (zu) wissen (meinen)


3. Neue Studien zur Bindung zwischen Mensch und Hund 

  • Wie Botenstoffe, Stimmungsübertragung, Interaktion und Persönlichkeitsstrukturen die Mensch-Hund-Bindung beeinflussen.


Referenten:

Kate Kitchenham studierte Kulturanthropologie und Zoologie, schreibt seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin regelmäßig für ausgezeichnete Zeitschriften wie DOGS und verfasste sieben Fachbücher über Hunde.
Ihre über die Jahre gewachsenes Hundewissen macht die Hamburgerin zur oft eingeladenen TV-Expertin (u.a Stern TV, NDR, ZDF, RTL, Sat1, Bremer Tierladen). Neben der Schreiberei und den Vorträgen für Hundeschulen moderiert sie die erfolgreiche ZDF Sendung “Der Haustiercheck” (www.zdf.de/der-haustier-check/der-haustier-check-39015960.html).

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.

Tagesseminar mit Dr. Ganslosser und Stefan Kirchhoff in Düsseldorf

STREUNER UND STRASSENHUNDE II – STRESS / GRUPPENLEBEN / KLIMA-ANPASSUNG

So.: 11. März 2018 von 9.30 – 16.30 / Teilnahme 95,- €

Stefan Kirchhoff: Streuner und Strassenhunde II

Die Waldhunde von Teneriffa 
  • Lebensfeindliche Gegend, in der die Hunde ohne den Menschen kaum eine Chance haben. 
  • Die schnelle verwilderung von Podenco und Co.
Straßenhunde in der Dominikanischen Republik 
  • Teilzeitstraßenhunde mit Zuhause
Spaziergang mit Streunern 
  • warum schließen sich manche Straßenhunde dem Menschen an?
Die 1000 Waldhunde von Beykoz 
  • Die Ortstreue von Hunden. 
  • hoher Populationsdruck
  • Krankheiten
  • Aggressionen
  • Unzufriedenheit
Die Erdbebenhunde von l Aquila 
  • Menschliche Fürsorge für die Streuner
Die Pompeji Hunde 
  • Futterbettelverhalten, 
  • Überlebensstrategien, 
  • Touristenbegleithunde
Die Hunde vom Vesuv  
  • herrenlose Streuner mit Herrchen und Frauchen, 
  • Beziehung zwischen Streuner und Mensch

Die Demohunde 

 

Dr. Udo Ganslosser: Stress, Gruppenleben, Klima-Anpassungen

  • welcher Stressbelastung sind Hunde aus dem Auslandstierschutz hier ausgesetzt?
  • welche Stresstypen gibt es, und welche Hormone sind daran beteiligt?
  • was muss in Punkto Lernen und Nähe bei Hunden aus dem Tierschutz oder mit speziellen Verhaltensproblematiken beachtet  werden?
  • soziale Unterstützung durch Gruppenleben
  • Klima-Anpassungen

Referenten:

  • Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
  • Stefan Kirchhoff hat 12 Jahre lang hauptberuflich als staatlich anerkannter Tierpfleger im Bereich Heim- und Pensionstierpflege für den „Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V.“ gearbeitet. Davon war er 5 Jahre lang Beiratsmitglied und als Tierheimleiter angestellt. In dieser Zeit war er auch im Auslandstierschutz tätig und ehrenamtliches Mitglied des Prüfungsausschusses der IHK für Tierpfleger. Er war eineinhalb Jahre lang Stellvertretender Projektleiter des Tuscany Dog Projektes von Günther Bloch, in dem verwilderte Haushunde in Italien beobachtet worden sind. Nach seiner Tierschutztätigkeit dokumentierte er fotografisch das Leben der Straßenhunde und verfasste zu diesem Thema ein Buch und mehrere Artikel in Fachmagazinen. Heute ist er als Hundetrainer, Verhaltensberater und Referent in der Nähe von Bremen tätig.
    Dieser Vortrag ist Hundefreunden und -besitzern, aber auch Züchtern, Hundetrainern und Tierärzten gleichermaßen zu empfehlen!

APRIL

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf

Impulsiv und unberechenbar? – 
Die neurobiologischen Grundlagen der Impulskontrolle

Samstag, 7. April 2018 von 10 – 17 Uhr, Teilnahme 95,- €

Hunde, die für ihre Halter unberechenbar sind, bleiben häufig an der Leine oder können beim Spaziergang oder im Haus kaum aus den Augen gelassen werden. Oft haben Halter und Hundetrainer gemeinsam schon vieles probiert, was normalerweise – bei anderen Hunden – funktioniert. Irgendwann stellt sich auf beiden Seiten tiefe Frustration und das Gefühl von Überforderung ein.
Hat man als Halter etwas falsch gemacht?
Hat man als Hundetrainer etwas übersehen?

Häufig stecken Probleme mit der Impulskontrolle hinter dem unberechenbaren Verhalten. Dabei können sich viele Symptome entwickeln:
Aggressives Verhalten, unkontrollierte Flucht, kaum steuerbares Jagdverhalten, suchtartiges Verhalten, Hyperaktivität und Konzentrationsprobleme sind nur einige Beispiele.
Wie ist es so weit gekommen und was kann man noch tun?

In diesem Seminar suchen wir mithilfe neurowissenschaftlicher Erkenntnisse nach Antworten.

  • Wie entsteht ein Handlungsimpuls im Gehirn und wie wird er zur Handlung?
  • Woher kommt die Motivation, sich auf eine bestimmte Art zu verhalten?
  • Wie kontrollieren Säugetiere ihre Impulse?
  • Warum klappt das bei manchen Hunden besser und bei anderen scheinbar gar nicht?
  • Welchen Einfluß haben die Entwicklungsbedingungen und die Lernumgebung, in denen der Hund aufwächst?
  • Welchen Einfluß hat die Erziehung durch den Halter?
  • Welche psychischen und neuropsychologischen Erkrankungen wirken sich negativ auf die Impulskontrolle aus?

Ausgehend von der humanpsychologischen Perspektive zur Behandlung von Problemen mit der Impulskontrolle suchen wir nach übertragbaren Ansätzen zum Umgang mit unberechenbaren Hunden und nach Präventionsmöglichkeiten.

  • Wie fördert man Impulskontrolle beim sich entwickelnden Gehirn?
  • Welche Therapieansätze gibt es, um das erwachsene Gehirn im Bereich der Impulskontrolle zu trainieren?
  • Welchen Erfolg hat Strafe bei Impulskontrollstörungen? Welche Alternativen gibt es, um Hemmung und Impulskontrolle zu fördern?
  • Was für Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich an?
  • Welche Rahmenbedingungen braucht jemand, der sich selbst nicht gut im Griff hat?

Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer auf dieser Grundlage eigene Ideen zum Umgang mit unberechenbaren Hunden entwickeln und vorhandene Ansätze kritisch bewerten können.

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für die neurobiologischen Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung von Problemen mit der Impulskontrolle interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht bearbeitet. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Referent:

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

 Tagesseminar mit Robert Mehl, Psychologe in Düsseldorf

TRENNUNGSANGST BEIM HUND

Sonntag, 8. April 2018 von 10 – 17 Uhr, Teilnahme 95,- €

Schreien, Bellen, Pinkeln, Wutanfälle, Terror. 
Einige Hunde drehen durch, wenn ihre Menschen sie allein lassen. 
Manchmal darf man das Haus nicht ohne sie verlassen, manchmal nicht einmal den Raum. 
Nicht nur Hunde haben Trennungsangst, auch aus der Humanpsychologie kennen wir dieses Phänomen bei Kindern. Daher betrachten wir dieses Problem bei Hunden aus humanpsychologischer Perspektive.
Zunächst sprechen wir über die entwicklungspsychologischen Grundlagen, insbesondere die Bedeutung der Bindung und frühen Beziehungserfahrungen. 

Aus den oft dramatischen Unmutsäußerungen des Hundes entwickeln sich ungünstige Verhaltensmuster der Menschen, die mit den Ängsten des Hundes überfordert sind und das Problem unabsichtlich verstärken können. 

Trennungsangst kann von weiteren Angststörungen begleitet werden, aber auch psychosomatische Erkrankungen sind nicht ungewöhnlich (körperliche Beschwerden ohne körperlich auffindbare Ursache; häufig Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, stressbedingte Erkrankungen). 

Neben Ängsten können auch geringe Frustrationstoleranz oder Auffälligkeiten in der Persönlichkeit verantwortlich für das auffällige Verhalten des Hundes sein. Ob Frust oder Angst die Ursache ist, bedarf einer sorgfältigen Abklärung. Daher sprechen wir über das diagnostische Vorgehen, ehe wir uns zuletzt intensiv den Trainings- und Therapiemöglichkeiten bei Trennungsangst zuwenden.

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung und Behandlung von Trennungsangst interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, so dass die Teilnehmer erste eigene Ideen für Trainingsansätze entwickeln und die Qualität vorhandener Trainingsansätze kritisch beurteilen können. Einige konkrete Fälle der Teilnehmer werden besprochen, mit Hunden wird jedoch nicht gearbeitet. Das Seminar enthält keine praktischen (verhaltens-) therapeutischen Arbeiten und ersetzt keine (Verhaltens-) Therapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

 

Referent:

Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

MAI

Wochenendseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Adam Miklosi in Düsseldorf

Wie Hunde Problemen lösen: 

– Verhalten und Kognition

– soziale Intelligenz, Spielkommunikation, Stimmungsübertragung  

5./ 6. Mai 2018  – 5. Mai  10 – 17 Uhr / 6. Mai 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 190,- € incl. 19 % MwSt

Dr. Adam Miklosi: Wie Hunde Probleme lösen: Verhalten und Kognition / neueste Forschungsergebnisse
Denken – oder lateinisch „Kognition“ ist ein umstrittenes Konzept in der Verhaltensbiologie.
Das Problem ist noch komplizierter im Falle des Hundes, denn häufig berichtete man ohne wissenschaftliche Beweise über „sprechende“, „lesende“ oder „zählende“ Hunde.
In den meisten Fällen konnte man aber diese Fähigkeiten nach gründlichen Untersuchungen nicht mehr dem Hund zuschreiben.

In diesem Seminar werden wir über die modernen Forschungsergebnisse von den letzten Jahren sprechen, wobei sich herausstellt, dass die Hunde während der Interaktion mit der Umwelt komplexe Denkprozesse zeigen.

Es ist oft sinnvoll, dass man zwischen der physischen (ökologische) und der sozialen Umwelt unterscheidet.
Wir könnten annehmen, dass Hunde den Wölfe ähnlich kognitive Leistung zeigen sind, wenn es um ihre Problemlösungsfähigkeiten in physischer (ökologische) Umwelt geht. Doch im Verhältnis zur sozialen Umwelt können große Unterschiede auftreten.

Es wird veranschaulicht, wie Hunde im Raum sich orientieren und Objekte geistig repräsentieren und wie sie unterschiedliche physikalische Probleme lösen. Wir werden auch probieren solche Konzepte, wie z. B. Selbsterkennung oder Wunschvorstellungen zu objektivieren und zeigen, wie man solche Fähigkeiten bei Hunden erforschen kann.

Dr. Udo Ganslosser:  soziale Intelligenz, Spielkommunikation, Stimmungsübertragung
Auch im Bereich des sozialen Zusammenlebens spielen kognitive Prozesse eine Rolle.
Kognition wird ja im allgemeinen so definiert daß ein Lebewesen im Gehirn eine sog. innere Repräsentation verschiedener Situationen, Sozialpartner oder Gebiete haben, und zwischen diesen durch „rein geistige Leistung“, also gewissermaßen gedanklich Verknüpfungen herstellen kann.
Im sozialen Bereich gehören dazu, in Bezug auf Hundeartige, beispielsweise

  • die Kommunikation über Spielabsichten („alles nur Spiel“)
  • die Erkenntnis der Glaub(un)würdigkeit („Wer einmal lügt dem glaubt man, aber irgendwann eben nicht mehr“)
  • Stimmungseinschätzung („dem gehts gerade dreckig, um den muß ich mich kümmern…“) uvam.

zu diesen sozialen Erkenntnisfähigkeiten werden wir Beispiele aus neueren und klassischen Studien vergleichen

REFERENTEN:
Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
Er wird auf spannende und verständliche Weise über die soziale Intelligenz, Spielkommunikation und Stimmungsübertragung beim Hund aus biologischer Sicht referieren.

Dr. Adam Miklosi, – spricht sehr gut deutsch – wird in unterhaltsamer Form ausführlich über Verhalten und Kognition referieren und darüber, wie Hunde Probleme lösen. “Budapest ist seit Jahren eine Metropole der Verhaltensforschung an Hunden. Unter dem Forschungsleiter Dr. Adam Miklosi wurde an der Budapester Eötvös Universität die weltweit größte Arbeitsgruppe zur Erforschung der Beziehung Hund und Mensch aufgebaut. Im Unterschied zu früheren Forschungen werden die Versuchtiere hier systematisch gemeinsam mit ihren Bezugspersonen getestet. Denn wenn es um soziale Intelligenz geht, muss man beide Partner im Blick haben.
Jedes Tier passt sich seiner natürlichen Umgebung an. Und die natürliche Umgebung des Hundes ist heute die des Menschen. Daher entwickelt er in gewisser Weise menschliche Intelligenz.
Neuen Studien zufolge schlägt der Vierbeiner bei einigen Aufgaben sogar Schimpansen oder Gorillas – etwa bei der richtigen Deutung komplexer menschlicher Gesten.”

AUGUST

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Martin Fischer in Düsseldorf

Anatomie und Physiologie des Hundes

eine faszinierende Reise durch den ganzen Hund, Organe und ihre Funktionen werden aus zoologischer, evolutiver und Verhaltenssicht besprochen

Sa. / So. 4./5. August 2018
Sa von 10 – 17 Uhr / So von 9.30 bis 16.30 Uhr
Teilnahme 190,- €

Referenten:

Prof. Dr. Martin S. Fischer, Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie mit Phyletischem Museum, Friedrich- Schiller-Universität Jena

Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und verständliche Weise über die kognitiven Fähigkeiten des Hundes aus biologischer Sicht referieren.

SEPTEMBER

Tagesseminar mit Robert Mehl, Psychologe in Düsseldorf

Beratung, Kommunikation und Gesprächstechniken für Hundetrainer 

Samstag, 8. September 2018 von 10 -17 Uhr / Teilnahme 95,- €

Gelegentlich stoßen HundetrainerInnen mit Kunden im Gespräch an ihre Grenzen.
Das ist normal und passiert gelegentlich jedem, der mit anderen Menschen kommuniziert.
Es muss aber nicht so bleiben. 

Bei einigen Kunden hat man vielleicht das Gefühl, auf dem Prüfstand zu stehen oder findet die eigene Kompetenz infrage gestellt. Andere Kunden arbeiten scheinbar einfach nicht mit oder wehren sich innerlich gegen empfohlene Erziehungsmaßnahmen.
Manche Kunden haben „nur eben schnell eine Frage“ oder stehen sich selbst bei der Lösung ihrer Probleme im Weg. 

  • Was will der Kunde eigentlich von mir? 
  • Wie führe ich ein Gespräch – wann führe ich in einem Gespräch und (wann) folge ich? 
  • Wie kann ich mich durchsetzen und wann nehme ich mich zurück? 
  • Wie kommt es zu Missverständnissen und wie kann ich Klarheit schaffen? 
  • Was höre ich alles und worauf antworte ich? 
  • Wie beginne ich ein Gespräch und wie beende ich es pünktlich? 
  • Wie kommen wir im Beratungsgespräch gemeinsam dort an, wo der Kunde ursprünglich hin wollte?

Wer viel mit anderen Menschen kommuniziert, muss natürlich auch sein wichtigstes Instrument gut pflegen: sich selbst.
Die Teilnehmer lernen daher auch Techniken zur Stärkung des Selbstwertgefühls kennen und beschäftigen sich mit Psychohygiene und „Arbeitsschutz“. 

  • Wie komme ich nach einem schwierigen Gespräch wieder runter? 
  • Wie schalte ich nach der Arbeit ab? 
  • Wie setze ich Grenzen und wann wird es Zeit, „nein“ zu sagen? 
  • Was ist Coaching und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer Gesprächs- und Beratungstechniken kennen, mit denen sie auch schwierige Gesprächssituationen bewältigen können. Anhand von Beispielen und persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer werden die Techniken demonstriert.

Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf dem Erstgespräch, in dem eine tragfähige Arbeitsbeziehung zum Kunden aufgebaut wird, und zum anderen auf dem Umgang mit schwierigen Situationen und als schwierig empfundenen Kunden. 

Referent: Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf

Bindung und Beziehungsentwicklung zwischen Hund und Mensch als Ursache für Verhaltensprobleme?

Sonntag, 9. September 2018 von 10 bis 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Verhaltensprobleme von Hunden können vielfältige Ursachen haben.
Häufig wird bei der Ursachenforschung auch die Beziehung zwischen Hund und Halter thematisiert.

Dieses Seminar beschäftigt sich aus einem humanpsychologischen Blickwinkel mit dem Anteil, den schwierige Beziehungsmuster zu Verhaltensproblemen des Hundes beitragen.
Bindung ist nicht dasselbe wie Beziehung. Bindung besteht ursprünglich zwischen Eltern und Nachkommen. Aus den frühen Bindungserfahrungen entwickeln sich die Beziehungsmuster, die das Individuum später anderen Sozialpartnern anbietet. 
  • Wie entsteht eine gesunde und förderliche Bindung? 
  • Wie kann man die Bindungsqualität aus entwicklungspsychologischer Perspektive beschreiben? 
  • Welche Faktoren wirken sich förderlich bzw. negativ auf die Bindung aus? 
  • Wie entwickelt sich die Interaktion von individueller Persönlichkeit und negativen frühen Beziehungserfahrungen zu problematischen Beziehungsmustern, aus denen Verhaltensprobleme entstehen können (z. B. ängstliches, zwanghaftes, aggressives oder unberechenbares Verhalten bis hin zu Persönlichkeitsstörungen)? 
Um diese Fragen zu beantworten werfen wir auch einen Blick auf die neurobiologischen Grundlagen von Bindung und Beziehung, beschäftigen uns mit Erkenntnissen aus der humanen Entwicklungspsychologie und überlegen, welche Forschungsergebnisse sich auf den Hund übertragen lassen. 
Nicht nur der Mensch bringt seinen Beziehungsstil in die Partnerschaft ein, auch der Hund hat mit seiner Persönlichkeit und seinem Beziehungsstil einen Einfluß auf die Beziehungsgestaltung.
Die Interaktion beider Beziehungsmuster kann harmonisch oder herausfordernd sein.
Wir sprechen darüber, wie man (z. B. als Hundetrainer) diese Beziehung diagnostisch beschreiben kann, ohne zu werten oder Schuld zuzuweisen. 
Im letzten Teil des Seminars geht es um die Suche nach Entlastung und einer für beide Seiten angenehmeren Beziehungsgestaltung im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. Damit verbunden ist die Frage, wie man ein belastetes Mensch-Hund-System beraten kann, um durch eine veränderte Beziehungsgestaltung eine Verbesserung der Verhaltensprobleme zu erreichen und Beziehungsmuster konstruktiv zu verändern.
Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht bearbeitet. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Referent: Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

Kleinsymposium mit Dr. Udo Ganslosser und Team, Bettina Hinte-Breindl, Benedikt Hielscher, Anna Ostrowska & Sandra Schöneich, Nora Krätzer in Düsseldorf

HUND UND ÖFFENTLICHKEIT – verschiedene Aspekte zur Wahrnehmung des Hundes in der Gesellschaft

Samstag, 15. September 2018 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Die Erwartungen an und Vorstellungen von einem Hund in der Gesellschaft ändern sich – schneller als die Biologie von Mensch und Hund. Nicht nur wir sind innerlich, wie ein Dichter mal sagte, noch die alten Affen die geistig auf Bäumen hocken und mit Bananen werfen. Auch unser Hund ist innerlich oft noch der streunende Dorfbewohner, mit Vorstellungen von Gruppenleben und  selbstbestimmtem Nichtstun. Wie aber paßt das mit unserer Massengesellschaft zusammen??
Udo Gansloßer und Team werden beispielhaft verschiedenene Bereiche beleuchten in denen hundliche und menschliche Vorstellungen und Vorgehensweisen nicht immer ganz zusammenpassen:
Benedikt Hielscher: Bewegung von Hund und Halter – Anspruch und Wirklichkeit
  • Bewegen sich Hundehalter mehr als Nicht-Hundehalter?
  • Und was sind die Auswirkungen dieser Aktivitäten? 
Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Hundehaltung und Bewegung und wirft dabei einen Blick auf die qualitativen und quantitativen Aspekte der Bewegung mit dem Hund. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob unterschiedliche Rassen unterschiedlich viel Bewegung erhalten und ob die Anforderungen, die von Haltern gestellt werden, den Bedürfnissen der Hunde gerecht werden.
 
Anna Ostrowska & Sandra Schöneich:  Leinenaggressive Hunde & Raufer – Umgang mit unsicheren und impulsiven Persönlichkeiten
Leinenaggressive Hunde und Hunde mit Maulkorb werden in der Öffentlichkeit als Belästigung und Gefahr wahrgenommen.
  • Wir untersuchen die Persönlichkeit der betroffenen Hunde im Vergleich zu nicht aggressiven Hunden. 
  • Worin unterscheiden sie sich? 
  • Wo muss der Hundehalter bei der Rehabilitation ansetzen? 
Bettina Hinte-Breindl: Was Mensch will, was Hund braucht.
Wir und unsere Gesellschaft stellen viele Ansprüche an unsere vierbeinigen Gefährten. 
  • Was wissen wir aber wirklich darüber, was unsere Hunde brauchen? 
  • Und was sollten wir wissen? 
Wir beschäftigen uns mit den entscheidenen Bedarfen unserer Hunde, die wir erfüllen sollten aber nur erfüllen können, wenn wir sie kennen.
 
Nora Krätzer: „Das ist ja ein dicker Hund!“ 
 
Eine Redewendung aus dem Mittelalter, als Reaktion auf etwas Überraschendes, Skandalöses – heutzutage wohl nicht mehr zutreffend, da es sich mittlerweile um eine alltägliche Erscheinung handelt. Aber laut sagen sollte man das besser nicht…..
Warum, was der Hund dazu beiträgt, wie groß der Einfluss des Besitzers ist, u.v.m., sind Fragen, denen ich mithilfe von Fragebögen und Verhaltenstests auf den Grund gehen möchte.

Referenten:

  • Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. 
  • Sandra Schöneich ist Diplom- Biologin und Inhaberin der Hundeschule Hundehafen in Berlin. Neben einer angemessenen Beschäftigung für unsere Hunde liegen ihr besonders die sogenannten Raufer am Herzen.
  • Bettina Hinte-Breindl hat einen Magister in Philosophie und Psychologie und arbeitet in Lübeck als Hundetrainerin.
  • Benedikt Hielscher, M. Sc. Sportwissenschaft – Bewegung und Gesundheit, promoviert zum Bewegungsverhalten von Hundehaltern an der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Anleitung von Prof. Dr. Ingo Froboese.
  • Nora Kraetzer, 27- jährige Tierärztin aus München, die sich schon immer mehr für das Verhalten unserer Vierbeiner interessiert hat als für die Anatomie des Knies.
  • Anna Ostrowska ist Erziehungswissenschaftlerin (M.A.) und folgt seit 2012, mit ihrer Hundeschule „Hundekompass“ in Berlin, ihrer Berufung die Beziehung von Menschen und Hunden zu begleiten.
Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser
Hormonelle Einflüsse auf das Verhalten von Hunden
Neue Erkenntnisse aus der biologischen Forschung  
Sonntag, 16. September 2018 von 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 95,- €

 

  • Hormone und Fortpflanzung
  • Was geschieht schon vor der Geburt?
  • Welche Rolle spielt der Hormonhaushalt der Mutter auf den Nachwuchs
  • Welche Auswirkungen kann Geschlechtsverteilung in einem Wurf haben?
  • kausaler Zusammenhang – Stress und Hormone – was bewirkt Stress beim Hund?
  • Welche Auswirkung auf das Verhalten hat die Kastration beim Hund
  • chemische Kastration
  • Welche Rolle spielen hormonelle Einflüsse auf das Verhalten beim Hund?
  • Hormonell bedingtes Fehlverhalten in Verbindung mit Erziehungsproblemen
     (Aggression, Ängstlichkeit, Dominanz und Rangordnung)
     

    REFERENT:  Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und verständliche Weise über die hormonellen Einflüsse auf das Verhalten des Hundes aus biologischer Sicht referieren.

Von der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt