2022

online Vortrag mit Normen Mrozinski

„Beziehung zwischen Hund und Halter – wenn Trainingsmethoden an ihre Grenzen kommen“

Do. 10.02.2022 19:00 – 21:30 Uhr

Teilnahme: 35,- € (inkl. 19 % MwSt.)

Wenn es darum geht, dem (jungen) Hund etwas neues beizubringen, ist es sinnvoll, sich die Mechanismen klassischer und operanter Konditionierung zunutze zu machen.
Aber spätestens dann, wenn Hunde unerwünschtes Verhalten zeigen, kommt das klassische Hundetraining schnell an seine Grenzen. Die Hunde lernen, Lücken zu finden und sich durchzusetzen oder „funktionieren“ nur, wenn der Mensch vor dem Hund erkennt, dass es zu einer kritischen Situation kommt.

Viele der Hunde, die ich im Tierheim kennenlerne, kennen jede Menge Tricks und Künststückchen, beherrschen jedoch nicht die Grundlagen sozialen Umgangs.

Das ist schade, denn wenn uns ein Haustier zur sozialen Auseinandersetzung einlädt, dann der Hund.

In diesem online Vortrag geht es um Hundeerziehung und -training  jenseits von Konditionierung, Leckerchen, Clicker und Co.

Im Fokus steht die Beziehung zwischen Mensch und Hund; die Lust, sich auf sein Gegenüber einzulassen, das Leben zu teilen und Konflikte anzunehmen und zu lösen.

Das Prinzip ist verblüffend einfach. Wenn wir verstehen, dass unsere Hunde so intelligent und eigenständig sind, dass sie eigene Ideen entwickeln und eigene Ziele durchsetzen können, finden wir auch Antworten auf die Frage, wie wir in bestimmten Situationen reagieren sollen.

Und wenn wir in der Lage sind, für unsere Hunde ernstzunehmende und verlässliche Sozialpartner zu sein, dann haben wir schon die Lösung für eine Vielzahl von möglichen Problemen gefunden.

Referent:
Normen Mrozinski ist als zertifizierter Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und als Dozent, Autor für Fachzeitschriften, Sachbuchautor („Hütehunde als Begleiter“ und „Aggressionsverhalten beim Hund“) und Blogger tätig und lebt in Norddeutschland.

Als passionierter Hobbyschäfer gilt seine besondere Vorliebe den Hüte- und Treibhunden. 
Als langjähriger Vorsitzender eines Tierschutzvereins setzt er sich zudem für beißvorfällig gewordene Hunde ein.

online Vortrag mit Julia Besche und Chris Friedlein

Erziehung, Training oder beides?

Mi. 16.02.2022 19:00 – 22:00 Uhr

Teilnahme: 35,- € (inkl. 19 % MwSt.)

Fragt man Kunden verschiedener Hundeschulen, so geben viele an, sie würden sich eine Verbesserung der Beziehung zu ihrem Hund wünschen. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass dieses Ziel mit klassischem, formellen Training nicht zuverlässig erreicht werden kann.
Wir wollen in diesem Webinar Ideen für ein Training vorstellen und diskutieren, welches die Beziehung im Kontext von Nähe und Distanz in den Blick nimmt. Anhand anschaulicher praktischer Beispiele in Form von Videos soll diese Form der Auseinandersetzung mit dem Hund verdeutlicht werden.

Unsere Gemeinsamkeit? Wir mögen Hunde, die aus dem Raster fallen und ein ähnlicher Blick auf die Beziehung zwischen Menschen und ihren Hunden

Referenten: 
Julia Besche ist hauptberuflich als Verwalterin einer Professur im Fachbereich Soziale Arbeit an einer Hochschule in Niedersachsen tätig und im Nebenberuf Hundetrainerin, zertifiziert nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein. 

Chris Friedlein (Canis Familiaris) hat seine Ausbildung bei CANIS-Zentrum für Kynologie absolviert und ist geprüfter Hundetrainer/Leiter Hundepension nach § 11 TSchG.

Abendvortrag mit Thomas Baumann in Düsseldorf

Beschäftigung für den Familienhund
Erhöhung der Lebensqualität bei Hunden durch individuellen und gezielten Einsatz motivierender Beschäftigungsmodelle

So. 19.06.2022 16:30 – 19:30 Uhr Teilnahme: 35,-€

Die Wahl des richtigen Beschäftigungsmodells ist
zweifelsfrei eines der Kernelemente einer harmonischen Mensch-Hund-Beziehung.
Ob Erziehung, Ausbildung, Therapie oder ganz einfach nur ein glückliches Miteinander, ohne eine zielgerichtete Beschäftigung kann das Leben eines Hundes letztlich nur trist und fade sein. Doch nicht immer MÜSSEN Beschäftigungsmodelle sein. Nicht jeder Familienhund BRAUCHT im Zusammenleben mit seinen Menschen eine zusätzliche Beschäftigung. Und
wenn schon eine sinnvolle Beschäftigung, dann sollte diese den individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen
des Vierbeiners angepasst werden.
Wird unseren Familienhunden ein bestimmtes Beschäftigungsmodell pauschal „übergestülpt“, kann dieser Umstand sogar die Lebensqualität eines Hundes reduzieren. So werden viele Vierbeiner durch übertriebene Beute- bzw. Objektspiele immer wieder sinnlos gepuscht und im Einzelfall bis zu psychischen
und organischen Erkrankungen getrieben. Ball-Junkies werden „produziert“, die am Ende durchaus mit
Alkoholikern verglichen werden können. Eine nicht dosierte Spiel- und Beutearbeit zählt deshalb zu den
häufigsten, stressbedingten „Krankmachern“ unserer vierbeinigen Sozialpartner.
Aber auch mit einer übertriebenen „Leckerli-Motivation“ richten viele Hundehalter und auch Hundetrainer, ohne dies zu bemerken, Schäden an. Insbesondere dann, wenn das soziale Miteinander
dadurch für den Hund nebensächlich wird und er nur noch „funktioniert“, wenn Gegenleistungen ausreichend mit Leckerli honoriert werden. Der Mensch als lebender Futterautomat hat in den vergangenen
Jahren die Mensch-Hund-Beziehung mehr und mehr charakterisiert.
Vortrag und Seminar zu den Themen Auslastung und Beschäftigung schaffen eine deutliche Transparenz zu diesen Problemen und zeigen selbstverständlich Wege, wie man es einfach besser machen kann.

THEMEN
➢ Soziale Motivationsformen
➢ Bindung und Beziehung
➢ Beute-, objektbezogene Motivationsformen
➢ Nahrungsbezogene Motivationsformen
➢ Longier-Training – die fünf Vorteile
➢ Handfütterung als Beschäftigungsmodell
➢ Futterbeutel – Aufbau ohne Beutereize
➢ Zielobjektsuche ZOS / Gegenstandssuche
➢ Solitär-Beschäftigungsmodell

Referent: Der Verhaltensexperte Thomas Baumann ist Autor mehrerer Fachbücher und seit vielen Jahren speialisiert im Umgang mit schwierigen Hunden. Seine leidenschaft gehört dabei analytischen Komplexen, die sich sowohl auf das Konfliktverhalten des Hundes, als auch auf die jeweilige Mensch-hund-beziehung beziehen. Zusammen mit seiner Frau Ina gründete Thomas Baaumann die Tierschutzorganisation Dogworld Stiftung 

ANMELDUNG:
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