Juli 2020

Abendvortrag mit Angelika Lanzerath und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

Spielverhalten und Risiken des objektbezogenen Spiels

Fr., 31. Juli 2020 von 18 – 22 Uhr /Teilnahme 25 €

Das  Spielverhalten  bei Welpen/Junghunden hat prägenden Einfluss auf das  Gehirn und Verhalten des Hundes

  • wozu spielen Kaniden und warum ist  Spiel für deren Entwicklung unersetzlich
  • Wie kann man Spiel  definieren
  • was geschieht beim Spiel?
  • Regeln für das Spiel  zwischen Mensch und Hund 
  • Erlernen von Körperkontrolle,  Impulskontrolle und Frustrationstoleranz 
  • kritische Betrachtung von  Objektspielen, Renn- und Zerrspielen
  • Welche Risiken verbergen sich  hinter gesteigertem Beute- Fangverhalten?
  • der Balljunkie und die  Definition seiner Gefühlslage
  • Wie kann es aus dieser Sucht zu  Beissvorfällen kommen?
  • Welche Alternativen an  Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es?

Anhand von Videosequenzen werden verschiedene Spielabläufe bzw. vermeintliches Spiel dargestellt und besprochen.

Ist spielen wichtig? Wofür? Wann? Wie?
Das sind die spannenden Fragen, die an diesem Abend besprochen werden.

Referenten: 

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und  verständliche Weise erklären, welchen Einfluss das Spielverhalten auf die Entwicklung des Hundes hat und welche Risiken sich hinter gesteigertem Beutefang-Verhalten verbergen.
Dieses Seminar ist Hundefreunden und -besitzern, aber auch  Züchtern, Hundetrainern und Tierärzten gleichermaßen zu empfehlen!

Angelika Lanzerath: lebt mit mehreren Kuvacz Hündinen zusammen, hat 2002 nach langer Zusammenarbeit mit Günther Bloch die Hunde-Farm „Eifel“ übernommen, Abteilung „Erziehung“. Seit 2016 führt sie ihre „Hundeschule Angelika Lanzerath“. Sie ist anerkannte Sachverständige (LHG NRW) und sieht sich als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund. Unzähligen Mensch-Hund-Teams vor allem mit verhaltensauffälligen Vierbeinern konnte sie schon Hilfestellung geben.  Sie ist Buchautorin und hält bundesweit Seminare und Vorträge zu Themen rund um den Hund.  

 

 

 September 2020

Abendvortrag mit Kate Kitchenham und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

„Der tut nix!“
Zum Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen auf der Hundewiese und Konflikten in der Mensch-Hund-Beziehung

Freitag, 11. September 2020  von 18 – 22 Uhr / Teilnahme 25,- €

Kate Kitchenham:
Besonders Neu-Hundehalter erwarten viel Harmonie auf der Hundewiese und sind geschockt, wenn Hunde nicht nur spielen, sondern hin und wieder auch streiten wollen. Spätestens wenn der eigene Hund zum Raufbold mutiert oder ständig von anderen gejagt und gemobbt wird stellt sich Besitzern die Frage, wann & wie eingegriffen werden muss oder ob wir den Kämpfen ihren Lauf lassen sollten.

Kate Kitchenham zeigt anhand aktueller Studien was Hunde auf Hundewiesen aggressiv macht, wie wir dem Ziel, einen gelassenen Hund zu haben näher kommen können aber auch, warum Konflikte zum Hundeleben einfach dazugehören. Denn in jeder sozialen Beziehung, auch in der Mensch Hund Beziehung, kommt es unweigerlich immer wieder zu Interessenkonflikten, die wir annehmen und nutzen sollten. Die erfolgreiche Bewältigung von Meinungsverschiedenheiten kann das „Böse“ ins Gute wandeln: wir etablieren Regeln, lernen fair miteinander zu sein, gewinnen Vertrauen und wachsen zusammen. Dadurch vermitteln wir  unserem Hund nicht nur hilfreiche Regeln für ein entspanntes Zusammenleben, sondern auch, dass er sich immer auf uns verlassen, an unserer Seite sicher fühlen und von hier aus selbstbewusst die Welt erkunden kann.

Dr. Udo Ganslosser 
  • was ist Aggression im verhaltensbiologischen Sinne?
  • welcher Einfluss hat  Testosteron/Östrogen auf die Wettbewerbsaggression?
  • Angstaggression:  Auswirkung von Kastration bei  Rüde/Hündin
  • Aktuelle Erkenntnisse zum Verhalten / Verhaltensänderung durch Kastration von Hunden 
Referenten:
Kate Kitchenham  studierte Kulturanthropologie und Zoologie, schreibt seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin regelmäßig für ausgezeichnete Zeitschriften wie DOGS und verfasste sieben Fachbücher über Hunde. Ihre über die Jahre gewachsenes Hundewissen macht die Hamburgerin zur Moderatorin („Der Haustiercheck“) und häufig in Sendungen eingeladenen TV-Expertin. Neben TV, Schreiberei und den Vorträgen und Seminaren in Deutschland und der Schweiz bietet sie in Lüneburg ein individuelles Coaching für Hunde-Menschen-Teams an.
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
 

OKTOBER 2020


Abendvortrag von Carola Mai, Psychologin und Normen Mrozinski in Düsseldorf

Mensch Hund(e)-Beziehung, Sonnen- und Schattenseiten einer „Freundschaft“
ungünstige Beziehungsgeflechte in der Einzelhundehaltung sowie Grenzbereiche in der Mehrhundehaltung 

Freitag, 9. Oktober 2020 von 19 – 22 Uhr / Teilnahme: 25,- €

Mensch-Hund(e) Beziehungen haben sich im Laufe der Zeit immer mehr verändert.
Heute ist der Hund für viele Menschen mehr als nur ein Haustier. Er ist Sozialpartner, bester Freund und Familienmitglied. 

In diesem Vortrag wird anhand von Praxisbeispielen und auf Grundlage kynologischer, psychologischer und antrozoologischer Forschung die Situation von Hunden und Menschen in unserer Gesellschaft beleuchtet.

Hierbei legen wir unseren Fokus insbesondere auf die Schattenseiten von Mensch-Hund(e)-Beziehungen.
Wann sind diese förderlich und wann muss von schwierigen Konstellationen gesprochen werden?

Wir durchleuchten hierbei ungünstige Beziehungsgeflechte in der Einzelhundehaltung genauso wie Grenzbereiche in der Mehrhundehaltung. 

  • Wann wird der Hund vom besten Freund zum emotionalen Mülleimer? 
  • Wann wird Rettung zum Missbrauch? 
  • Wann wird die Rudelharmonie zum Problem?
  • Und in welchen Fällen kann und muss von Animal Hoarding gesprochen werden und was bedeutet dieses Krankheitsbild für die Betroffenen.

Wir möchten sensibilisieren für diesen Prozess vom harmonischen Zusammenleben bis hin zum für meist beide Seiten problematisches Verhalten.

REFERENTEN:

Carola Mai, systemische Beraterin und Psychologin, Hundebesitzerin seit 4 Jahren.
Aufgrund von Aggressionsproblemen bei ihrem Hund Ted suchte sie diverse Hundetrainer auf und lernte dabei Normen Mrozinski kennen und schätzen. Bei der gemeinsamen Arbeit entwickelte sich die Idee zu einer Zusammenarbeit. Aufgrund ihrer Erfahrung mit ihrem Hund wurde sie, wie andere Hundebesitzer*innen immer wieder mit Gefühlen wie Angst, Scham, Wut und eigenen Aggressionen konfrontiert.
Beruflich liegt ihr Schwerpunkt aktuell im Bereich der Arbeit mit traumatisierten Menschen im Einzel- und Gruppensetting, sie hat Berufserfahrung in den Arbeitsfeldern berufliche Rehabilitation, Psychiatrie, Familienhilfe und Familientherapie, Erziehungsberatung und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Normen Mrozinski ist als zertifizierter Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und als Dozent, Autor für Fachzeitschriften, Sachbuchautor („Hütehunde als Begleiter“ und „Aggressionsverhalten beim Hund“) und Blogger tätig und lebt in Norddeutschland.
Als passionierter Hobbyschäfer gilt seine besondere Vorliebe den Hüte- und Treibhunden.
Als langjähriger Vorsitzender eines Tierschutzvereins setzt er sich zudem für beißvorfällig gewordene Hunde ein.

Abendvortrag mit Robert Mehl, Psychologe in Düsseldorf

In der Ruhe liegt die Kraft – Die neurobiologischen Grundlagen von Schlaf und Ruhe

Freitag, 23. Oktober von 18 – 22 Uhr / Teilnahme 25,- € 

Einige Hunde finden nicht zur Ruhe. Sie schlafen schlecht, stehen nachts auf und laufen durch die Wohnung, dösen tagsüber kaum und fordern ständig Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Andere schrecken aus dem Schlaf auf, beißen um sich oder wirken stark irritiert. Auf der anderen Seite kämpfen auch viele Halter selbst mit Ein- und Durchschlafproblemen, können nicht abschalten und fühlen sich ständig „unter Strom“. 

Dieses Seminar führt die Teilnehmer in die Welt von Somnus, dem römischen Gott des Schlafes, nämlich tief ins Gehirn. Nach einer kurzen neuroanatomischen Einführung, nach der sich jeder Teilnehmer selbst im Gehirn zurechtfindet, suchen wir nach den Schaltstellen für Schlaf, Ruhe und Enstpannung und den Ursachen für Störungen in diesem Bereich. 

  • Welche Schlafstörungen werden in der Humanpsychologie unterschieden?
  • Welche psychischen Erkrankungen können Schlafstörungen zugrunde liegen?
  • Können Erkenntnisse aus der Schlafforschung auf Hunde übertragen werden?
  • Wie wirkt sich Schlafmangel auf das Gehirn aus?
  • Warum sind Ruhephasen für Hunde und Menschen so wichtig?
  • Warum kommen manche Hunde und Menschen nicht zur Ruhe?
  • Wie kann man das Gehirn beruhigen und Hunden und Menschen zur Entspannung verhelfen?

Wir beschäftigen uns in diesem Zusammenhang u. a. mit den Auswirkungen von Streß, Überreizung, Hyperaktivität und Überbeschäftigung und beleuchten auch den Einfluß psychischer Störungen wie Traumafolgestörungen, generalisierter Angststörung, Depression und ADHS auf das Schlaf- und Ruheverhalten von Hunden und Menschen. 

Aufbauend auf diesen Grundlagen betrachten wir humanpsychologische Ansätze zur Behandlung von Schlafstörungen und Entspannungsproblemen und diskutieren, wie diese auf Hunde übertragen werden können.

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für die neurobiologischen Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung von Problemen mit dem Schlaf- und Ruherhythmus von Hunden und Menschen interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Referent: Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. 

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