Januar 2021

ONLINE-VORTRAG  mit Gerd Leder

Hundehaltung- und Zucht im Wandel der Zeit

Oder von der Kunst 30000 Jahre Domestikationsgeschichte gegen die Wand zu fahren.

28.01.2021 von 18:30 Uhr bis 22:00 Uhr / Teilnahmegebühr: 25,- €

 

In diesem online Vortrag werden wir uns kritisch und interaktiv mit der heutigen Mensch-Hund-Beziehung auseinandersetzen.

Folgende Themen werden wir kritisch betrachten und mit Rasse, Herkunft und Arbeitsauftrag ins Verhältnis setzen.

  • Unterbringung
  • Erziehung
  • Zucht
  • Fütterung
  • Beschäftigung

 

Die Hundezucht hat sich stark verändert und auch der Hund hat einen anderen gesellschaftlichen Stand bekommen.

Wie passen unsere Hunde in die moderne Gesellschaft?

Es gibt viel zu besprechen und ich freue mich für ein so sensibles Thema, Gerd Leder mit seiner direkten und kompetenten Art, gewonnen zu haben.

 

Der Vortrag wird mit 2,5  Stunden von der TÄK SH und NS anerkannt.

Februar 2021

ONLINE-VORTRAG

Online Abendvortrag mit Normen Mrozinski

„Wie Hunde heute lernen und was das für das Hundetraining bedeutet“

20.02.2021 von 19:00 – 22:00 Uhr

Teilnahmegebühr 25,00 € (inkl. MwSt.)

Das die kognitiven Fähigkeiten unserer Hunde wesentlich komplexer sind, als lange angenommen, hat sich unter Hundehalter*innen und -trainer*innen längst rumgesprochen. Dank neuerer Studien wissen wir heute, dass Hunde Sach- und Beziehungsaspekte in Botschaften differenzieren können, dass sie in der Lage sind, Stimmungen nur anhand von Fotos zu erkennen und dass soziales Lernen in der Individualentwicklung von Hunden eine wesentlich größere Rolle spielt als noch vor wenigen Jahren vermutet.

Während die Forschung immer neue Erkenntnisse zu Tage fördert, ändert sich auf den Hundeplätzen jedoch nur wenig. In der Regel findet Hundetraining in Form von operanter Konditionierung statt – also auf Basis einer beinahe 100 Jahre alten Theorie, die das Gehirn als „Blackbox“ betrachtete und jedes Verhalten auf Reiz und Reaktion reduzierte.

Viele Hunde erkennen eine Trainingssituation auf Anhieb. Dem entsprechend zeigen sie in der Verhaltensanalyse ein verfälschtes Verhalten und passen sich situativ an. Sie durchschauen unsere Konditionierungsversuche und entwickeln entsprechende Strategien, diese zu umgehen.

Mit dem Ergebnis, dass viele Hundebesitzer*innen nur kurze oder temporäre Erfolge erzielen, wenn es darum geht, ein unerwünschtes Verhalten in den Griff zu bekommen.

Darum geht’s:

  • Zunächst werfen wir einen Blick in die „klassische“ Lerntheorie und besprechen anschließend neuere Erkenntnisse, insbesondere

Belohnungsprinzipien mit Blick auf Motivation und Leistung, sowie mögliche ungünstige Auswirkungen auf das Lernverhalten des Hundes.

Auswirkungen des sozialen Lernens auf die Entwicklung von Hunden, insbesondere mit Blick auf Verhaltensbildung und Trainingsansätze.

  • Welche Trainingsbedingungen müssen erfüllt sein, um zu verhindern, dass der Hund durch die Übungssituation manipuliert wird? Welche Bedingungen begünstigen eine Gewöhnung an eine Vorgehensweise und wie kann dies verhindert werden?
  • Verschiedene Trainingsmethoden und -techniken mit Blick auf die Umsetzbarkeit in der Lebensrealität von Kunden.

Referent:
Normen Mrozinski ist als zertifizierter Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und als Dozent, Autor für Fachzeitschriften, Sachbuchautor („Hütehunde als Begleiter“ und „Aggressionsverhalten beim Hund“) und Blogger tätig und lebt in Norddeutschland.
Als passionierter Hobbyschäfer gilt seine besondere Vorliebe den Hüte- und Treibhunden.
Als langjähriger Vorsitzender eines Tierschutzvereins setzt er sich zudem für beißvorfällig gewordene Hunde ein.

September 2021

Abendvortrag mit Kate Kitchenham und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

„Der tut nix!“

 Zum Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen auf der Hundewiese und Konflikten in der Mensch-Hund-Beziehung

Freitag, 17. September 2021  von 18 – 22 Uhr / Teilnahme 35,- €

 

Kate Kitchenham: 

Besonders Neu-Hundehalter erwarten viel Harmonie auf der Hundewiese und sind geschockt, wenn Hunde nicht nur spielen, sondern hin und wieder auch streiten wollen. Spätestens wenn der eigene Hund zum Raufbold mutiert oder ständig von anderen gejagt und gemobbt wird stellt sich Besitzern die Frage, wann & wie eingegriffen werden muss oder ob wir den Kämpfen ihren Lauf lassen sollten.

 

Kate Kitchenham zeigt anhand aktueller Studien was Hunde auf Hundewiesen aggressiv macht, wie wir dem Ziel, einen gelassenen Hund zu haben näher kommen können aber auch, warum Konflikte zum Hundeleben einfach dazugehören. Denn in jeder sozialen Beziehung, auch in der Mensch Hund Beziehung, kommt es unweigerlich immer wieder zu Interessenkonflikten, die wir annehmen und nutzen sollten. Die erfolgreiche Bewältigung von Meinungsverschiedenheiten kann das „Böse“ ins Gute wandeln: wir etablieren Regeln, lernen fair miteinander zu sein, gewinnen Vertrauen und wachsen zusammen. Dadurch vermitteln wir  unserem Hund nicht nur hilfreiche Regeln für ein entspanntes Zusammenleben, sondern auch, dass er sich immer auf uns verlassen, an unserer Seite sicher fühlen und von hier aus selbstbewusst die Welt erkunden kann.
Dr. Udo Ganslosser 
  • was ist Aggression im verhaltensbiologischen Sinne?
  • welcher Einfluss hat  Testosteron/Östrogen auf die Wettbewerbsaggression?
  • Angstaggression:  Auswirkung von Kastration bei  Rüde/Hündin
  • Aktuelle Erkenntnisse zum Verhalten / Verhaltensänderung durch Kastration von Hunden


Referenten:

Kate Kitchenham  studierte Kulturanthropologie und Zoologie, schreibt seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin regelmäßig für ausgezeichnete Zeitschriften wie DOGS und verfasste sieben Fachbücher über Hunde. Ihre über die Jahre gewachsenes Hundewissen macht die Hamburgerin zur Moderatorin („Der Haustiercheck“) und häufig in Sendungen eingeladenen TV-Expertin. Neben TV, Schreiberei und den Vorträgen und Seminaren in Deutschland und der Schweiz bietet sie in Lüneburg ein individuelles Coaching für Hunde-Menschen-Teams an.
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
 

Abendvortrag mit  Thomas Baumann in Düsseldorf


Im Dutzend “bissiger” – Kleine und große Probleme der Mehrhundehaltung

Probleme, Ursachen und Lösungsansätze bei sozialen Spannungen und Missverständnissen in der Haltung von mehreren Hunden

Montag, 27.9.2021 ab 19 Uhr / Teilnahme 35,-€

PROBLEME 
 Eingliederungsgrundsätze 
 Eingliederungsprobleme 
 Hormonelle Probleme 
 Rangordnungsprobleme 
 Ressourcenprobleme 
 Synergie-Effekte 
 Stimmungsübertragungen 
 Soziale Unterdrückung 
 Soziale Überforderung 
 Krisen- und Konfliktmanagement

LÖSUNGEN 
 Gruppenmechanismen aus Sicht der Praxis 
 Optimierung der sozialen Eingliederung 
 Erkennen körper- und lautsprachlicher Anzeichen 
 Erkennen latenter (verborgener) Stimmungsmerkmale 
 Kompetentes Ressourcen-Management 
 Koordinieren und Manipulieren sozialer Strukturen 
 Erste Hilfe bei Deeskalation in der Gruppe 
 Konflikt-Management bei Spaziergängen

Inhaltliche Schwerpunkte:
Das rasant ansteigende Bedürfnis zur Haltung von zwei und mehr Hunden kann als kompensierender, gesellschaftlicher Ausgleich für immer kleiner werdende Menschenfamilien angesehen werden. Doch wer sich mit der Eingliederung von zwei oder mehr Hunden in eine soziale Gruppe befasst, stellt häufig fest, dass es unerwartet auftretende Spannungen und Probleme geben kann, die mit einem lapidaren „das machen die schon unter sich aus“, nicht lösbar sind.

Soziales Management des Zweibeiners ist dann gefragt, doch das erweist sich in vielen Fällen schwieriger als gedacht. 

 

Referent

Der Verhaltensexperte Thomas Baumann ist Autor mehrerer Fachbücher und seit vielen Jahren speialisiert im Umgang mit schwierigen Hunden. Seine leidenschaft gehört dabei analytischen Komplexen, die sich sowohl auf das Konfliktverhalten des Hundes, als auch auf die jeweilige Mensch-hund-beziehung beziehen. Zusammen mit seiner Frau Ina gründete Thomas Baaumann die Tierschutzorganisation Dogworld Stiftung

ANMELDUNG:
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