MÄRZ 2020

alle Vorträge von der Tierärztekammer Schleswig Holstein als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt
sowie von der TÄK Niedersachsen.


Abendvortrag von Carola Mai, Psychologin und Normen Mrozinski in Düsseldorf

Mensch Hund(e)-Beziehung, Sonnen- und Schattenseiten einer „Freundschaft“
ungünstige Beziehungsgeflechte in der Einzelhundehaltung sowie Grenzbereiche in der Mehrhundehaltung 

Freitag, 20. März 2020 von 19 – 22 Uhr / Teilnahme: 25,- €

Mensch-Hund(e) Beziehungen haben sich im Laufe der Zeit immer mehr verändert. 
Heute ist der Hund für viele Menschen mehr als nur ein Haustier. Er ist Sozialpartner, bester Freund und Familienmitglied. 

In diesem Vortrag wird anhand von Praxisbeispielen und auf Grundlage kynologischer, psychologischer und antrozoologischer Forschung die Situation von Hunden und Menschen in unserer Gesellschaft beleuchtet.

Hierbei legen wir unseren Fokus insbesondere auf die Schattenseiten von Mensch-Hund(e)-Beziehungen. 
Wann sind diese förderlich und wann muss von schwierigen Konstellationen gesprochen werden?

Wir durchleuchten hierbei ungünstige Beziehungsgeflechte in der Einzelhundehaltung genauso wie Grenzbereiche in der Mehrhundehaltung. 

  • Wann wird der Hund vom besten Freund zum emotionalen Mülleimer? 
  • Wann wird Rettung zum Missbrauch? 
  • Wann wird die Rudelharmonie zum Problem?
  • Und in welchen Fällen kann und muss von Animal Hoarding gesprochen werden und was bedeutet dieses Krankheitsbild für die Betroffenen.

Wir möchten sensibilisieren für diesen Prozess vom harmonischen Zusammenleben bis hin zum für meist beide Seiten problematisches Verhalten.

 

REFERENTEN:

Carola Mai, systemische Beraterin und Psychologin, Hundebesitzerin seit 4 Jahren.
Aufgrund von Aggressionsproblemen bei ihrem Hund Ted suchte sie diverse Hundetrainer auf und lernte dabei Normen Mrozinski kennen und schätzen. Bei der gemeinsamen Arbeit entwickelte sich die Idee zu einer Zusammenarbeit. Aufgrund ihrer Erfahrung mit ihrem Hund wurde sie, wie andere Hundebesitzer*innen immer wieder mit Gefühlen wie Angst, Scham, Wut und eigenen Aggressionen konfrontiert.
Beruflich liegt ihr Schwerpunkt aktuell im Bereich der Arbeit mit traumatisierten Menschen im Einzel- und Gruppensetting, sie hat Berufserfahrung in den Arbeitsfeldern berufliche Rehabilitation, Psychiatrie, Familienhilfe und Familientherapie, Erziehungsberatung und Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Normen Mrozinski ist als zertifizierter Hundetrainer nach den Richtlinien der Tierärztekammer Schleswig-Holstein und als Dozent, Autor für Fachzeitschriften, Sachbuchautor („Hütehunde als Begleiter“ und „Aggressionsverhalten beim Hund“) und Blogger tätig und lebt in Norddeutschland.
Als passionierter Hobbyschäfer gilt seine besondere Vorliebe den Hüte- und Treibhunden.
Als langjähriger Vorsitzender eines Tierschutzvereins setzt er sich zudem für beißvorfällig gewordene Hunde ein.

Mai 2020

Vortrag mit Thomas Baumann in Düsseldorf

Im Dutzend “bissiger” – Kleine und große Probleme der Mehrhundehaltung
Probleme, Ursachen und Lösungsansätze bei sozialen Spannungen und Missverständnissen in der Haltung von mehreren Hunden

Dienstag, 26. Mai 2020 ab 19 – 22 Uhr
Teilnahme 25,-€

          Probleme

  • Eingliederungsgrundsätze 
  • Eingliederungsprobleme 
  • Hormonelle Probleme 
  • Rangordnungsprobleme
  • Ressourcenprobleme 
  • Synergie-Effekte 
  • Stimmungsübertragungen 
  • Soziale Unterdrückung 
  • Soziale Überforderung 
  • Krisen- und Konfliktmanagement

    LÖSUNGEN 
  • Gruppenmechanismen aus Sicht der Praxis 
  • Optimierung der sozialen Eingliederung 
  • Erkennen körper- und lautsprachlicher Anzeichen 
  • Erkennen latenter (verborgener) Stimmungsmerkmale 
  • Kompetentes Ressourcen-Management 
  • Koordinieren und Manipulieren sozialer Strukturen 
  • Erste Hilfe bei Deeskalation in der Gruppe 
  • Konflikt-Management bei Spaziergängen

    Inhaltliche Schwerpunkte :
    Das rasant ansteigende Bedürfnis zur Haltung von zwei und mehr Hunden kann als kompensierender, gesellschaftlicher Ausgleich für immer kleiner werdende Menschenfamilien angesehen werden. Doch wer sich mit der Eingliederung von zwei oder mehr Hunden in eine soziale Gruppe befasst, stellt häufig fest, dass es unerwartet auftretende Spannungen und Probleme geben kann, die mit einem lapidaren „das machen die schon unter sich aus“, nicht lösbar sind.
    Soziales Management des Zweibeiners ist dann gefragt, doch das erweist sich in vielen Fällen schwieriger als gedacht. 
Referent:
Der Verhaltensexperte Thomas Baumann
ist Autor mehrerer Fachbücher und seit vielen Jahren spezialisiert im Umgang mit schwierigen Hunden. Seine Leidenschaft gehört dabei analytischen Komplexen, die sich sowohl auf das Konfliktverhalten des Hundes, als auch auf die jeweilige Mensch-Hund-Beziehung beziehen.
Zusammen mit seiner Frau Ina gründete Thomas Baaumann die Tierschutzorganisation Dogworld Stiftung

Juli 2020

Abendvortrag mit Angelika Lanzerath und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

Thema folgt

Fr., 31.Juli 2020 von 19 – 22 Uhr

 September 2020

Abendvortrag mit Kate Kitchenham und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

„Der tut nix!“
Zum Umgang mit aggressiven Verhaltensweisen auf der Hundewiese und Konflikten in der Mensch-Hund-Beziehung

Freitag, 11. September 2020  von 18 – 22 Uhr / Teilnahme 25,- €

Kate Kitchenham:
Besonders Neu-Hundehalter erwarten viel Harmonie auf der Hundewiese und sind geschockt, wenn Hunde nicht nur spielen, sondern hin und wieder auch streiten wollen. Spätestens wenn der eigene Hund zum Raufbold mutiert oder ständig von anderen gejagt und gemobbt wird stellt sich Besitzern die Frage, wann & wie eingegriffen werden muss oder ob wir den Kämpfen ihren Lauf lassen sollten.

Kate Kitchenham zeigt anhand aktueller Studien was Hunde auf Hundewiesen aggressiv macht, wie wir dem Ziel, einen gelassenen Hund zu haben näher kommen können aber auch, warum Konflikte zum Hundeleben einfach dazugehören. Denn in jeder sozialen Beziehung, auch in der Mensch Hund Beziehung, kommt es unweigerlich immer wieder zu Interessenkonflikten, die wir annehmen und nutzen sollten. Die erfolgreiche Bewältigung von Meinungsverschiedenheiten kann das „Böse“ ins Gute wandeln: wir etablieren Regeln, lernen fair miteinander zu sein, gewinnen Vertrauen und wachsen zusammen. Dadurch vermitteln wir  unserem Hund nicht nur hilfreiche Regeln für ein entspanntes Zusammenleben, sondern auch, dass er sich immer auf uns verlassen, an unserer Seite sicher fühlen und von hier aus selbstbewusst die Welt erkunden kann.

Dr. Udo Ganslosser 
  • was ist Aggression im verhaltensbiologischen Sinne?
  • welcher Einfluss hat  Testosteron/Östrogen auf die Wettbewerbsaggression?
  • Angstaggression:  Auswirkung von Kastration bei  Rüde/Hündin
  • Aktuelle Erkenntnisse zum Verhalten / Verhaltensänderung durch Kastration von Hunden 
Referenten:
Kate Kitchenham  studierte Kulturanthropologie und Zoologie, schreibt seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin regelmäßig für ausgezeichnete Zeitschriften wie DOGS und verfasste sieben Fachbücher über Hunde. Ihre über die Jahre gewachsenes Hundewissen macht die Hamburgerin zur Moderatorin („Der Haustiercheck“) und häufig in Sendungen eingeladenen TV-Expertin. Neben TV, Schreiberei und den Vorträgen und Seminaren in Deutschland und der Schweiz bietet sie in Lüneburg ein individuelles Coaching für Hunde-Menschen-Teams an.
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.
 

OKTOBER 2020

Abendvortrag mit Robert Mehl, Psychologe in Düsseldorf

In der Ruhe liegt die Kraft – Die neurobiologischen Grundlagen von Schlaf und Ruhe

Freitag, 23. Oktober von 18 – 22 Uhr / Teilnahme 25,- € 

Einige Hunde finden nicht zur Ruhe. Sie schlafen schlecht, stehen nachts auf und laufen durch die Wohnung, dösen tagsüber kaum und fordern ständig Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Andere schrecken aus dem Schlaf auf, beißen um sich oder wirken stark irritiert. Auf der anderen Seite kämpfen auch viele Halter selbst mit Ein- und Durchschlafproblemen, können nicht abschalten und fühlen sich ständig „unter Strom“. 

Dieses Seminar führt die Teilnehmer in die Welt von Somnus, dem römischen Gott des Schlafes, nämlich tief ins Gehirn. Nach einer kurzen neuroanatomischen Einführung, nach der sich jeder Teilnehmer selbst im Gehirn zurechtfindet, suchen wir nach den Schaltstellen für Schlaf, Ruhe und Enstpannung und den Ursachen für Störungen in diesem Bereich. 

  • Welche Schlafstörungen werden in der Humanpsychologie unterschieden?
  • Welche psychischen Erkrankungen können Schlafstörungen zugrunde liegen?
  • Können Erkenntnisse aus der Schlafforschung auf Hunde übertragen werden?
  • Wie wirkt sich Schlafmangel auf das Gehirn aus?
  • Warum sind Ruhephasen für Hunde und Menschen so wichtig?
  • Warum kommen manche Hunde und Menschen nicht zur Ruhe?
  • Wie kann man das Gehirn beruhigen und Hunden und Menschen zur Entspannung verhelfen?

Wir beschäftigen uns in diesem Zusammenhang u. a. mit den Auswirkungen von Streß, Überreizung, Hyperaktivität und Überbeschäftigung und beleuchten auch den Einfluß psychischer Störungen wie Traumafolgestörungen, generalisierter Angststörung, Depression und ADHS auf das Schlaf- und Ruheverhalten von Hunden und Menschen. 

Aufbauend auf diesen Grundlagen betrachten wir humanpsychologische Ansätze zur Behandlung von Schlafstörungen und Entspannungsproblemen und diskutieren, wie diese auf Hunde übertragen werden können.

Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter, die sich für die neurobiologischen Ursachen und Zusammenhänge bei der Entstehung von Problemen mit dem Schlaf- und Ruherhythmus von Hunden und Menschen interessieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht besprochen. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Referent: Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. 

ANMELDUNG:
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