MÄRZ 2020

alle Seminare von den Tierärztekammern Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt

Tagesseminar mit Prof. Dr. Kurt Kotrschal in Düsseldorf
 
Mensch-Hund-Wolf: Wie wir zusammenkamen; wie aus Wölfen Hunde wurden – 
Domestikation: Warum Menschen mit anderen Tieren leben wollen und können und warum das mit Hunden besonders gut geht.
 
Samstag, 7.3.2020 vom 10 – 17 Uhr 
Teilnahme 95,-  / beide Tage Sa + So zus. 180,- €  (jeweils incl. 19 % Mwst)
 
Vor etwa 35 000 Jahren kamen Menschen und Wölfe zusammen, weil sie einander sozial und ökologisch sehr ähnlich waren. 
Wölfe waren wichtige spirituelle Mittler, vielleicht kooperierte man bald auch bei der Jagd auf Mammuts. Die Domestikation begann zunächst als Partnerschaft auf Augenhöhe mit Wölfen, aus denen durch eine Art „Selektion auf Zahmheit“ relativ rasch Hunde entstanden. 
 
Als die Menschen sesshaft wurden, veränderten sich das Verhältnis zu den Wölfen und die Ansprüche an die Hunde.
Die halfen auf der Jagd, bewachten Eigentum, zogen mit in den Krieg und schützten die Herden. Manche Hundetypen wurden auf Territorialität und Aggressionsbereitschaft ausgelesen, bei anderen dagegen wurde eher auf innerartliche Toleranz und auf ein freundliches Wesen gegenüber Menschen Wert gelegt.

Das Interesse an Tieren und Natur gehört zu den Alleinstellungsmerkmalen des Menschen. 
Ein nahezu „zweckfreies“ Leben mit anderen Tieren, ist keine Erscheinung „dekadenter“ moderner Gesellschaften, sondern wird praktiziert, seit es Menschen gibt. Wie C.G. Jung und E. Wilson meinten, sind Menschen von ihrer Natur aus „biophil“.
Dass Menschen aber mit „den anderen Tieren“ nicht nur leben wollen, sondern auch können, liegt vor allem an den evolutionär bedingten Ähnlichkeiten in den sozialen Strukturen und Mechanismen. 

So zählen zu den Gründen, warum Menschen und andere Tiere sozial „ähnlich ticken“, 
  • die gemeinsamen Prinzipien des Verhaltens und der Kommunikation von Emotionen, 
  • der Bau und die Funktionen des Gehirns und der Stress-systeme, 
  • die ähnlichen Gesetzmäßigkeiten der Persönlichkeitsentwicklung, etc. 

Menschen und andere Tiere verfügen mit ihren sozialen Bedürfnissen, ihrer emotionalen, denk- und Bewusstseinsfähigkeit über ganz ähnliche Voraussetzungen, sich aneinander zu binden und relativ symmetrische soziale Beziehungen zu entwickeln. Menschen scheinen an ein Leben mit anderen Tieren in einem Maß angepasst, dass sie diese für ihre gute Entwicklung und ihr Wohlbefinden benötigen.
Daher erscheint ein Leben mit anderen Tieren auch als grundlegendes Menschenrecht.

Besonders geeignet für ein Zusammenleben sind natürlich an den Menschen bereits genetisch angepasste, also domestizierte Tiere. 
Aufgrund des bereits lang andauernden Zusammenlebens mit Hunden nehmen sie dabei natürlich eine Sonderstellung ein. 

Im Seminar werden die neueren Erkenntnisse zur Mensch-Tierbeziehung erörtert.
 
REFERENT:
Kurt M. Kotrschal, Mag.rer.nat., Prof. Dr., geboren 1953 in Linz, verheiratet seit 1975, wohnhaft in Scharnstein/OÖ. und Wien. Studium der Biologie an der Universität Salzburg, dort auch 1981 Promotion und 1987 Habilitation; 1976-1981 Forschungsaufenthalte an den Universitäten Arizona und Colorado, USA. Seit 1990-2018 Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Ethologie in Grünau/Oberösterreich 1990-2018, Professor i.R. am Department für Verhaltensbiologie Universität Wien. Mitbegründer Wolfsforschungszentrum (www.wolfscience.at). Sprecher der AG Wildtiere am Forum Wissenschaft und Umwelt. Mehr als 250 wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften, Buchbeiträge und Bücher, darunter Österreichs Wissenschaftsbuch des Jahres 2013. Wissenschaftler des Jahres 2010, seit 2006 Kolumnist der Tageszeitung Die Presse, ab 2019 wöchentlicher Blog auf Heute.at

Publikationen:

KOTRSCHAL, K. (2012) Wolf – Hund – Mensch. Die Geschichte einer Jahrtausende alten Beziehung. Wien: Brandstätter. Österreichs Wissenschaftsbuch des Jahres 2013, nun auch als als Piper-Taschenbuch
KOTRSCHAL, K. (2014). Einfach beste Freunde. Warum Menschen und andere Tiere einander verstehen. Wien, Brandstätter. Zur bio-psychologischen Basis unserer sozialen Beziehungen zu anderen Tieren
Tagesseminar mit Prof. Dr. Kurt Kotrschal in Düsseldorf
 
Das neue Bild vom Hund: was Hunde von Wölfen unterscheidet,
neuste Ergebnisse und was die für die Beziehung und Kooperation Hund-Mensch bedeuten.
 
Sonntag, 8.3.2020 vom 10 – 17 Uhr /
Teilnahme 95,-  / beide Tage Sa + So zus. 180,- €  (jeweils incl. 19 % Mwst)
 
Eine Reihe von Domestikationshypothesen versucht zu erklären, wie sich Hunde von ihren Vorfahren, den Wölfen unterscheiden. Das ist auch deswegen eine wichtige Frage, weil es das Zusammenleben mit den Menschen war, das aus Wölfen Hunde machte.

Die Forschungsergebnisse des letzten Jahrzehnts zeigen ein Mosaik von Unterschieden zwischen Wölfen und Hunden, nicht aber „die“ einfache Erklärung.
Als altes Wolfserbe entpuppte sich die Fähigkeit von Hunden, gut mit uns zusammenzuarbeiten, allerdings angepasst an die Bedürfnisse der Menschen.
So entstand – beginnend mit der Selektion auf Zahmheit – aus einem relativ einheitlichen Wolfstypus eine genetisch, in Erscheinungsbild und Eigenschaften große Vielfalt an Hundetypen. Und die wurden zu exzellenten Assistenten, vor allem aber zu wichtigen Sozialgefährten, die Menschen in einer immer komplexeren, globalisierten und immer mehr verstädterten Welt in ihren sozialen Grundbedürfnissen unterstützen.

Tatsächlich fördert ein gutes Leben mit Hund  Wohlbefinden und Gesundheit.
Im Seminar wird eingegangen 
  • auf neuere Ergebnisse zur „Hundwerdung“  
  • auf die Fähigkeit der Hunde, sich auf uns zu beziehen, und 
  • was wir daraus für ein Leben mit Hund lernen können.
  • Eine besondere Rolle im Seminar werden dabei die neueren experimentellen Forschungsergebnisse aus dem Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn spielen. 
 
Im Licht des zunehmenden Wissens über die Unterschiede zwischen Wölfen und Hunden kann man auch informierter als bisher über die klassichen „Reizworten“ der Kynologie diskutieren, 
wie etwa 
  • „Dominanz“, 
  • „Rangordnung“ oder 
  • „Aggression“
 
 
REFERENT:
Kurt M. Kotrschal, Mag.rer.nat., Prof. Dr., geboren 1953 in Linz, verheiratet seit 1975, wohnhaft in Scharnstein/OÖ. und Wien. Studium der Biologie an der Universität Salzburg, dort auch 1981 Promotion und 1987 Habilitation; 1976-1981 Forschungsaufenthalte an den Universitäten Arizona und Colorado, USA. Seit 1990-2018 Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Ethologie in Grünau/Oberösterreich 1990-2018, Professor i.R. am Department für Verhaltensbiologie Universität Wien. Mitbegründer Wolfsforschungszentrum (www.wolfscience.at). Sprecher der AG Wildtiere am Forum Wissenschaft und Umwelt. Mehr als 250 wissenschaftliche Beiträge in Fachzeitschriften, Buchbeiträge und Bücher, darunter Österreichs Wissenschaftsbuch des Jahres 2013. Wissenschaftler des Jahres 2010, seit 2006 Kolumnist der Tageszeitung Die Presse, ab 2019 wöchentlicher Blog auf Heute.at

Publikationen:
KOTRSCHAL, K (2016). Hund-Mensch. Das Geheimnis der Seelenverwandtschaft. Wien: Brandstätter. Zusammenfassung der neuesten Forschungsergebnisse zu Abstammung Hund und Beziehung zu Mensch

APRIL 2020

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Angelika Lanzerath in Mainhausen/Aschaffenburg
 
Will der wirklich nur spielen?
 
Sonntag, 5.4.2020 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Neurobiologisch wie lerntheoretisch ist eindeutig belegt daß fehlende Spielmöglichkeiten in der Jungtierzeit grobmotorische Bewegungsmängel, soziale Verständigungsprobleme, Störungen der räumlichen Orientierung und wahrscheinlich sogar ADHS-neigung fördern.
Im Spiel werden Kommunikation, Ritualisierung, Fairness und Beziehungspflege trainiert, und der Hund, der genetisch zwar zu wissen scheint wie man zubeißt aber nicht wie man wieder losläßt, studiert die Möglichkeiten des Konfliktmanagements ein.
Spiel ist also wichtig. Wofür, wann, wie, und auch woran man es erkennt wird in dieser Veranstaltung besprochen.
 
Inhalte des Seminares in Theorie und Praxis:
 
  • Biologische Funktion von Spiel
  • Hormonelle Einflüsse
  • Spielformen
  • Kriterien von Spiel
  • Einfluss von Spiel auf die Beziehung/Bindung (Mensch-Hund und Hund-Hund)
  • Gibt es „Spiel“, das zwischen Mensch und Hund nicht stattfinden sollte?
  • Videosequenzen zu Körpersprache / Spielverhalten, Mobbing
  • Praxisübungen im Freien zum Spiel mit dem Hund
 
 
Die Referenten: 
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.  
 
Angelika Lanzerath: lebt mit mehreren Kuvacz Hündinen zusammen, hat 2002 nach langer Zusammenarbeit mit Günther Bloch die Hunde-Farm „Eifel“ übernommen, Abteilung „Erziehung“. Seit 2016 führt sie ihre „Hundeschule Angelika Lanzerath“. Sie ist anerkannte Sachverständige (LHG NRW) und sieht sich als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund. Unzähligen Mensch-Hund-Teams vor allem mit verhaltensauffälligen Vierbeinern konnte sie schon Hilfestellung geben.  Sie ist Buchautorin und hält bundesweit Seminare und Vorträge zu Themen rund um den Hund.  
 
Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Angelika Lanzerath in Düsseldorf
 
Workaholics kontra Gelassenheit: Hütehunde – Herdenschutzhunde
 
Samstag, 25. April 2020 von 10 – 17 Uhr /  
Teilnahme 95,- € (beide Tage zusammen Sa + So: 180,- €) jeweils incl. 19 % MwSt.
 
Die beiden Rassegruppen der Hütehunde und der Herdenschutzhunde unterscheiden sich in nahezu allen Bereichen ihres Verhaltens
Während die einen darauf selektiert wurden, eng mit dem Menschen zu kooperieren, sollten die andere ihren Job so gut wie ohne Anleitung ausführen.
 
Unterschiede im Hirnstoffwechsel, in den durch Selektion geänderten und herausgezüchteten Verhaltensbereichen, in der bereitschaft zur Kooperation mit dem Menschen in schwierigen Situatioen und in der beeinflussbarkeit durch Umweltreize sind wissenschaftlich erwiesen.
Diese Befunde werden als grundlage für nachfolgende Trainings- und Haltungshinweise zunächst dargelegt
 
Verhaltenstendenzen bei diesen Hundetypen:
 
Hütehunde:
  • Beschäftigung rund um die Uhr? 
  • Was sagt der Zeitplan freilebender Hunde dazu?
  • Wie sollte die Erziehung aussehen?
  • Der optimale Familienhund?
  • Probleme im Alltag mit Hütehunden. 
  • Risiken für Stereotypien, Zwangshandlungen und Epilepsie  kontra Lernfähigkeit und Trainierbarkeit.
 
Herdenschutzhund
  • Neotenie (Verjugendlichung )und Entwicklungsgeschwindigkeit
  • Die sprichwörtliche „Sturheit“ verhaltensbiologisch „durchleuchtet“ (u.a. hormoneller Hintergrund
  • Territorialität und Xenophobie (Fremdenfurcht)
  • Herdenschutzhund = kein Familienhund?
  • Erziehung von Herdenschutzhunden
  • Probleme im Alltag mit Herdenschutzhunden
 
 
Die Referenten: 
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.  
 
Angelika Lanzerath: lebt mit mehreren Kuvacz Hündinen zusammen, hat 2002 nach langer Zusammenarbeit mit Günther Bloch die Hunde-Farm „Eifel“ übernommen, Abteilung „Erziehung“. Seit 2016 führt sie ihre „Hundeschule Angelika Lanzerath“. Sie ist anerkannte Sachverständige (LHG NRW) und sieht sich als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund. Unzähligen Mensch-Hund-Teams vor allem mit verhaltensauffälligen Vierbeinern konnte sie schon Hilfestellung geben.  Sie ist Buchautorin und hält bundesweit Seminare und Vorträge zu Themen rund um den Hund.  
Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Angelika Lanzerath
   
Aggression aus  verhaltenstherapeutischer und biologischer Sicht
 
Sonntag, 26. April 2020 von 9.30 – 16.30 Uhr /
Teilnahme 95,- € (beide Tage zusammen Sa + So: 180,- €) jeweils incl. 19 % MwSt.
 
Aggression wir störend oft empfunden, derweil sie mit Krawall verbunden, dabei sind die (mindestens drei) Formen der Aggression wichtige biologische Regulationsmechanismen, die ein Zusammenleben von Organismen bei gleichzeitiger Sicherung der Überlebenschance des Individuums regeln. 
Konflikt und Kooperation sind zwei Seiten einer Medaille, beide schaffen im Sozialleben den optimalen Kompromiss und Interessenausgleich.
 
Udo Gansloßer wird in der Theorie und Angelika Lanzerath mit praktischen Beispielen und aus jahrzehntelanger trainerischer Erfahrung abwechselnd folgende Themen behandeln, jeweils im Wechselgesang und ohne exakte inhaltliche Aufteilung:
  • was ist Aggression im verhaltensbiologischen Sinne
  • Gründe aggressionsbedingter Verhaltensweisen in Bezug auf Gene und Aufzuchtbedingungen?
  • welche Bedeutung hat Aggression im kommunikativen Miteinander von Hunden
  • Was geht in einem Hund vor sich, der als gefährlich gilt und was sollte man beachten?
Formen der Aggression: 
  • Angstaggression:  Auswirkung von Kastration bei  Rüde/Hündin
  • Dominanzaggression? Gibt es sie wirklich? 
  • “ Beuteaggression“, ein oft benutzter Begriff, aber was bedeutet er?  Sind Sie auf Ihr schnitzel wütend??
  • Futteraggression 
  • Offensive und defensive Aggression 
  • Aggression im Haus / Auto / auf dem Spaziergang 
  • Aggression Menschen / Hunden gegenüber 
  • Aggression an der Leine /im Freilauf Autoaggression 
Die Befunde aus der neueren Aggressionsforschung lassen hormonelle und neuronale Steuerung, aber auch Erkrankungen mit aggressionsauslösenden Symptomen besser verstehen. Verhaltensbiologische Untersuchungen und Modellrechnungen zeigen den Zusammenhang zwischen Wert einer Beziehung und Eskalation, zwischen Risiko und De-Eskalation. Eine Betrachtung der Biologie der Aggression muss aber auch stammesgeschichtliche und individualgeschichtliche Befunde berücksichtigen. Nur so kann verstanden werden, warum manche Rassen, oder manche Individuen sich hier völlig anders verhalten als andere, und wie eventuell auch eine generelle Beeinflussung aggressionsproblematischer Tiere erfolgen kann.
 
 
Die Referenten: 
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.  
 

Angelika Lanzerath: lebt mit mehreren Kuvacz Hündinen zusammen, hat 2002 nach langer Zusammenarbeit mit Günther Bloch die Hunde-Farm „Eifel“ übernommen, Abteilung „Erziehung“. Seit 2016 führt sie ihre „Hundeschule Angelika Lanzerath“. Sie ist anerkannte Sachverständige (LHG NRW) und sieht sich als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund. Unzähligen Mensch-Hund-Teams vor allem mit verhaltensauffälligen Vierbeinern konnte sie schon Hilfestellung geben.  Sie ist Buchautorin und hält bundesweit Seminare und Vorträge zu Themen rund um den Hund.  

MAI 2020

Tagesseminar mit Robert Mehl, Psychologe und Sophie Strodtbeck, Tierärztin in Düsseldorf

„Is‘ das ein Rüde?“

Über die geschlechtsspezifischen Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen

Samstag, 23. Mai 2020 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €

Wer kennt sie nicht, die Frage, die einem auf Hundewiesen regelmäßig entgegen schallt?
Viele Verhaltensweisen des Hundes werden an seinem Geschlecht festgemacht, und so hält sich zum Beispiel auch das Gerücht, dass Rüden mit anderen Rüden per se unverträglich sind, und Hündinnen kleine Zicken sind.

In diesem Seminar schauen wir uns an,

  • was an den geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen tatsächlich dran ist
  • welchen Einfluss die Sexualhormone auf den Hund haben.

Wir beginnen im Gehirn und betrachten, welche Funktion diesbezüglich der Hypothalamus und die Hypophyse haben, die aus dem Gehirn heraus die Sexualorgane ansteuern und die Steuerung der Sexualhormone übernehmen.

  • Wie wirken diese auf den Körper und auf andere Hormone?
  • Welchen Einfluss haben sie tatsächlich auf Angst, Aggression, Antrieb?
  • Macht Testosteron aggressiv und Östrogen zickig?
  • Oder ist es doch ganz anders, als es scheint?
  • Und welchen Einfluss hat eine Kastration?

Außerdem werfen wir einen Blick auf geschlechtsspezifische Erkrankungen und deren Prophylaxe und besprechen, was man beim intakten Hund prophylaktisch tun kann.

Tagesseminar mit Robert Mehl, Psychologe und Sophie Strodtbeck, Tierärztin in Düsseldorf

Die Entwicklung des Hundes über das Hundeleben – und was das für die Praxis bedeutet

Vom Welpen zum Senior aus verhaltensmedizinischer und neuropsychologischer Sicht  

Sonntag, 24. Mai 2020 von 10 bis 17 Uhr / Teilnahme 95,- €

Das Gehirn entwickelt sich aus der Interaktion von Genen und Umwelt. Dieser Prozess beginnt noch vor der Geburt und endet erst, wenn das Gehirn seine Aktivität im Tod vollständig eingestellt hat. Diese Entwicklung zu verstehen ermöglicht Hundehaltern und Trainern zu verstehen, wie Probleme im Erleben und Verhalten von Hunden entstehen, und wie man die Entwicklung des Gehirns bewusst und unbewusst beeinflusst.

Um Hundeverhalten besser zu verstehen, ist es hilfreich, mehr über die Entwicklung des Hundes und seines Gehirns zu wissen.
Aber auch körperlich und hormonell passiert vom Welpen bis zum Senior allerhand, und das beim Hund aufgrund der insgesamt kürzeren Lebensspanne in rasantem Tempo! 

  • Das Seminar beginnt vor der Geburt des Hundes mit der Entstehung des Gehirns aus der befruchteten Eizelle, seiner pränatalen Entwicklung und der Interaktion von Umwelt (pränatale Erfahrungen, Gifte, Stress, u. a.) und Genetik in diesem Stadium. Indem wir betrachten, was in diesem Entwicklungsschritt schiefgehen kann, wird verständlich, warum einige Welpen bereits mit Problemen zur Welt kommen. 
  • Nach der Geburt beginnt der erste große Umbau des Gehirns. Umwelteinflüsse gewinnen jetzt an Bedeutung.
    Das Gehirn des Welpen durchlebt verschiedene Entwicklungsschübe und sensible Phasen. Indem wir die Prozesse in dieser Phase betrachten, verstehen wir mehr darüber, was Welpen brauchen und warum sie es brauchen.
  • In der Pubertät erfährt das Gehirn erneut einen bedeutsamen Umbau.
    Jetzt tritt die Persönlichkeit deutlich hervor, Empathie und Selbstkontrolle gewinnen an Bedeutung, aber auch die Sexualhormone spielen eine wichtige Rolle.
    Wir betrachten das Gehirn und das Hormonsystem beim Erwachsenwerden und verstehen dadurch, was pubertierende Hunde leisten können (und was nicht) und welche Bedingungen ihnen helfen, verlässliche Sozialpartner zu werden.
    Außerdem schauen wir uns die körperlichen Veränderungen in der Pubertät an und besprechen, was in dieser Entwicklungsphase die wichtigsten Lerninhalte sind.
  • Auch das erwachsene Gehirn bleibt plastisch, verändert sich, ermöglicht dadurch lebenslanges Lernen auf kognitiver und emotionaler Ebene.
    Zu wissen, wie das Gehirn lernt, ermöglicht uns zu verstehen, wie z. B. psychische und Verhaltensstörungen entstehen und unter welchen Bedingungen sich Erleben und Verhalten verändern kann.
  • Im Alter nehmen die degenerativen Prozesse zu, was auch zu körperlichen Gebrechen führt. Erkrankungen wie Demenz können auftreten. Aber auch alte Hunde können lernen und sich verändern.
    – Was kann man tun?
    – Welche Beschäftigungen sind sinnvoll, um der Demenz entgegen zu wirken?
    – Welchen Einfluss hat die Fütterung?
    – Wie kann man die körperliche Gesundheit des Hundes positiv beeinflussen?

Indem wir die Entwicklung des Hundes über die gesamte Lebensspanne betrachten, werden Zusammenhänge deutlich, die bei der Betrachtung nur einzelner Lebensphasen verloren gehen. Nach dem Seminar haben die Teilnehmer einen ganzheitlicheren Blick auf ihren Hund und können ihre Erziehungs- und Trainingsmaßnahmen auf seine Entwicklung, seine neurobiologische Struktur und deren Bedürfnisse abstimmen.

JUNI 2020

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Adam Miklosi in Düsseldorf 

Der Effekt von Genen auf das Verhalten…. …..und was sonst noch Einfluß hat?!

Samstag, 6. Juni 2020 von 10 -17 Uhr / Teilnahme 95,- € / beide Tage (Sa und So zusammen) 180,- €

Dr. Adam Miklosi: Der Effekt von Genen auf das Verhalten
Es gibt kein Verhalten ohne Gene
Während diesem Tagesseminar werden Sie die Grundlagen der Genetik lernen. Ohne dieses Wissen kann man das Verhalten der Hunde nicht verstehen. Man spricht so viel über „vererbtes Verhalten“ oder sogar „instinktives Verhalten“ aber wenige wissen, was man unter diesen Begriffen wirklich verstehen sollte.
Die Gene aktivieren sich schon vor der Geburt, und bestimmen viele Verhaltensweisen. Sie bieten den Grund für die Domestikation und Selektion.

Wir probieren die grössten Fragen zu beantworten: 

  • Was ist vererbt und was ist erworben? 
  • Kann man überhaupt auf diese Fragen antworten? 

Ohne Genetik geht es sicher nicht, und ohne Genetik kann man auch nicht verstehen warum es so viele Rassen gibt, und warum die meisten Rassen trotzdem soviele Ähnlichkeiten zeigen.
Ohne genetisches Wissen sollte man überhaupt keine Hunde züchten dürfen, und wir werden (leider) auch sehen wohin das Mangel an genetisches Studium führte: Die meisten Rassenhunde leiden von hunderte genetisch bedingten Krankheiten, die sie nicht loβ werden können. 
Sollte man neue Rassen erstellen, oder irgendwie die jetzigen verbessern?
Die Gene haben einen starken Einfluss auf spezifische Verhaltensformen, wie z. B. Aggression. Kann man diese Effekte kontrollieren oder verhindern? Kann man für spezifische Verhaltensweisen in Hund selektieren? 

Dr. Udo Ganslosser: … und was sonst noch Einfluss hat
Neben der genetischen Veranlagung sind, gerade auch durch neuere Studien, eine Reihe weiterer Abhängigkeiten des zukünftigen Verhaltens bekannt geworden:

  • Wurfgröße und Wurfzusammensetzung können zukünftige Verhaltenseigenschaften ebenso beeinflussen wie Erfahrung und Temperament der Mutter, Kontakte zu Babysittern und zum Menschen, oder die Sinnesreize in der Umgebung.
  • Geschlechtsunterschiede im Verhalten, speziell im Spiel, sind zwar durch das genetisch vorgegebene Geschlechtshormonsystem vorbereitet, aber über die Wurfzusammensetzung wirken sie sich dann auch weiterhin als wichtige Steuerungsfaktoren aus. Und letztlich zeigen Rasseunterschiede im Auftreten und der Intensität von Spiel und Ernstverhalten dem zukünftigen Welpen auch wieder unterschiedliche Wege auf.
  • Der Vergleich des Embryologen Waddington, wonach die Jungtierentwicklung dem Verlauf einer Kugel ähnelt, die auf dem Gipfel eines Berges fallengelassen wird und durch unterschiedliche Wege zu Tal rollen kann, wird uns durch den Tag begleiten.

Genetik ist dabei eine der Talwände die den Weg steuern. Aber es gibt auch andere….

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Adam Miklosi in Düsseldorf

Wahrnehmungsfähigkeiten von Hunden
Mit alles Sinnen im Einsatz / Hörfähigkeit / Geruchssinn / Magnetsinn

Sonntag, 7. Juni 2020 von 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 95,- € (beide Tage Sa und So 180,- €)

Dr. Adam Miklosi: Wahrnehmungsfähigkeiten von Hunden

Wahrnehmung ist das Grund des Überlebens und diese Kapazität muss immer der gewissen Umwelt angepasst sein. Obwohl man so viel über hündische Talent und Arbeitsfähigkeit weiß, gibt es so wenige Kenntnisse über die Wahrnehmungsfähigkeiten der Hunde. Bis zur letzten Zeiten glaubte man, dass Hunde nur schwarz-weiß sehen können, und die Gedanke, dass Hunde zur jeder Zeit in eine ‚Geruchswolke‘ überlebt bis zu heute. Und was für welche Töne hören sie oder nicht, weiß auch keiner.

Um Hunde wirklich schätzen zu können, müssen wir gute Daten über ihre Wahrnehmungsfähigkeiten haben. Nur in diesem Fall kann man eine gewisse Leistung von ihnen erwarten. 

  • Wie gut oder wie weit kann ein Hund sehen, und 
  • welche Wahrnehmungsmöglichkeiten benutzt ein Hund, wenn er mit Menschen kommuniziert. 
  • Hört er wirklich alles was man ihm sagt, und was ist das unterschied zwischen Hören und Verstehen?

In diesem Tagesseminar besprechen wir Sehvermögen, Hören und Riechen durch die Erläuterung der modernsten wissenschaftliche Befunde.

Lieder sind diese meisten wissenschaftliche Versuche sehr kompliziert, und man muss auf sehr viele Kleinigkeiten achten. Solche Information ist aber sehr wichtig sonst können wir nie wissen und verstehen, wie ist es möglich, dass Hunde Krebs vom Harn oder vom Atem riechen können, und ob man diesen Talent in der Diagnostik benutzen kann oder (doch) nicht. 

Dr. Udo Ganslosser: Mit alles Sinnen im Einsatz: Hörfähigkeit / Geruchssinn / Magnetsinn

Gerade in den letzten Jahren wurden aber noch weitere, zusätzliche Sinnesleistungen von Hunde(artige)n bekannt.
Letztlich ist das Verständnis von Sinnesleistungen immer aus dem ökologischen Zusammenhang heraus zu sehen, indem diese Sinne entstanden.
Und weil solche Anpassungen dann auch so lange evolutiv erhalten bleiben, wenn sie nicht stören oder schaden, können wir bei den Sinnesanpassungen unserer Hunde schon noch auf die Ausgangssituation bei Wildcaniden und auch gerade beim Wolf zum Vergleich zurückgreifen. Aber auch hier sind zB Rassemerkmale noch dazugekommen:

  • der Magnetsinn – magnetische Ausrichtung bei Hunden
  • eventuell ein Wärmesinn / Wärmedetektor Hundenase,  
  • besondere Leistungen des Riech- und Sehvermögens in Anpassung an Aktivität und Lebensraum.
  • Zum Verständnis der Sinnesleistungen geht es nicht ganz ohne Physik, aber auch die tut fast nicht weh…..


REFERENTEN
Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.

Dr. Adam Miklosi, – spricht sehr gut deutsch – wird in unterhaltsamer Form ausführlich über Verhalten und Kognition referieren und darüber, wie Hunde Probleme lösen. “Budapest ist seit Jahren eine Metropole der Verhaltensforschung an Hunden. Unter dem Forschungsleiter Dr. Adam Miklosi wurde an der Budapester Eötvös Universität die weltweit größte Arbeitsgruppe zur Erforschung der Beziehung Hund und Mensch aufgebaut. Im Unterschied zu früheren Forschungen werden die Versuchtiere hier systematisch gemeinsam mit ihren Bezugspersonen getestet. Denn wenn es um soziale Intelligenz geht, muss man beide Partner im Blick haben. 

 

AUGUST 2020

Wochenendseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Dr. Martin Fischer in Düsseldorf

Verhalten, Physiologie und Anatomie des Hundes, –
eine faszinierende Reise durch den ganzen Hund, besonders dessen Bewegungssystem, sowie seine Organe und ihre Funktionen.

Sa. 1. August 2020 von 19 – 17 Uhr / So. 2. August 2020 von 9.30 bis 16.30 Uhr  / Teilnahme: 180,- € incl. 19 % MwSt.

nur in der Zusammenschau von Befunden aus Anatomie, Funktionsmorphologie, neurobiologischen Funktionen und Verhalten erschließt sich ein Gesamtverständnis der komplexen Zusammenhänge im Hund. Im Dialog beider Wissenschaftler werden Evolution und Funktion in einzigartiger Weise erläutert.

Verhalten, Physiologie und Anatomie bilden eine Einheit, deren Zusammenspiel entschlüsselt werden muss, um Organismen und in unserem Falle Hunde immer besser zu verstehen.
Die Anatomie des Bewegungsapparates und seine physiologische Leistungsfähigkeit machte den Wolf zu einem der ausdauerndsten Läufer mit einem spezifischen Jagdverhalten. 
Auch bei domestizierten Wölfen also Hunden bestimmt dies noch immer den Bedarf an Auslauf, an Lauf- oder Sprintmöglichkeiten u.ä..

Die langjährigen JenaerStudien zur Fortbewegung verschiedener Hunderassen und zu deren funktioneller Anatomie werden den Zuhörern so vorgestellt, dass scheinbar komplexe Sachverhalte verstanden werden.

In den letzten Jahren forschten
Dr. Martin Fischer und sein Team nicht mehr nur am Bewegungsapparat des Hundes, sondern auch an 

  • Schädel 
  • Schädelform 
  • Bezahnung 
  • Bindegewebe / Faszien. 
  • seit 2017 neue Erkenntnisse zu Kreuzbandrissen verschiedener Hunderassen
  • eine Doktorarbeit zum Thema Agility brachte ebenfalls neue Erkenntnisse 

Dr. Udo Ganslosser:

  • Erkenntnissen zum Verhalten, besonders auch dessen hormoneller Grundlagen, 
  • die Wechselwirkungen zwischen neuronaler Reifung, Entwicklung und Stabilisierung der Hormon- und Botenstoffsystem und dem jweils vorher stattfindenden Verhalten führen längerfristig zu individueller Verschiedenheit von Verhaltensstrategien bei Hunden.
  • Aspekte wie etwa sensible Phasen, bahnende Wirkung von chemischen und elektrischen Vorgängen mit oft lebenslangen Wirkungen, sowie die ebenfalls oft lebenslang oder zumnindest langanhaltenden Beeinflussungen durch medzinische Aspekte gerade auch in den sensiblen Phasen folgen durchaus ähnlichen Zusammenhängen wie in der Beeinflussung anatomischer Strukturen durch Bewegungen.

 

Referenten: 
Prof. Dr. Dr. h.c.Martin S. Fischer, Institut für Zoologie und Evolutionsforschungmit Phyletischem Museum, Friedrich- Schiller-Universität Jena
PD Dr. Udo Gansloßer, Priv. Doz. für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald und Lehrbeauftragter am Institut für Zoologie und Evolutionsforschungder Friedrich- Schiller-Universität Jena.

SEPTEMBER 2020

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Kate Kitchenham in Düsseldorf
 
STREUNER UND WILDE HUNDE
 
Sa. 12. September 2020 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme: 95,- € incl. 19 % MwSt.
 
Über Streuner gibt es viele Mythen und Märchen, die häufig auf Einzelerlebnissen im Urlaub, Berichten von Tierschützern oder von „Hörensagen“ beruhen. Doch wie sieht das wahre Leben eine Hundes aus, der zwar oft in der Nähe des Menschen lebt, aber seinen Alltag unabhängig von unserem Einfluss gestalten kann?
  • Sind besitzerlose Hunde aggressiver?
  • Was zeichnet ihren Alltag aus?
  • Können sie noch ohne Hilfe von Menschen Welpen erfolgreich aufziehen? 
  • Übernehmen Rüden Vaterpflichten oder machen sie sich nach dem Deckakt aus dem Staub? 
  • Was bestimmt eigentlich ob Hunde als Einzelgänger, zu zweit oder in Rudeln leben? 
  • Bilden sie Rudel, und wenn ja, unter welchen Umständen? 
  • Wann macht es Sinn, besitzerlose Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, welche Umstellungen müssen die Hunde bewältigen? 
Kate Kitchenham und Udo Gansloßer fassen neue Erkenntnisse aus der Streunerforschung zusammen: sie reisen mit uns einmal um die Welt, präsentieren aktive Forscher aus Indien, Italien, Kanada, Spanien, Marokko und Russland und zeigen, welche ökologischen Faktoren bestimmen, wann Hunde als Streuner oder verwilderte Hunde bezeichnet werden müssen und welche Vielzahl an unterschiedlichen „Lebensentwürfen“ es für Hunde gibt. 
 

Wie immer schlagen Sie den Bogen zur Praxis und überlegen, was wir aus den Erkenntnissen über das Leben der Streuner und verwilderten Hunde für unseren Alltag, den Umgang und das Training mit unserem Hund mitnehmen können und sollten.

 

Referenten:

Kate Kitchenham  studierte Kulturanthropologie und Zoologie, schreibt seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin regelmäßig für ausgezeichnete Zeitschriften wie DOGS und verfasste sieben Fachbücher über Hunde. Ihre über die Jahre gewachsenes Hundewissen macht die Hamburgerin zur Moderatorin („Der Haustiercheck“) und häufig in Sendungen eingeladenen TV-Expertin. Neben TV, Schreiberei und den Vorträgen und Seminaren in Deutschland und der Schweiz bietet sie in Lüneburg ein individuelles Coaching für Hunde-Menschen-Teams an.

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.  

OKTOBER 2020

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf
 
Thema folgt
 
Sa. 24. Oktober   

Tagesseminar mit Robert Mehl

Thema folgt

So. 25. Oktober 2020 von 10 – 17 Uhr

ANMELDUNG:
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Von der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt