SEPTEMBER

Tagesseminar mit Robert Mehl, Psychologe in Düsseldorf

Beratung, Kommunikation und Gesprächstechniken für Hundetrainer 

Samstag, 8. September 2018 von 10 -17 Uhr / Teilnahme 95,- €

Gelegentlich stoßen HundetrainerInnen mit Kunden im Gespräch an ihre Grenzen.
Das ist normal und passiert gelegentlich jedem, der mit anderen Menschen kommuniziert.
Es muss aber nicht so bleiben. 

Bei einigen Kunden hat man vielleicht das Gefühl, auf dem Prüfstand zu stehen oder findet die eigene Kompetenz infrage gestellt. Andere Kunden arbeiten scheinbar einfach nicht mit oder wehren sich innerlich gegen empfohlene Erziehungsmaßnahmen.
Manche Kunden haben „nur eben schnell eine Frage“ oder stehen sich selbst bei der Lösung ihrer Probleme im Weg. 

  • Was will der Kunde eigentlich von mir? 
  • Wie führe ich ein Gespräch – wann führe ich in einem Gespräch und (wann) folge ich? 
  • Wie kann ich mich durchsetzen und wann nehme ich mich zurück? 
  • Wie kommt es zu Missverständnissen und wie kann ich Klarheit schaffen? 
  • Was höre ich alles und worauf antworte ich? 
  • Wie beginne ich ein Gespräch und wie beende ich es pünktlich? 
  • Wie kommen wir im Beratungsgespräch gemeinsam dort an, wo der Kunde ursprünglich hin wollte?

Wer viel mit anderen Menschen kommuniziert, muss natürlich auch sein wichtigstes Instrument gut pflegen: sich selbst.
Die Teilnehmer lernen daher auch Techniken zur Stärkung des Selbstwertgefühls kennen und beschäftigen sich mit Psychohygiene und „Arbeitsschutz“. 

  • Wie komme ich nach einem schwierigen Gespräch wieder runter? 
  • Wie schalte ich nach der Arbeit ab? 
  • Wie setze ich Grenzen und wann wird es Zeit, „nein“ zu sagen? 
  • Was ist Coaching und wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

In diesem Seminar lernen die Teilnehmer Gesprächs- und Beratungstechniken kennen, mit denen sie auch schwierige Gesprächssituationen bewältigen können. Anhand von Beispielen und persönlichen Erfahrungen der Teilnehmer werden die Techniken demonstriert.

Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf dem Erstgespräch, in dem eine tragfähige Arbeitsbeziehung zum Kunden aufgebaut wird, und zum anderen auf dem Umgang mit schwierigen Situationen und als schwierig empfundenen Kunden. 

Referent: Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf

Bindung und Beziehungsentwicklung zwischen Hund und Mensch als Ursache für Verhaltensprobleme?

Sonntag, 9. September 2018 von 10 bis 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Verhaltensprobleme von Hunden können vielfältige Ursachen haben.
Häufig wird bei der Ursachenforschung auch die Beziehung zwischen Hund und Halter thematisiert.

Dieses Seminar beschäftigt sich aus einem humanpsychologischen Blickwinkel mit dem Anteil, den schwierige Beziehungsmuster zu Verhaltensproblemen des Hundes beitragen.
Bindung ist nicht dasselbe wie Beziehung. Bindung besteht ursprünglich zwischen Eltern und Nachkommen. Aus den frühen Bindungserfahrungen entwickeln sich die Beziehungsmuster, die das Individuum später anderen Sozialpartnern anbietet. 
  • Wie entsteht eine gesunde und förderliche Bindung? 
  • Wie kann man die Bindungsqualität aus entwicklungspsychologischer Perspektive beschreiben? 
  • Welche Faktoren wirken sich förderlich bzw. negativ auf die Bindung aus? 
  • Wie entwickelt sich die Interaktion von individueller Persönlichkeit und negativen frühen Beziehungserfahrungen zu problematischen Beziehungsmustern, aus denen Verhaltensprobleme entstehen können (z. B. ängstliches, zwanghaftes, aggressives oder unberechenbares Verhalten bis hin zu Persönlichkeitsstörungen)? 
Um diese Fragen zu beantworten werfen wir auch einen Blick auf die neurobiologischen Grundlagen von Bindung und Beziehung, beschäftigen uns mit Erkenntnissen aus der humanen Entwicklungspsychologie und überlegen, welche Forschungsergebnisse sich auf den Hund übertragen lassen. 
Nicht nur der Mensch bringt seinen Beziehungsstil in die Partnerschaft ein, auch der Hund hat mit seiner Persönlichkeit und seinem Beziehungsstil einen Einfluß auf die Beziehungsgestaltung.
Die Interaktion beider Beziehungsmuster kann harmonisch oder herausfordernd sein.
Wir sprechen darüber, wie man (z. B. als Hundetrainer) diese Beziehung diagnostisch beschreiben kann, ohne zu werten oder Schuld zuzuweisen. 
Im letzten Teil des Seminars geht es um die Suche nach Entlastung und einer für beide Seiten angenehmeren Beziehungsgestaltung im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten. Damit verbunden ist die Frage, wie man ein belastetes Mensch-Hund-System beraten kann, um durch eine veränderte Beziehungsgestaltung eine Verbesserung der Verhaltensprobleme zu erreichen und Beziehungsmuster konstruktiv zu verändern.
Das Seminar richtet sich an Hundetrainer und Hundehalter. Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung theoretischer Kenntnisse, die anhand von Beispielen anschaulich beleuchtet werden. Konkrete Fälle der Teilnehmer werden nicht bearbeitet. Das Seminar enthält keine praktischen verhaltenstherapeutischen Arbeiten und ersetzt keine Verhaltenstherapie und keine Ausbildung bei einem in der Behandlung von psychischen Störungen bei Hunden erfolgreichem Fachtierarzt bzw. Hundetrainer oder Ausbildungsinstitut.

Referent: Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Er ist Dozent bei „dogument“.

Kleinsymposium ( Tagesseminar) mit Dr. Udo Ganslosser und Team, Bettina Hinte-Breindl, Benedikt Hielscher, Anna Ostrowska & Sandra Schöneich, Nora Krätzer in Düsseldorf

HUND UND ÖFFENTLICHKEIT – verschiedene Aspekte zur Wahrnehmung des Hundes in der Gesellschaft

Samstag, 15. September 2018 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Die Erwartungen an und Vorstellungen von einem Hund in der Gesellschaft ändern sich – schneller als die Biologie von Mensch und Hund. Nicht nur wir sind innerlich, wie ein Dichter mal sagte, noch die alten Affen die geistig auf Bäumen hocken und mit Bananen werfen. Auch unser Hund ist innerlich oft noch der streunende Dorfbewohner, mit Vorstellungen von Gruppenleben und  selbstbestimmtem Nichtstun. Wie aber paßt das mit unserer Massengesellschaft zusammen??
Udo Gansloßer und Team werden beispielhaft verschiedenene Bereiche beleuchten in denen hundliche und menschliche Vorstellungen und Vorgehensweisen nicht immer ganz zusammenpassen:
Benedikt Hielscher: Bewegung von Hund und Halter – Anspruch und Wirklichkeit
  • Bewegen sich Hundehalter mehr als Nicht-Hundehalter?
  • Und was sind die Auswirkungen dieser Aktivitäten? 
Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Hundehaltung und Bewegung und wirft dabei einen Blick auf die qualitativen und quantitativen Aspekte der Bewegung mit dem Hund. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, ob unterschiedliche Rassen unterschiedlich viel Bewegung erhalten und ob die Anforderungen, die von Haltern gestellt werden, den Bedürfnissen der Hunde gerecht werden.
 
Anna Ostrowska & Sandra Schöneich:  Leinenaggressive Hunde & Raufer – Umgang mit unsicheren und impulsiven Persönlichkeiten
Leinenaggressive Hunde und Hunde mit Maulkorb werden in der Öffentlichkeit als Belästigung und Gefahr wahrgenommen.
  • Wir untersuchen die Persönlichkeit der betroffenen Hunde im Vergleich zu nicht aggressiven Hunden. 
  • Worin unterscheiden sie sich? 
  • Wo muss der Hundehalter bei der Rehabilitation ansetzen? 
Bettina Hinte-Breindl: Was Mensch will, was Hund braucht.
Wir und unsere Gesellschaft stellen viele Ansprüche an unsere vierbeinigen Gefährten. 
  • Was wissen wir aber wirklich darüber, was unsere Hunde brauchen? 
  • Und was sollten wir wissen? 
Wir beschäftigen uns mit den entscheidenen Bedarfen unserer Hunde, die wir erfüllen sollten aber nur erfüllen können, wenn wir sie kennen.
 
Nora Krätzer: „Das ist ja ein dicker Hund!“ 
 
Eine Redewendung aus dem Mittelalter, als Reaktion auf etwas Überraschendes, Skandalöses – heutzutage wohl nicht mehr zutreffend, da es sich mittlerweile um eine alltägliche Erscheinung handelt. Aber laut sagen sollte man das besser nicht…..
Warum, was der Hund dazu beiträgt, wie groß der Einfluss des Besitzers ist, u.v.m., sind Fragen, denen ich mithilfe von Fragebögen und Verhaltenstests auf den Grund gehen möchte.

Referenten:

  • Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. 
  • Sandra Schöneich ist Diplom- Biologin und Inhaberin der Hundeschule Hundehafen in Berlin. Neben einer angemessenen Beschäftigung für unsere Hunde liegen ihr besonders die sogenannten Raufer am Herzen.
  • Bettina Hinte-Breindl hat einen Magister in Philosophie und Psychologie und arbeitet in Lübeck als Hundetrainerin.
  • Benedikt Hielscher, M. Sc. Sportwissenschaft – Bewegung und Gesundheit, promoviert zum Bewegungsverhalten von Hundehaltern an der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Anleitung von Prof. Dr. Ingo Froboese.
  • Nora Kraetzer, 27- jährige Tierärztin aus München, die sich schon immer mehr für das Verhalten unserer Vierbeiner interessiert hat als für die Anatomie des Knies.
  • Anna Ostrowska ist Erziehungswissenschaftlerin (M.A.) und folgt seit 2012, mit ihrer Hundeschule „Hundekompass“ in Berlin, ihrer Berufung die Beziehung von Menschen und Hunden zu begleiten.
Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser
Hormonelle Einflüsse auf das Verhalten von Hunden
Neue Erkenntnisse aus der biologischen Forschung  
Sonntag, 16. September 2018 von 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 95,- €

 

  • Hormone und Fortpflanzung
  • Was geschieht schon vor der Geburt?
  • Welche Rolle spielt der Hormonhaushalt der Mutter auf den Nachwuchs
  • Welche Auswirkungen kann Geschlechtsverteilung in einem Wurf haben?
  • kausaler Zusammenhang – Stress und Hormone – was bewirkt Stress beim Hund?
  • Welche Auswirkung auf das Verhalten hat die Kastration beim Hund
  • chemische Kastration
  • Welche Rolle spielen hormonelle Einflüsse auf das Verhalten beim Hund?
  • Hormonell bedingtes Fehlverhalten in Verbindung mit Erziehungsproblemen
     (Aggression, Ängstlichkeit, Dominanz und Rangordnung)
     

    REFERENT:  Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch sowie Gastvorlesungen an anderen Instituten durch, übernimmt Beratungstätigkeiten für Zoos, Tierparks und Tierheime, Fortbildungsveranstaltungen und Publikationsbetreuung. Dr. Ganslosser ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und verständliche Weise über die hormonellen Einflüsse auf das Verhalten des Hundes aus biologischer Sicht referieren.

Von der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt