2021

Von der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt

 

Wochenendseminar mit Gerd Leder in Alpenrod / Westerwald

Workaholics oder doch Teddybären? 

Der richtige Umgang mit Hütehunden und Herdenschutzhunden.

Sa./ So. 29. – 30. Mai 2021 von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 195,- € incl. MwSt

Obwohl die Schäferei aus unserem Land nur noch selten zu finden ist, nimmt die Anzahl der Hütehunde stetig zu. 

Border Collies, Australian Shepherds, Bearded Collies, Cattle Dogs, 

altdeutsche Hütehunde und auch andere Vertreter dieser Hundetypen sind aus dem heutigen Straßenbild kaum noch wegzudenken. 
Ihnen wird ein sanftmütiger Charakter und eine starke Bindung an den Menschen sowie eine generell gute Ausbildbarkeit zugeschrieben.
Unter dem Sammelbegriff „Treib- und Hütehunde“ vereint die FCI all diese Rassen, obwohl sie sich im Charakter ebenso unterscheiden, wie in ihrem Aussehen und ihrer Arbeitsweise.

Immer häufiger tauchen in Deutschland ebenfalls Vertreter der sogenannten Herdenschutzhunde auf.
Oft wird bei der Anschaffung ihr äußeres Erscheinungsbild hervorgehoben, welches an einen kuschligen Teddybären erinnert. 

Ihre ruhige und sanfte Art scheinen sie zum hervorragenden Familienhund zu qualifizieren. 
Dass sie laut der einschlägigen Literatur über keinerlei Jagdtrieb verfügen und ansonsten als sanftmütiger Beschützer beschrieben werden, verstärkt diesen Eindruck noch.

In diesen beiden Seminartagen nähern wir uns diesen Hunden über Ihre verschiedenen ursprünglichen Einsatzgebiete.

Wir betrachten 
Schäferhunde, 
Border Collies, 
altdeutsche Hütehunde wie den Harzer Fuchs, 
Herdenschutzhunde und 
andere Rassen anhand mitgebrachter Videosequenzen bei ihrer Arbeit.

Ausgehend von diesen Beobachtungen widmen wir uns der Frage, ob wirklich jeder Hütehund für jede Art des Hundesports geeignet ist und worauf man sich einlässt, wenn man das Zusammenleben mit einem Herdenschutzhund beschließt. 

Eventuell daraus resultierende Probleme werden genauso erörtert, wie Beschäftigungs- und Auslastungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Gerd Leder, gehörte nach seinem Studium der Geografie zum Mitarbeiterstamm von Dr. Erik Zimen und gilt als ausgewiesener Experte hinsichtlich der Entstehung und Verbreitung unserer Haushundrassen und ihren Ursprüngen.
Seit 2009 ist er zertifizierter Hundetrainer, er hält Vorträge und Seminare und betreibt seit 2000 eine Hundeschule. Nicht nur seine offene und unkomplizierte Art, sondern auch sein großer Wissensschatz, den  an die ZuhörerInnen weiter gibt, machen die Veranstaltungen mit ihm zu einem Erlebnis.

 

Wochenendseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Prof. Dr. Martin Fischer in Düsseldorf

Fortpflanzung und Entwicklung des Haushundes

21.08.-22.08.2021 von Sa. 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr / So. 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Kosten: 220,00 € inkl. MwSt.

Die hormonellen Prozesse rund um die Fortpflanzung gehen weit über die Wirkung der reinen Sexualhormone hinaus.

„Dank“ des einzigartigen Verhältnisses zwischen Hund und Mensch und der Besonderheiten des hundlichen Sozialsystems, sind viele Erscheinungen daher auch nicht durch Kastration beeinflußbar (oder höchstens negativ)

Im ersten Teil werden wir deshalb das Hormonsystem und die Besonderheiten, sowie Kastrationsauswirkungen auf Körper und Geist der Hunde beiderlei Geschlechts vorstellen.

Die Erfolge der Fortpflanzung sieht man dann, vorausgesetzt beide Eltern sind nicht kastriert, an der Entstehung von Welpen.

Wie diese sich entwickeln, vor Allem auch unter Berücksichtigung von Rassenunterschieden, werden wir auch mit Daten aus eigenen Projekten zur Funktionsmorphologie,Verhaltensbiologie und Hormonentwicklung vorstellen.
Daraus entstehen dann auch Betrachtungen zu Verbesserung von Abgabealter und Ausbildungsbeginn.

 

Referenten: 

Prof. Dr. Dr. h.c.Martin S. Fischer, Institut für Zoologie und Evolutionsforschungmit Phyletischem Museum, Friedrich- Schiller-Universität Jena

PD Dr. Udo Gansloßer, Priv. Doz. für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald und Lehrbeauftragter am Institut für Zoologie und Evolutionsforschungder Friedrich- Schiller-Universität Jena.

Tagesseminar mit Kate Kitchenham und Dr. Udo Ganslosser in Düsseldorf

Streuner und Wilde Hunde 

Sa. 18. September 2021 von 10 – 17 Uhr
Teilnahme: 120,- €

Über Streuner gibt es viele Mythen und Märchen, die häufig auf Einzelerlebnissen im Urlaub, Berichten von Tierschützern oder von „Hörensagen“ beruhen. 

Doch wie sieht das wahre Leben eine Hundes aus, der zwar oft in der Nähe des Menschen lebt, aber seinen Alltag unabhängig von unserem Einfluss gestalten kann?

  • Sind besitzerlose Hunde aggressiver?
  • Was zeichnet ihren Alltag aus?
  • Können sie noch ohne Hilfe von Menschen Welpen erfolgreich aufziehen? 
  • Übernehmen Rüden Vaterpflichten oder machen sie sich nach dem Deckakt aus dem Staub? 
  • Was bestimmt eigentlich ob Hunde als Einzelgänger, zu zweit oder in Rudeln leben? 
  • Bilden sie Rudel, und wenn ja, unter welchen Umständen? 
  • Wann macht es Sinn, besitzerlose Hunde aus dem Ausland nach Deutschland zu holen, welche Umstellungen müssen die Hunde bewältigen?

 

Kate Kitchenham und Udo Gansloßer fassen neue Erkenntnisse aus der Streunerforschung zusammen: sie reisen mit uns einmal um die Welt, präsentieren aktive Forscher aus Indien, Italien, Kanada, Spanien, Marokko und Russland und zeigen, welche ökologischen Faktoren bestimmen, wann Hunde als Streuner oder verwilderte Hunde bezeichnet werden müssen und welche Vielzahl an unterschiedlichen „Lebensentwürfen“ es für Hunde gibt. 

Wie immer schlagen Sie den Bogen zur Praxis und überlegen, was wir aus den Erkenntnissen über das Leben der Streuner und verwilderten Hunde für unseren Alltag, den Umgang und das Training mit unserem Hund mitnehmen können und sollten.

Referenten:

Kate Kitchenham  studierte Kulturanthropologie und Zoologie, schreibt seit Jahren als Wissenschaftsjournalistin regelmäßig für ausgezeichnete Zeitschriften wie DOGS und verfasste sieben Fachbücher über Hunde. Ihre über die Jahre gewachsenes Hundewissen macht die Hamburgerin zur Moderatorin („Der Haustiercheck“) und häufig in Sendungen eingeladenen TV-Expertin. Neben TV, Schreiberei und den Vorträgen und Seminaren in Deutschland und der Schweiz bietet sie in Lüneburg ein individuelles Coaching für Hunde-Menschen-Teams an.

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. aus biologischer Sicht referieren.

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser  in Düsseldorf

Die Ernährung des Hundes  – 
Wie wirkt sich die Ernährung auf das Verhalten des Hundes aus?

Sonntag, 19. September 2021  von 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 100,- €
 
Die biologisch und physiologisch sinnvolle Ernährung der Haus- und Heimtiere stellt viele noch vor große Probleme.  
Berechnung von Diäten und Zusammensetzungen sollte aber keine Gefühlssache, sondern auf fundierte Wissensbasis gestellt sein. 
Erleben Sie eine spannende Einführung in die Biologie der Ernährung und des Stoffwechsels von Säugetieren; 
ein Thema, bei dem wir, wie auch bei dem Thema “Hormone” nicht nur etwas über den Hund, sondern auch über Zusammenhänge im menschl. Körper erfahren.

Einführung in die Biologie der Nährstoffe, Vitamine und  Mineralien:

– die Auswirkung von Vitaminen auf den Hormonhaushalt und das Verhalten
– Was sind die Aufgaben von Vitaminen und Mineralien in der Nahrung?
– Wieviele und welche Vitamine und Zusatzstoffe brauchen Hunde?
– der Zusammenhang zwischen  Aminosäuren und Botenstoffen im Gehirn
– Wie beeinflusst die Ernährung Verhaltensauffälligkeiten von Depression bis Hyperaktivität des Hundes?
– Wie wirken sich Fettsäuren auf die Stressresistenz  aus?

 
Referent: 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und  verständliche Weise erklären, wie Nährstoffe, Vitamine und Mineralien wirken, wie der Stoffwechsel funktioniert und welche  Ernährung beim Hund biologisch und physiologisch sinnvoll ist.
Dieser Vortrag ist Hundefreunden und -besitzern, aber auch  Züchtern, Hundetrainern und Tierärzten gleichermaßen zu empfehlen!
 

Tagesseminar mit Dr. Udo Gansloßer und Thomas Kern

Von aufgeregten und überdrehten Hunden…

… Was schadet meinem Hund und was ist genetisch vorprogrammiert?

Samstag den 27.11.2021 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr / Teilnahmegebühr: 110,- €

 

Dr. Udo Gansloßer und Thomas Kern über folgende Themen sprechen:
Das Seminar beinhaltet Theorie sowie Videoanalysen.

  • Spazieren gehen ist mit einem „Hibbel-Hund“ eher eine Zerreißprobe als entspannt.  
  •  
  • Der Hund ist wegen jeder Kleinigkeit außer Rand und Band.
  •  
  • Er ist schnell auf 180 und beruhigt sich entweder schwer oder gar nicht.

Ursache dafür ist oft schon mal wieder das hinkende Wolfsmodell. Ja, sog. Straßenhunde gehen spazieren, aber nur wenige Kilometer und in sehr gemächlichem Tempo.

Was passiert da eigentlich im Gehirn und Hormonsystem, und was sind die ökologischen Grundlagen?

Und dann ist da noch die Genetik: Es gibt genetische Dispositionen für Hyperaktivität, aber wie meist sind das keine schicksalhaften Programmierungen.

Auch bei der Aktivität kommt es auf die Qualität an, nicht die Quantität. Kurzes, heftiges Belasten aller Gelenke ist besser als Dauerlauf, und einmal tägliche Aufregung schadet kaum jemandem.

Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.

Thomas Kern ist zertifizierter Hundeerzieher und Verhaltensberater durch die IHK Potsdam. In den achtziger Jahren hat er mit Hundesport begonnen. Dieser Weg führte ihn 1994 zur eigenen Hundeschule. Durch Aus- und Weiterbildung bei namhaften Dozenten hat er sein Wissen regelmäßig erweitert und seine Hundeschule kontinuierlich ausgebaut. Schwerpunkt ist zum Einen der gut erzogene Familienhund zum Andern der „Problemhund“ mit seinen ganzen Facetten.  Letzterers ist zu seinem Steckenpferd geworden, da man immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wird und man hier nicht Gefahr läuft in vorgefertigten Kategorien zu denken.

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