SEPTEMBER 2020

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser  in Alpenrod/ Westerwald

Die Ernährung des Hundes  – 
Wie wirkt sich die Ernährung auf das Verhalten des Hundes aus?

Sonntag, 23. August  von 9.30 – 16.30 Uhr / Teilnahme 90,- €
 
Die biologisch und physiologisch sinnvolle Ernährung der Haus- und Heimtiere stellt viele noch vor große Probleme.  
Berechnung von Diäten und Zusammensetzungen sollte aber keine Gefühlssache, sondern auf fundierte Wissensbasis gestellt sein. 
Erleben Sie eine spannende Einführung in die Biologie der Ernährung und des Stoffwechsels von Säugetieren; 
ein Thema, bei dem wir, wie auch bei dem Thema “Hormone” nicht nur etwas über den Hund, sondern auch über Zusammenhänge im menschl. Körper erfahren.

Einführung in die Biologie der Nährstoffe, Vitamine und  Mineralien:

– die Auswirkung von Vitaminen auf den Hormonhaushalt und das Verhalten
– Was sind die Aufgaben von Vitaminen und Mineralien in der Nahrung?
– Wieviele und welche Vitamine und Zusatzstoffe brauchen Hunde?
– der Zusammenhang zwischen  Aminosäuren und Botenstoffen im Gehirn
– Wie beeinflusst die Ernährung Verhaltensauffälligkeiten von Depression bis Hyperaktivität des Hundes?
– Wie wirken sich Fettsäuren auf die Stressresistenz  aus?

 
Referent: 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge. Er wird auf spannende und  verständliche Weise erklären, wie Nährstoffe, Vitamine und Mineralien wirken, wie der Stoffwechsel funktioniert und welche  Ernährung beim Hund biologisch und physiologisch sinnvoll ist.
Dieser Vortrag ist Hundefreunden und -besitzern, aber auch  Züchtern, Hundetrainern und Tierärzten gleichermaßen zu empfehlen!

SEPTEMBER 2020

Tagesseminar mit Dr. Udo Ganslosser und Angelika Lanzerath in Alpenrod / Westerwald
 
Will der wirklich nur spielen?
 
12. September 2020
von 10 – 17 Uhr / Teilnahme 95,- €
 
Neurobiologisch wie lerntheoretisch ist eindeutig belegt daß fehlende Spielmöglichkeiten in der Jungtierzeit grobmotorische Bewegungsmängel, soziale Verständigungsprobleme, Störungen der räumlichen Orientierung und wahrscheinlich sogar ADHS-neigung fördern.
Im Spiel werden Kommunikation, Ritualisierung, Fairness und Beziehungspflege trainiert, und der Hund, der genetisch zwar zu wissen scheint wie man zubeißt aber nicht wie man wieder losläßt, studiert die Möglichkeiten des Konfliktmanagements ein.
Spiel ist also wichtig. Wofür, wann, wie, und auch woran man es erkennt wird in dieser Veranstaltung besprochen.
 
Inhalte des Seminares in Theorie und Praxis:
 
  • Biologische Funktion von Spiel
  • Hormonelle Einflüsse
  • Spielformen
  • Kriterien von Spiel
  • Einfluss von Spiel auf die Beziehung/Bindung (Mensch-Hund und Hund-Hund)
  • Gibt es „Spiel“, das zwischen Mensch und Hund nicht stattfinden sollte?
  • Videosequenzen zu Körpersprache / Spielverhalten, Mobbing
  • Praxisübungen im Freien zum Spiel mit dem Hund
 
 
Die Referenten: 
 
Dr. Udo Gansloßer, Priv.Doz. für Zoologie am Zool Institut und Museum der Univ. Greifswald und Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und am Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena, führt regelmäßig Kurse in Verhaltens- und Tiergartenbiologie durch, ist bekannt für seine äußerst kompetenten und unterhaltsamen Vorträge.  
 
Angelika Lanzerath: lebt mit mehreren Kuvacz Hündinen zusammen, hat 2002 nach langer Zusammenarbeit mit Günther Bloch die Hunde-Farm „Eifel“ übernommen, Abteilung „Erziehung“. Seit 2016 führt sie ihre „Hundeschule Angelika Lanzerath“. Sie ist anerkannte Sachverständige (LHG NRW) und sieht sich als Dolmetscherin zwischen Mensch und Hund. Unzähligen Mensch-Hund-Teams vor allem mit verhaltensauffälligen Vierbeinern konnte sie schon Hilfestellung geben.  Sie ist Buchautorin und hält bundesweit Seminare und Vorträge zu Themen rund um den Hund.  
 

OKTOBER 2020

Tagesseminar mit Psychologe Robert Mehl in Düsseldorf

Neurobiologische Grundlagen von Aggression bei Hunden.
Was wir von Gewaltstraftätern und Psychopathen über aggressive Hunde lernen können.

Samstag 24.10.2020 von 10:00 – 17:00 Uhr / Teilnahme 95,- €

Aggressionen von Hunden und Menschen haben etwas gemeinsam: sie entstehen im Gehirn.
Der grundlegende Aufbau und die Funktion des Gehirns von Hund und Mensch unterscheiden sich artübergreifend nicht.
Vor diesem Hintergrund lade ich dazu ein, über den Tellerrand hinauszuschauen in eine Disziplin, die viele gesicherte Erkenntnisse zum Thema Aggression anzubieten hat: die Neurowissenschaft.

Zunächst definieren wir den Begriff der „Aggression“ aus psychologischer Sicht und sehen uns ein modernes, in den Neurowissenschaften aktuell verwendetes Modell der Aggression an.
Wir beschäftigen uns mit den Prozessen, die im Gehirn bei verschiedenen Formen der Aggression ablaufen, beleuchten den Faktor Stress sowie weiteren Faktoren, die an aggressiven Interaktionen beteiligt sind und verlassen das Gebiet der gesunden Aggression für einen Ausflug ins Reich der Störungen im Aggressionsbereich aufgrund von z. B. Traumata, Hirnverletzungen oder ungünstigen Lernerfahrungen. Daneben fragen wir auch nach der Persönlichkeit des Hundes und der Rolle der Genetik.

Wesentliche Unterschiede  im Umgang mit verschiedenen Aggressionsformen werden vor diesem Hintergrund verständlich.
Das Modell bietet dann verschiedene Ansatzpunkte, an denen man als Halter oder Trainer in das aggressive Verhalten des Hundes eingreifen kann.

Auf dieser Grundlage können die Teilnehmer ihre bisherigen Strategien im Umgang mit Aggressionen bei Hunden kritisch bewerten und gegebenenfalls weitere Trainings- und Umgangsformen selbständig entwickeln.

Referent:
Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. 

Tagesseminar mit Robert Mehl in Düsseldorf

Neurobiologische Grundlagen von Angst bei Hunden und wie sie entsteht.

Sonntag 25.10.2020 10:00 – 17:00 Uhr / Teilnahme 95,- €

Wie entwickeln sich eigentlich Angst im Körper und Gehirn eines Hundes?
Und warum funktionieren einige Trainings- und Therapieansätze so gut und andere gar nicht?

Wir nehmen die Frage nach der Angst von zwei Seiten in die Zange: Robert Mehl gibt aus neuropsychologischer Sicht tiefe Einblicke in das System der Neurotransmitter, die als Botenstoffe im Gehirn arbeiten und ihre Zusammenarbeit mit Nervensystem und Stresshormonen im Körper. Auf der anderen Seite beleuchten wir die psychodynamischen Faktoren, die bei Angst eine Rolle spielen wie Stressoren, Persönlichkeit, Selbstwirksamkeitserleben und Bindungserfahrungen.

Damit niemand unterwegs verloren geht, beginnen wir mit einer kleinen Einführung in die Neuroanatomie des Hundes, so dass sich jeder Teilnehmer nach kurzer Zeit im Gehirn seines Hundes zurechtfindet.

Dann kommen die Stressoren und verschiedene Stressmodelle ins Spiel. Wir identifizieren, welche Hormone Angstsymptome verstärken, welche gegensteuern können und wie man als Hundehalter und Hundetrainer gezielt oder versehentlich auf Gas und Bremse treten kann.

Weil einige Hormone auch als Neurotransmitter im Gehirn wirken und das Gehirn seinerseits die Ausschüttung von Hormonen steuern kann, steht als nächstes ein Besuch in diesem komplexen Organ auf dem Plan. Wir suchen nach der Quelle der Angst tief im Gehirn und erforschen ihre Beziehung zum Hormonsystem am Beispiel der Stresshormonachse. Schnell wird verständlich, wie es zu den manchmal sehr beeindruckenden körperlichen Begleiterscheinungen von Angst kommt.

Wir besprechen dann das Thema Angsterkrankungen und grenzen diese von „normaler“ Angst ab. An dieser Stelle sprechen wir auch über die Wirkung von (Verhaltens-) Therapie und Psychopharmaka, Genetik und Epigenetik.

Am Ende des Seminars verstehen die Teilnehmer das komplexe Zusammenspiel von Gehirn und psychodynamischen Wirkfaktoren beim Erleben der Angst. Halter von ängstlichen Hunden und Trainer können sich eine eigene, kritische Meinung zu den auf dem Markt angebotenen Trainings- und Therapievorschlägen bilden und gezielter die passenden Ansätze für ihren Hund auswählen.

REFERENT: Robert Mehl ist Diplom-Psychologe und Kriminologe (M.A.). Er absolvierte therapeutische Zusatzausbildungen als „Systemischer Berater und Familientherapeut“ (DGSF) und für den „Professionellen Einsatz von Hunden in der Therapie“ („dogument“). Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Magdeburg mit dem Forschungsschwerpunkt „Neurobiologische Grundlagen von Aggression“ und Autor von neurowissenschaftlichen Fachartikeln. Danach arbeitete er als Systemischer Therapeut mit seiner von „dogument“ zertifizierten Therapiehündin in einer Jugendanstalt und derzeit als Psychologe in einer Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. 

ANMELDUNG:
bitte Thema und  Referent angeben

zur Vermeidung von Spam:
Bitte beweise, dass du kein Spambot bist und wähle das Symbol Herz aus.

Von der Tierärztekammer Schleswig Holstein und Niedersachsen als Fortbildung für zertifizierte Hundetrainer anerkannt