Vorträge und online Vorträge 2025

Oktober 2025

online Vortrag mit Gerrit Stephan

Trennungsangst bei Hunden

Termin: 23.10.2025 Zeiten: 19:00 – 21:30 Uhr Kosten: 35,- € (inkl. MwSt.)

Alleine in der Wohnung zurückgelassen zu werden ist für viele Hunde ein Alptraum.

Ein Teil dieser Hunde bereitet ihren Menschen durch anhaltende Lautäußerungen, Zerstörung von Einrichtungsgegenständen oder Verlust der Stubenreinheit große Probleme. Solche trennungsbedingten Verhaltensweisen sind weit verbreitet und führen nicht selten zur Abgabe der betroffenen Hunde.

  • Verschiedene Facetten von trennungsbedingtem Verhalten
  • Trennungsstress als eigenständiges emotionales System
  • Chronischer Stress und seine Folgen
  • Genetische Faktoren: Domestikation, künstliche Selektion, Zucht
  • Umwelt-Faktoren: Lernerfahrung, Gewöhnung, Erziehung
  • Prävention: Auswahl des Hundes, umsichtige Eingewöhnung, Haltung und Erziehung.
  • Problemlösungen: Management, Hilfsmittel, Trainingselemente

Im Rahmen dieses Vortags geht es um die wichtigsten theoretischen Grundlagen.

Referent: Gerrit Stephan ist Biologe und seit seit 2007 im eigenen Unternehmen als Hundetrainer und Verhaltensberater tätig.

Seine Hauptgebiete sind das Ausdrucksverhalten der Hunde, Trennungsprobleme beim Hund und die Betreuung von Familien, die einen Hund aus dem Tierschutz übernommen haben. Die erfolgreiche Integration von Tierschutzhunden, das Begleiten des Zusammenwachsens dieser Mensch-Hund-Teams machen ihm sehr viel Freude.

Seit 2013 arbeitet Gerrit Stephan für die ATN als Autor und Dozent im Bereich Hundewissenschaften und betreut dort mehrere Skripte: Ausdrucksverhalten, Aggressionsverhalten und Trennungsstress.

Zudem leitet er das Studienprojekt „Bello allein zu Haus“, das sich mit dem Verhalten von Hunden in Trennungssituationen beschäftigt. Unter seiner Leitung werteten Schülerinnen und Schüler der ATN hunderte Stunden Videomaterial aus, die Ergebnisse dieser Studie befinden sich unter dem Titel „Pet dogs home alone – a videobased study“ zur Zeit im Peer-Review-Prozess eines renommierten wissenschaftlichen Magazins.

November 2024

November 2025

online Vortrag mit Carina Kolkmeyer

Die Kastration von Hunden – ein Einschnitt ins Hundeleben ?!

Termin: 13.11.2025
Zeiten: 19:00 – 21:30 Uhr
Kosten: 35,- € (inkl. MwSt.)

Da die Kastration ein großer Einschnitt ins Hundeleben sein kann, ist es äußerst wichtig, immer Einzelfallentscheidungen zu treffen. Bisherige Studienergebnisse führen immer wieder vor Augen, dass es nach einer Kastration durch den Wegfall der Sexualhormone zu
vermehrtem Stress, zu Panik, zu Aggression und/oder verminderter Geselligkeit kommen kann.
Aus verhaltensbiologischer Perspektive sollte eine Kastration nie leichtfertig durchgeführt werden und Hundehalter/innen sollte immer eine datengestützte Entscheidungshilfe geboten werden.

Während des Vortrags werden Studienergebnisse dargestellt und das Wissen auch praktisch direkt angewendet, indem Videos gemeinsam ausgewertet werden, um das Hundeverhalten korrekt einschätzen zu können.

Carina Kolkmeyer, – promoviert an der Universität Vechta im Fachbereich Biologie. Ihr Forschungsschwerpunkt ist das Sozialverhalten kastrierter und intakter Hunde. Sie bietet gemeinsam mit der Mammalia AG individuelle Einzelberatungen an, die sich auf erhaltensbiologische und veterinärmedizinische Einschätzungen stützen. Neben ihrer Leidenschaft für die Hundeforschung widmet sie sich auch der Forschung im Zootierbereich. Im Osnabrücker Zoo bietet sie gemeinsam mit PD Dr. Udo Gansloßer mehrmals im Jahr einen verhaltensbiologischen Methodenkurs an und unterstützt die Kursteilnehmenden bei ihren Beobachtungen sowie den darauffolgenden statistischen Analysen.

Termine 2026

Abendvortrag mit Thomas Baumann im Westerwald

Beziehungsreformen zwischen Mensch und Hund

Termin: 24.07.2026
Zeiten: 18:00 – 21:00 Uhr
Kosten: 39,- € (inkl. MwSt.)

Der Abendvortrag ist Voraussetzung für das Tagesseminar.

Ob Erziehung, Ausbildung oder auch Therapie:
Viele Hundebesitzer resignieren früher oder später ob der sozialen Missstände ihrer Vierbeiner und stellen erst nach einer gezielten Beziehungsreform verblüfft fest, dass der Weg in mehr soziale Stabilität meist viel einfacher sein kann, als zuvor gedacht.
Dreh- und Angelpunkt für eine bessere Zukunft ist dabei meistens nur ein „Umdenken“ und damit ein verändertes
Management des Menschen hinter dem Hund.
Hunde verändern sich grundlegend erst dann positiv, wenn sie sich sozial an ihren Menschen orientieren und nicht, wenn sie auf materieller Ebene mit bloßen Konditionierungsstrategien überhäuft und dabei nicht selten auch überfordert werden!

Ganz gleich, wie ausgeklügelt eine Trainingsplanung „nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen“ auch sein mag, ein bloßes Training im Sinne der Konditionierungslehre reicht bei vielen Hunden eben nicht aus, um nachhaltige Erfolge beispielsweise in der Erziehung zu erzielen.
Stattdessen versprechen sogenannte Beziehungsreformen und damit ein grundlegend veränderter Umgang zwischen Mensch und Hund im gemeinsamen Alltag die effektivsten Erfolge!
Der Trainingsaufwand kann durch eine Beziehungsreform in den meisten Fällen sogar deutlich reduziert werden.
Wenn beispielsweise ein aggressiver Hund durch sozialen Einfluss seines Menschen keine Entscheidungsbefugnis mehr in Sachen aggressive Konfliktlösung erhält, ist der Weg in eine erheblich stressreduziertere Zukunft deutlich besser geebnet, als durch bloßes Training auf Grundlage der sogenannten „Konditionierungslehre“.
Die Mehrzahl der Menschen, die mit schwierigen Hunden zu uns kommen, brauchen zunächst kein Hundetraining,
stattdessen benötigen sie eine BEZIEHUNGSREFORM und diese nimmt zunächst erfahrungsgemäß 2 bis 3 Monate
Zeit in Anspruch. Erst dann gelten viele Hunde tatsächlich als „trainingstauglich“.

Referent:
Der Verhaltensexperte Thomas Baumann ist Autor mehrerer Fachbücher und seit vielen Jahren spezialisiert im Umgang mit schwierigen Hunden. Seine Leidenschaft gehört dabei analytischen Komplexen, die sich sowohl auf das Konfliktverhalten des Hundes, als auch auf die jeweilige Mensch-Hund-Beziehung beziehen. Zusammen mit seiner Frau Ina gründete Thomas Baumann die Tierschutzorganisation Dogworld Stiftung

ANMELDUNG:
bitte Thema / Referent angeben